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Agrarumweltmaßnahmen: Besondere Förderbestimmungen beim Anbau von Zwischenfrüchten und Untersaaten

Teilnehmer an den alten NAU/BAU-Maßnahmen A7 (Anbau von Zwischenfrüchten/Untersaaten) und W2 (Anbau von winterharten Zwischenfrüchten/Untersaaten) mit Verpflichtungen, die über das Jahr 2014 hinaus laufen, haben von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Sommer 2014 einen Änderungsbescheid zur Umstellung Ihrer NAU/BAU-Verpflichtungen auf die Maßnahmen AL21 (Anbau von Zwischenfrüchten/Untersaaten) und AL22 (Anbau von winterharten Zwischenfrüchten/Untersaaten) des neuen NiB-AUM-Programms erhalten.

Mit dem Bescheid wurde auch das Merkblatt zu den Besonderen Förderbestimmungen in den neuen Maßnahmen versandt. Diese Förderbestimmungen gelten, sofern der Antragsteller der Umstellung zugestimmt hat. Im anderen Fall ist die Verpflichtung in NAU A7 bzw. W2 am 14.09.2014 ausgelaufen.

Inzwischen wurden die Besonderen Förderbestimmungen in AL21 und AL22 auf Grund einer Forderung der EU-Kommission wie folgt geändert:
- die Düngung von Zwischenfrüchten ist grundsätzlich untersagt, eine Startdüngung bleibt aber zulässig,
- der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zwischen Aussaat und dem 15.2.(AL21) bzw. 1.03. (AL22) ist untersagt,
- die Zwischenfrüchte/Untersaaten dürfen ab dem 15.02. (AL21) bzw. 1.03. (AL22) ausschließlich mechanisch beseitigt werden. Die Beseitigung der Zwischenfrucht/Untersaat mit Pflanzenschutzmitteln ist nicht zulässig.

Einzelheiten entnehmen Sie dem ergänzendem Merkblatt AL2, das unten angefügt ist.

Gleichzeitig wurde von dem Richtliniengeber geregelt, dass in den Maßnahmen AL21 und AL22 Zwischenfrüchte bzw. Untersaaten jährlich auf mindestens 5% der Ackerflächen des Betriebes anzubauen sind. Dabei muss in dem ersten Verpflichtungsjahr der Anbau im bewilligten Umfang erfolgen; in den weiteren Verpflichtungsjahren kann der Umfang des Anbaus an Zwischenfrüchten bzw. Untersaaten reduziert werden jedoch nicht unter die 5%-Grenze, ohne dass das zu einer Rückforderung führt. Bei der Berechnung sollen auch Flächen berücksichtigt werden, die als ökologische Vorrangflächen angemeldet werden. Diese Regelung muss allerdings noch von der EU-Kommission genehmigt werden.

Die hier genannten Antragsteller können aufgrund der geänderten Förderbedingungen ihre Zustimmung zur Umstellung der NAU/BAU-Verpflichtung sanktionslos zurücknehmen. Die Verpflichtung gilt damit als ausgelaufen, für die im Herbst 2014 angebaute Zwischenfrucht bzw. Untersaat gelten keine Auflagen aus NAU/BAU mehr.

Ein aktuelles Merkblatt zu AL21 und AL22 mit den aktuellen Besonderen Förderbestimmungen erhalten die Antragsteller mit der Auszahlungsmitteilung Mitte Februar 2015.

Antragstellern, die 2014 einen Erstantrag auf die Maßnahmen AL21 oder AL22 gestellt haben, wurden die geltenden Besonderen Förderbestimmungen in einem Merkblatt Ende Dezember 2014 als Anlage zu dem Bewilligungsbescheid mitgeteilt. Dabei ist zu beachten, dass die Auflagen in AL21 grundsätzlich auch für AL22 gelten, sofern sie in AL22 nicht anderes geregelt sind.

Wichtiger Hinweis:
Sowohl für die Umsteller der NAU/BAU-Verpflichtungen als auch für die Erstantragsteller AL21/AL22 gilt: für die AUM-Flächen mit Zwischenfrüchten bzw. Untersaaten sind aktuelle Schlagkarteien zu führen. Ein Muster der Schlagkartei haben die Antragsteller von der LWK mit dem Änderungsbescheid bzw. dem Bewilligungsbescheid erhalten. Muster der Schlagkartei, auch in digitaler Form, sind für diese und andere AUM im Internet veröffentlicht unter http://www.aum.niedersachsen.de und www.lwk-niedersachsen.de/aum .

Förderspezifische Aufzeichnungen (Schlagkarteien)
http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/foerderung/nav/686/article/27027.html


Kontakt:
Christof Mietkowski
Direktzahlungen, Agrarumweltmaßnahmen
Telefon: 0511 3665-1338
E-Mail:


Stand: 08.12.2015



PDF: 686/3A051029-CFC7-9A9E-E47566E9F334C475.pdf - 19.4541015625 KB   Ergänzendes Merkblatt AL2   - 19 KB