Webcode: 01032225

Gehörschutz: Das Ohr vergisst nie

Lärmschwerhörigkeit und Lärmtaubheit nehmen ständig zu. Und sie sind unheilbar. Darauf weist die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) anlässlich des Tags gegen Lärm am 26. April hin.

Häufiges Arbeiten in Bereichen mit hohen Schallpegeln, aber auch eine einmalige starke Lärmeinwirkung, das sogenannte Knalltrauma, können das Gehör schwer und dauerhaft schädigen. Lärm verursacht außerdem Stress und mindert die Konzentrations-

und Leistungsfähigkeit.

Die SVLFG gibt Tipps, wie man sich vor Lärm richtig schützt: Bereits, wenn Maschinen und Geräte angeschafft werden, sollte eine niedrige Schallemission ein Entscheidungskriterium sein. Vorhandene Geräte lassen sich eventuell lärmdämmend verkleiden oder einkapseln. Hilfreich kann auch eine geänderte Arbeitsorganisation sein. Ist dies alles nicht möglich, kommt die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) zum Einsatz: Ab einem Schalldruckpegel von 80 db(A) wird Gehörschutz dringend empfohlen, ab 85 db(A) ist er verpflichtend.

In der Landwirt- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau  werden diese Werte oft überschritten. Beispiele hierfür sind:

  • Arbeiten mit Motorsägen, Kreissägen, Freischneidern, Heckenscheren oder Rasenmähern,
  • Arbeiten mit Trennschneidern,
  • Arbeiten mit Hochdruckreinigern im Stall und Heißvernebelungsgeräten,
  • Arbeiten mit Zweitakt-Maschinen (z. B. Spaltenschieber im Kuhstall),
  • Arbeiten in Sauen- und Schweine-Mastställen,
  • Arbeiten mit Baggern, Ladern, Planierraupen, Rüttelplatten oder Kompressoren,
  • Arbeiten mit Erdaufbereitern, Buschholzhackern oder Kranzzerreißmaschinen,
  • Arbeiten mit Traktoren oder Geräteträgern sowie
  • die Jagdausübung mit Schusswaffen.

 

Ein gesundes Gehör ist die Basis des menschlichen Zusammenlebens. Es ermöglicht, miteinander zu kommunizieren, die Umgebung akustisch wahrzunehmen und auf einfache Weise miteinander abgestimmte Arbeitsabläufe zu gestalten. Akustische Signale, die ein gesundes Gehör wahrnimmt, warnen vor Gefahren.

Tipps und Informationen zum Thema Gehörschutz gibt die Broschüre "Körperschutz", zu finden im Internet unter www.svlfg.de > Prävention > Broschüren Prävention. (Quelle: SVLFG)


Zur Unterstützung bei Arbeitsschutzthemen können Sie natürlich einen Berater hinzuziehen. Berater der LWKn Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Saarland und deren Leistungsangebote für Arbeitgeber und Arbeitnehmer finden Sie auf den entsprechenden Internetseiten. 

 

  1.  

 

 


Kontakt:
Mechtild Seybering
Stellenmarkt, Arbeitsvermittlung, Qualitätsmanagement
Telefon: 0441 801-474
Telefax: 0441 801-392
E-Mail:


Stand: 28.04.2017