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Änderungsanträge bei AL2 und AL5 nach dem Termin zur Abgabe des Sammelantrages

Bei den rotierenden Agrarumweltmaßnahmen NiB-AUM AL2 und AL5, deren Verpflichtungen erst deutlich nach dem 15.05.2015 beginnen (z. B. Anbau der Zwischenfrucht 2015/2016), sollen auch nachträgliche Änderung des Auszahlungsantrages möglich sein. Insbesondere die Änderungen von ökologischen Vorrangflächen im Greening („Kompensation“) oder eine Änderung der Anbauplanung können Auswirkungen auf die beantragten ZF-Flächen haben. 

In den oben genannten Fördermaßnahmen sind unter folgenden Voraussetzungen Änderungen im Auszahlungsantrag auch nach dem 15.5. zulässig:

a) Änderungen können sich ausschließlich auf Schläge beziehen, die fristgerecht bzw. bis zum Ende der Nachfrist im Sammelantrag (Anlage 1a) gemeldet waren.

b) Die Änderung wird vom Antragsteller schriftlich per Post oder per Fax zwingend vor dem 01.10. des Jahres angezeigt. Später eingehende Änderungen werden nicht mehr für die Zahlung, sondern nur noch für die Berechnung der 5% Grenze berücksichtigt.

c) Die Änderung darf nur im beantragten Umfang berücksichtigt werden, es ist keine Erhöhung der beantragten AUM-Fläche zulässig.

Beispiel: Wenn in der Anlage 2 zum 15.05.2015 insgesamt 10,0000 ha bei AL21 beantragt wurden, dann sind auch nach Änderungsantrag max. 10,0000 ha zur Auszahlung zulässig. Lediglich die Lage der Antragsflächen darf sich ändern.

Teilnehmer an AL2 (AL21, AL22) sind verpflichtet, jährlich auf mindestens 5% der Ackerfläche  des Betriebes in Niedersachsen und Bremen Zwischenfrüchte oder Untersaaten anzubauen. Dabei werden ZF-Flächen, die nur als ÖVF beantragt werden, zur Erfüllung der 5% - Grenze bei AL2 heran gezogen.
AL2-Antragsteller, die keine ausreichende (<5%) oder keine Fläche zur Zwischenfrucht (AUM oder öVF) angemeldet haben, sollten prüfen, ob noch ZF-Flächen zur Erfüllung der 5%-Grenze nachgemeldet werden können. Anderenfalls droht ihnen eine Rückforderung.
Bei AL2-Antragstellern ohne ZF-Flächenangabe im ersten Verpflichtungsjahr (2014/2015) wird die Bewilligung aufgehoben. Wurden allerdings für 2014/2015 ZF-Flächen beantragt und für 2015/2016 keine ZF-Flächen beantragt, dann kann eine Nachmeldung erfolgen (zur Einhaltung der 5%-Grenze, ohne Auszahlung für die ZF 2015/2016).

Analog können bei der Fördermaßnahme AL5 „Verzicht auf Bodenbearbeitung nach Mais“ bis zum 1.10. des Jahres ebenfalls Mais-Flächen nachgemeldet werden, wenn diese fristgerecht im Sammelantrag (Anlage 1a) gemeldet waren.

Unter den gleichen Voraussetzungen (a, b) können ZF-Flächen als ökologische Vorrangflächen (öVF) nachgemeldet werden, wobei der Wert an öVF durch die nachträglichen Änderungen bei öVF nicht erhöht werden kann.
Antragsteller, die die Direktzahlungen  beantragen, sind durch Greening grundsätzlich verpflichtet, jährlich 5% der Ackerfläche als ökologische Vorrangfläche (ÖVF) auszuweisen. Es ist nun möglich, ZF-Flächen als öVF nachzumelden, die im Sammelantrag am 15.05. nicht als öVF gemeldet wurden.

Sofern bei einer Vor-Ort-Kontrolle festgestellt wird, dass die erklärte öVF nicht vorhanden ist, nicht den Anforderungen entspricht, kleiner als beantragt festgestellt wird und der Landwirt ansonsten unter die erforderlichen 5% öVF fällt, kann er während der Vor-Ort-Kontrolle dem Prüfer mitteilen, dass er noch nicht angegebene ökologische Vorrangflächen zur Kompensation hat, z.B. Landschaftselemente oder Zwischenfrüchte. Diese können dann ggfs. herangezogen werden, jedoch auch nur, wenn sie zum 15.05. ordnungsgemäß gemeldet wurden. Diese Flächen werden dann vor Ort kontrolliert.


Kontakt:
Christof Mietkowski
Direktzahlungen, Agrarumweltmaßnahmen
Telefon: 0511 3665-1338


Stand: 26.08.2015