Lage- und Preisbericht am 27.8.
Am hiesigen Schlachtschweinemarkt herrschten in der zu Ende gehenden Woche insgesamt noch ausgeglichene Angebots- und Nachfrageverhältnisse vor.Angebot und Nachfrage standen sich am hiesigen Schlachtrindermarkt in der zu Ende gehenden Woche insgesamt ausgeglichen gegenüber.
Weiterhin feste Kurse für Ölschrote
Das Angebot am hiesigen Markt für Futterkomponenten im Bereich der Ölschrote bleibt hierzulande relativ knapp. Bei nicht zu reichlichen Schiffsankünften aus Südamerika und den USA, als auch infolge eines stetigen Abverkaufes im vorderen Bereich, bleibt das Sojaschrotangebot überschaubar. Die Forderungen bewegen sich dabei nach wie vor auf höherem Niveau, wenngleich zuvor erreichte Preisspitzen nicht mehr erzielt werden. Dennoch bleibt die Ware teuer. Am Markt für Rapsschrot zeichnet sich ebenfalls ein ähnliches Bild ab. Auch hier sind die Forderungen der Anbieter von der Höchstmarke Anfang August etwas zurückgekommen, doch bewegen sich hier die Kurse auf relativ hoher Basis. So bleibt auch am Rapsschrotmarkt die Ware am vorderen Markt knapp. Im Gegensatz zum Markt für Sojaschrot hat sich hier die Anfrage zuletzt allerdings etwas beruhigt und beschränkt sich vornehmlich nur auf einzelne Partien. Im Bereich der übrigen Futterkomponenten werden nach wie vor relativ hohe Preise verlangt. Etwas entgegenkommender entwickelten sich zuletzt Weizenkleiepellets.
Schweinemarkt neigt zur Schwäche
Am hiesigen Schlachtschweinemarkt herrschten in der zu Ende gehenden Woche insgesamt noch ausgeglichene Angebots- und Nachfrageverhältnisse vor. Das verfügbare Angebot fiel dabei im Wochenverlauf eher weiter zunehmend aus. Gleichzeitig war man auf Abnehmerseite nicht immer mehr bereit, die zusätzlich angebotenen Schweine aufzunehmen. Teilweise wurde auch von einer etwas ruhiger verlaufenden Nachfrage berichtet. Während sich die Auszahlungspreise in der zurückliegenden Schlachtwoche noch auf der bisherigen Basis behaupten konnten, sind infolge der unausgeglichenen Marktlage für die neue Schlachtwoche Preiskorrekturen scheinbar nicht zu verhindern. Für die Schlachtwoche vom 27. August bis 2. September 2010 nennt die VEZG einen Schweinepreis in Höhe von 1,43 €/kg SG. Im Vergleich zur Vorwoche sind dies 7 Cent weniger.
Ausgeglichener Schlachtrindermarkt
Angebot und Nachfrage standen sich am hiesigen Schlachtrindermarkt in der zu Ende gehenden Woche insgesamt ausgeglichen gegenüber. Dies galt sowohl für Jungbullen als auch für weibliche Kategorien. Auf den Fleischgroßmärkten wurde von einem stetig verlaufenden Rindfleischabsatz berichtet. Im Einstand als auch auf der Abgabeseite der Märkte konnte für die verschiedenen Teilstücke vornehmlich unverändertes Geld erzielt werden. In der kommenden Woche rechnen die Marktbeteiligten fortgesetzt mit einem stabilen bis festen Marktgeschehen. Am Donnerstag, den 26. August 2010, nannte die VEZG für QS-Ware einen R3-Jungbullenpreis in Höhe von 3,00 €/kg SG. Das war ebensoviel wie eine Woche zuvor. Für Kühe der Klasse O3 (310 kg) blieb es ebenfalls bei einem Kurs in Höhe von 2,30 €/kg SG.
Gute Braugerste knapp und sehr gefragt
Die gute Wetterlage des vorletzten Augustwochenendes ließ die Getreideernte in großen Teilen des Landes voranschreiten. In den Ackerbauregionen Niedersachsens stehen aber noch rund 10 % der Weizenernte auf dem Halm mit größtenteils Futterqualität. Entsprechend hat sich die Lage auf dem Futterweizenmarkt entspannt; die Preise geben weiter nach.
Nachgefragt wird derzeit insbesondere B-Weizen guter Qualität. Hier sind auch im südlichen Landesteil frei Lager Preise um 200 Euro je Tonne zu erzielen.
Bei Futtergerste dagegen zeigt sich bisher kein einheitliches Bild. Der Export insbesondere nach Nordafrika und den Nahen Osten hat kräftig zugelegt. Obwohl der Gerstenpreis in den Seehäfen schon wieder etwas nachgegeben hat, wird dort für Gerste noch mehr bezahlt als in den Veredlungsregionen.
Zeitweise Druck auf Rapspreise
Aufgrund der guten Aussichten für die kommende Sojaernte in den USA sowie der fallenden Rohölpreise geriet auch Raps vorübergehend unter Druck. Zur Wochenmitte zogen die Kurse aber wieder an.
Nach Beendigung der Rapsernte bestätigen sich um 10 bis 15 % reduzierte Erträge im Vergleich zum Vorjahr. Die sehr niedrigen Vorräte lassen im weiteren Verlauf eine recht stabile Preisentwicklung erwarten.
Unterdurchschnittliche Kartoffelerträge erwartet
Aufgrund der Witterungsverhältnisse tritt Erwinia auf. Um Problemen mit Retouren aus dem Wege zu gehen, nehmen einige Abnehmer nur noch vorgetrocknete Ware an.
Zur Belebung des Absatzes werden von verschiedenen Ketten Werbeaktionen mit unterschiedlichen Gebindegrößen gefahren.
Übergrößen sind aufgrund der eher mittelfallenden Knollen nur knapp bedarfsdeckend vorhanden. Daher können nicht alle Lieferanfragen, speziell nach Osteuropa, erfüllt werden.
In Erwartung eines auch für die Haupternte eher unterdurchschnittlichen Hektarertrages war das Preisniveau zuletzt insgesamt recht stabil. Ob das so bleibt, ist ungewiss. Während sich die abnehmende Seite durchaus schwächere Preise zur Haupternte vorstellen kann, möchten die Landwirte weiter von einem erzeugerfreundlichen Preisniveau profitieren.




