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Heidelbeeren - klein, tiefblau, beerenstark

Sommerzeit ist Beerenzeit und zu den wertvollsten runden Früchtchen zählen die Heidelbeeren. Sie sehen nicht nur verführerisch aus und schmecken in Pfannkuchen, Quark, Smoothie, Muffins und Co., sie stecken auch voller wertvoller Inhaltsstoffe. Manche Heidelbeerfreunde sprechen sogar vom blauen Wunder, wenn es um die inneren Werte der blauen Beeren geht.

 

Wild und klein sowie groß und kultiviert
Es gibt sie wild und klein oder groß und kultiviert. Die Kulturheidelbeeren besitzen im Unterschied zu ihren wilden Schwestern unter ihrer dicken Schale ein weißes Fruchtfleisch. Die Waldheidelbeeren hingegen sind ganz tiefblau durchgefärbt. Beide Formen enthalten so viel vom blauen Farbstoff, dass ihr Genuss nicht verborgen bleibt, denn Zunge und Zähne färben sich blau. Die hauptsächlich auf den Märkten angebotenen Kulturheidelbeeren stammen nicht, wie oft vermutet, von in Europa heimischen Waldheidelbeeren ab, sondern sind ein Zuchtergebnis mit nordamerikanischen Vorfahren.

Saison
Die heimische Heidelbeersaison beginnt mit der Hochsommerzeit und geht bis September. In dieser Zeit können die blauen Früchtchen auch beim Heidelbeerbauern selbst gepflückt oder gekauft werden. Adressen und weitere Links zu Direktvermarktern finden Sie unter www.service-vom-hof.de

Übrigens: Niedersachsen ist mit Abstand Heidelbeerland Nr. 1 in Deutschland.

…verdienen das Prädikat „besonders wertvoll“
Schon in der Antike wurden Heidelbeeren zur Behandlung von Harnwegsinfekten und Magen-Darm-Problemen verwendet. Im Mittelalter setzte Hildegard von Bingen getrocknete Heidelbeeren gegen Durchfall ein. Heute weiß man, dass die in den blauen Früchten enthaltenen Gerbstoffe durch ihre adstringierende Wirkung – sie ziehen die Schleimhäute zusammen – die Heilung von Entzündungen beschleunigen und die Vermehrung von Bakterien hemmen.

Die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, die der Beere ihre tiefblaue Farbe geben, sogenannte Anthocyane besitzen antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. Zudem sollen sie das Immunsystem stärken und vor Ablagerungen in den Blutgefäßen schützen.

Darüber hinaus sind Heidelbeeren reich an Provitamin A, dem ß-Carotin sowie den Vitaminen C und E. Auch ihre Mineralstoffgehalte können sich sehen lassen, besonders Eisen, Calcium und Kalium.

Transport und Lagerung
Heidelbeeren sind wie alle Beeren besonders druckempfindlich. Sie sollten nach der Ernte oder dem Kauf vorsichtig transportiert und rasch verbraucht werden. Im Kühlschrank bleiben sie locker auf einem Tablett ausgebreitet etwa zwei Tage frisch. Tiefgefroren halten sie gut drei Monate.

Küchentipp: … besser baden als duschen
Vor dem Verzehr oder der Verwendung von Heidelbeeren in der Küche empfiehlt es sich, die Früchte zu baden: kurz im stehendem Wasser schwimmend waschen, schnell wieder herausnehmen und auf einem Papiertuch der Küchenrolle abtropfen lassen.


Kontakt:
Karin Nichter-Wolgast
Ernährung, Lebensmittelqualität, Verbraucher
Telefon: 0441 801-818
Telefax: 0441 801-819
E-Mail:


Stand: 05.07.2017



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