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Vermehrung von Sommerungen und Gräsern 2017

Die Vermehrung von Sommergetreide bewegt sich mit 2.255 ha in derselben Größenordnung wie im Vorjahr mit 2.354 ha. Auch die Gräser-Vermehrung hat mit 3.676 ha Umfang nur geringfügig abgenommen. Bei Leguminosen jedoch hat die Vermehrung gegenüber dem Vorjahr erheblich abgenommen.  

 

Die Anmeldungen für die Vermehrung aller Arten von Sommergetreide, Leguminosen (außer Rotklee und Luzerne mit Samenernte im 2. Schnitt), von Öl- und Faserpflanzen ohne Überwinterungsanbau sowie sonstiger Futter- und Gründüngungspflanzen (z.B. Ölrettich, Phazelia) mussten bis zum 15. Mai bei der Anerkennungsstelle in Hannover vorliegen. Für Vermehrungen von Gräsern war der Anmeldeschluss bereits am 30. April (außer Weidelgräser mit Samenernte im 2. Schnitt). Die Anmeldetermine ergeben sich aus der Saatgutverordnung des Bundes und sind vom Anmelder im Grundsatz einzuhalten. Anmelder sind die Züchter bzw. Sortenschutzinhaber oder von diesen beauftragte Vertriebsfirmen oder Vertriebsfirmen in eigener Verantwortung bei Sorten, die keinen Sortenschutzinhaber in Deutschland haben. Da erfahrungsgemäß auch nach den vorgegebenen Terminen Nachmeldungen von Vermehrungsvorhaben erfolgen und auch bei der Feldbesichtigung vom Feldbesichtiger noch Flächenänderungen festgestellt werden, handelt es sich hier bei allen Flächenangaben um vorläufige Werte.

 

 

 

 

 

 

 

Die Vermehrung von Sommergerste beträgt 1.412 ha und hat damit gegenüber dem Vorjahr um 74 ha zugenommen. Bedeutendste Sorte ist hier im achten Jahr in Folge die 2006 zugelassene Quench mit 561 ha, gefolgt von den Sorten Vespa mit 170 ha und RGT Planet sowie Avalon mit 144 bzw. 141 ha.

Die Vermehrung von Sommer-Hafer beläuft sich auf 388 ha; bedeutendste Sorte im siebten Jahr in Folge ist Max mit 160 ha.

Sommerweizen wird mit 320 ha in geringerem Umfang als im Vorjahr mit 444 ha vermehrt.

In den Tabellen 1-3 sind für Sommergerste, Sommerweizen und Hafer die Vermehrungsflächen aller Sorten mit einer (in 2017 vorläufigen) Vermehrungsfläche von 10 ha oder mehr genannt. Die Vermehrung der beiden - nicht dargestellten – „kleinen“ Sommer-Wechselformen erfolgt im Umfang von 65 ha bei Sommertriticale (34 ha Milewo, 19 ha Loga und 12 ha Somtri) sowie von 70 ha bei Sommerroggen (65 ha Arantes und 5 ha Ovid).

Aufgrund der klimatischen Anforderungen werden bisher nicht vermehrt in Niedersachsen Sommer-Hartweizen sowie Hirse und Mais.

 

 

 

 

 

 

 

Die Vermehrung von Gräsern (siehe Tab. 4) hat in Niedersachsen gegenüber dem Vorjahr mit 3.812 ha um rund um 136 ha abgenommen. Rauhafer wird auf 130 ha vermehrt: 115 ha der Sorte Panache und 15 ha Pratex. Die Vermehrung von Großkörnigen Leguminosen (siehe Tab. 5) mit insgesamt 789 ha hat um 29% abgenommen. Ebenso ist die Vermehrung der Kleinkörnigen Leguminosen zurückgegangen, um etwa die Hälfte auf 89 ha; allerdings ist bei Rotklee zur Samenernte im 2. Schnitt der Anmeldeschluss noch nicht erreicht.

Die Vermehrungsflächen der übrigen Fruchtarten sind in Tab. 6 dargestellt. Die Vermehrung von Ölfrüchten (Raps beider Wechselformen und Winterrübsen) wurde ausgedehnt. Unter den sonstigen Arten sind u.a. Zucker- und Futterrüben zu finden. Bei Rübensamen findet unter unseren klimatischen Bedingungen keine Produktion von Zertifiziertem Saatgut statt, es werden nur hohe Stufen auf kleinen Zuchtgartenflächen vermehrt.


Kontakt:
Willi Thiel
Leiter Anerkennungsstelle für Saat- und Pflanzgut
Telefon: 0511 3665-4370
Telefax: 0511 3665-4508
E-Mail:
Eric Preuß
Anerkennung von Saat- und Pflanzgut
Telefon: 0511 3665-4353
Telefax: 0511 3665-994353
E-Mail:


Stand: 12.06.2017



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