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Grünlandreifeprüfung 2018 - 4. Mitteilung

In der 19. Kalenderwoche wurden erneut die Grünlandstandorte in Niedersachsen beprobt, um die allgemeine Erntereife und Siliereignung für weidelgrasreiches Dauergrünland einzuschätzen. Die Ergebnisse der Futterwertanalysen durch die LUFA Nord-West und die Prognose der Ertrags- und Qualitätsentwicklung bis Donnerstag, den 17. Mai, sind in Tabelle 1 dargestellt.

 

 

Stand der Grünlandvegetation

Die Aufwuchshöhen der Grünlandbestände lagen in den Tagen vor Himmelfahrt zwischen 30 bis 40 cm bei einem Ertragsniveau von etwa 0,9 dt Trockenmasse bis 1,3 dt TM je cm Aufwuchshöhe. Das zeigt: die beprobten Grünlandbestände weisen dichte bis sehr dichte Narben auf. Mit knapp 40 cm Aufwuchshöhe setzten in den Regionen Hannover Braunschweig und westliches Niedersachsen vielerorts die Erntearbeiten ein. Bereits in der vorangegangenen 18. KW war dies mancherorts zu beobachten. Bei 30 cm Aufwuchshöhe waren die Bestände in den Regionen nördliches und nordöstliches Niedersachsen sowie an der Küste am 8./9. Mai aber kaum erntereif. Dennoch wurden auch in diesen Regionen vielerorts bereits die Mähwerke eingesetzt, um die trockene Witterung bei guter Befahrbarkeit zu nutzen und das Risiko einer nachfolgenden Niederschlagsfront auszuschließen.

Die Rohfasergehalte erreichten mit 21,5 % Rohfaser (Vorwoche: 20,9 XF % i.T.) nun auch im nordöstlichen die erforderlichen Werte für die Milchviehfütterung. Die Rohfaserwerte in den Regionen Küste und nördliches Niedersachsen haben sich dagegen kaum verändert und stagnierten bei 21,7 % auf dem Niveau der Vorwoche.

Das dort eingefahrene Grundfutter ist in der Regel noch sehr jung und sollte ggf. mit einem strukturreichen Ausgleichsfutter in der Ration gefüttert werden.

In den weiteren Regionen (Hannover Braunschweig, Weser-Leine Bergland, westliches Niedersachsen) waren die Grünlandbestände dagegen weiterentwickelt und konnten bei Rohfaserwerten ab 23 % (XF%i.T.) einsiliert werden.

Ein ähnliches Bild der Erntereife ergibt sich durch die Rohproteinwerte. Die Rohproteingehalte unserer Aufwuchsproben wurden in den erntereifen Beständen allgemein sehr günstig (17,9 - 20 %) beurteilt, an einigen Standorten im nördlichen Niedersachsen und der Küste jedoch mit 21-22 % (XP%i.T.) etwas erhöht. Die sonnige Witterung und günstige Anwelkbedingungen erlaubten jedoch insgesamt eine gute Vergärbarkeit bei ausreichenden Zuckergehalten im Erntegut.

Die Energiegehalte der Aufwüchse betrugen am 9. Mai (Frischgras) 6,5 MJ NEL/kg TM) in Hannover Braunschweig und bis 6,8 MJ NEL/kg TM  im nördlichen Niedersachsen und der Küstenregion.

Allgemein ist in diesem Jahr von sehr günstigen Vorraussetzungen für eine hochwertige Grundfutterversorgung der Milchviehbestände vom ersten Schnitt des Jahres auszugehen, auch aufgrund der günstigen Wetterlage.

Weitere Entwicklung auf dem Dauergrünland

Die bisher vergleichsweise hohen Rohproteingehalte von bislang nicht geernteten Grünlandbeständen erlauben auch noch einschließlich der 20. Kalenderwoche in allen Regionen die Nutzung der Aufwüchse des ersten Schnittes als Grundlage für die Verfütterung an das Milchvieh mit hohen Leistungen. Am 17. Mai kann in weidelgrasreichen Grünlandbeständen dann noch ein Grundfutter mit Energiegehalten zwischen 6,1 bis 6,4 MJ NEL je kg Trockenmasse bei 24 - 26 % (XF%i.T.) und 15 -18 % (XP%i.T.)  geerntet werden. In der 21. / 22. Kalenderwoche bereits mit einer frühen Heuernte begonnen werden, sofern die Witterung dies erlaubt.

 

Wir beenden unsere diesjährige Berichterstattung mit Hinweisen zur Schnitreife der Grünlandaufwüchse mit diesem Bericht.


Kontakt:
Gerd Lange
Berater Grünland und Naturschutzprogramme
Telefon: 04271 945-224
Telefax: 04271 945-222
E-Mail:
Felicitas Kaemena
Beraterin Grünland
Telefon: 04401 82956-12
Telefax: 04401 82956-11
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Stand: 14.05.2018



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