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Lage- und Preisbericht am 5.3.

Nach den vorausgegangenen deutlichen Preisrücknahmen entwickelte sich die Situation am hiesigen Schlachtschweinemarkt im Wochenverlauf zunehmend ausgeglichener. Die Situation am hiesigen Schlachtrindermarkt entwickelte sich im Bereich der männlichen und weiblichen Kategorien im Verlauf der zu Ende gehenden Woche unterschiedlich.

Eiermarkt weiterhin fest
Im Vorfeld des Osterfestes trifft eine große Nachfrage nach Eiern auf ein nach wie vor überschaubares Angebot. So fließt im Lebensmitteleinzelhandel das vorhandene Angebot flott vom Markt ab. Im Fokus der Verbrauchernachfrage stehen dabei Bodenhaltungs-Eier aus der heimischen Erzeugung. Auch die verarbeitende Industrie fragt wieder verstärkt Mengen nach. Dies führte in der zu Ende gehenden Woche zu leichten Preisanhebungen für Eier mit der Printung 3.  Insgesamt kennzeichnet sich der Markt durch wenig frei verfügbare Ware aus. Der Großteil der gehandelten Mengen ist bereits im Vorfeld kontrahiert. Zur Deckung von Bedarfslücken wird vornehmlich auf das niederländische Angebot zurückgegriffen. So kamen 2009 bereits 31,7 % der in den Haushalten gekauften Eier aus den Niederlanden. Auch in der kommenden Woche kann mit einem festen Marktverlauf und mindestens fest tendierenden Eierpreisen gerechnet werden.

Unveränderte Schweinepreise erwartet
Nach den vorausgegangenen deutlichen Preisrücknahmen entwickelte sich die Situation am hiesigen Schlachtschweinemarkt im Wochenverlauf zunehmend ausgeglichener. Während zu Beginn der Woche mitunter nochmals gewisse Überhänge schlachtreifer Schweine verzeichnet werden mussten, passen die Angebotsstückzahlen auch im Hinblick auf die neue Schlachtwoche nunmehr wieder besser zur Nachfrage, da die Marktbeteiligten auch im Schweinefleischabsatzgeschäft zum Monatsanfang eine gewisse Belebung verspüren, wenngleich die möglichen Absatzgeschäfte seitens der Schlachtunternehmen weiterhin eher beklagt werden. Vor dem Hintergrund der insgesamt leicht verbesserten Marktsituation werden im weiteren Verlauf überwiegend stabile Schweinepreise erwartet. Für die Schlachtwoche vom 5. bis zum 11. März 2010 nennt die VEZG einen gegenüber der Vorwoche unveränderten Schlachtschweinepreis in Höhe von 1,32 €/kg SG.

Schlachtrinderpreise entwickelten sich uneinheitlich
Die Situation am hiesigen Schlachtrindermarkt entwickelte sich im Bereich der männlichen und weiblichen Kategorien im Verlauf der zu Ende gehenden Woche unterschiedlich. Während das knappe Angebot an Schlachtkühen kaum ausreichte, den Bedarf der Schlachtunternehmen zu decken und diese mindestens stabile bis auch im Wochenverlauf leicht erhöhte Auszahlungspreise gewähren mussten, neigten die Jungbullenpreise zur Schwäche. In der kommenden Woche wird bei weiblichen Kategorien mit weiterhin mindestens fest tendierenden Kursen gerechnet. Bei Jungbullen werden bestenfalls stabile Kurse erwartet. Am Donnerstag, den 4. März 2010 stellte die VEZG nochmals einen gegenüber der Wochenfrist um 5 Cent ermäßigten R3 Jungbullenpreis in Höhe von 3,13 €/kg SG fest. Für Kühe der Klasse O3 (310 kg) nannte man einen um 1 Cent erhöhten Kurs von 2,21 €/kg SG.

Getreidemarkt ohne Impulse
Am Getreidemarkt fehlen weiterhin Nachfrage belebende Impulse, da sich sowohl die Mühlen als auch die Verarbeitungsbetriebe nur sporadisch mit neuem Rohstoff eindecken, weil ihre Läger gefüllt sind. Interesse besteht noch für Liefertermine ab Mai. Einige Marktbeteiligte hoffen, in nächster Zeit noch vom Weizen-Exportgeschäft profitieren zu können.
Sowohl die Kurse für Brot- als auch für Futtergetreide konnten sich dabei nicht immer behaupten. Eine Ausnahme ist lediglich beim Mais zu verzeichnen.
Weil die aktuelle Preisgestaltung für Braugerste nicht attraktiv genug ist, um deren Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten, wird es in Niedersachsen vermutlich deutliche Korrekturen bei der diesjährigen Aussaatfläche geben.

Kein Angebotsdruck beim Raps
Auch wenn der Preisauftrieb beim Raps zum Stillstand gekommen ist, kann er sich doch in positiver Hinsicht von den schwächelnden Getreidemärkten abheben. Neben dem schwachen Euro wird die Stabilität beim Rapspreis zusätzlich durch einen stetigen Verbrauchszuwachs bei pflanzlichen Ölen begünstigt. Der zunehmende Bedarf lässt sich in der EU nur zu etwa 70 % aus eigenem Anbau decken. Die Preisrelation zu Weizen liegt aktuell deutlich über dem langjährigen Mittel von knapp 2:1.

Erste Auspflanzungen von Frühkartoffeln zum Wochenende
Aktuell entspricht die Qualität der angelieferten Speisekartoffeln nicht immer den Anforderungen der Abnehmer. Gute Partien finden ihren Weg in die Abpackbetriebe. Solange diese mit ansprechender regionaler Qualität versorgt werden, wird es den Franzosen schwer fallen, sich im Markt zu etablieren.
Partien mit leichten Mängeln finden unter preislichen Zugeständnissen zum größten Teil ihren Weg im Export in Richtung Osteuropa. Es wird damit gerechnet, dass dort in den nächsten Wochen weiterer Bedarf an Lieferungen aus Deutschland besteht, der dann auch kurzfristig bedient werden kann.
Importierte Frühkartoffeln haben noch keine große Bedeutung. Nach und nach werden immer mehr Lieferländer aktiv, der Markt wird derzeit sondiert.
Nach der Schneeschmelze sind die leichten Sandböden im Raum Burgdorf wieder befahrbar. Es wird damit gerechnet, dass die ersten Auspflanzungen von Frühkartoffeln trotz Nachtfrost zum Wochenende erfolgen können. Einfache oder sogar doppelte über die Dämme gezogene Folie soll die Knollen vor widrigen Witterungseinflüssen schützen und das Wachstum beschleunigen.


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Hajo Wessel
Betriebswirtschaft, Markt
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Claus-Dieter Cramm
Markt- und Absatzfragen
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Stand: 05.03.2010