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Ergebnisse Landessortenversuche Öko-Körnerleguminosen 2011

 

In Ökobetriebe waren Körnerleguminosen wesentlicher Bestandteil der Fruchtfolge. Der Anbau erfolgt aus zweierlei Gründen. Zum einen stellen sie nach wie vor eine wertvolle wenn nicht sogar unverzichtbare Komponente in der Fütterung dar. Zum anderen liefern sie als Stickstoff fixierende Kulturen einen bedeutsamen Beitrag zur N-Versorgung der Fruchtfolge.

Trotz dieser überaus bedeutsamen Eigenschaften nimmt ihr Anbau in den letzten Jahren auch in Biobetrieben kontinuierlich ab. Gründe sind schwankende Erträge und daraus resultierende betriebswirtschaftliche Risiken. Allerdings bahnt sich damit ein Teufelskreis an. Weniger Nachfrage zieht weniger züchterische Aktivitäten nach sich. Die rückläufige Zahl von Neuzulassungen beim Bundessortenamt spricht da eine deutliche Sprache.  Das hat inzwischen auch die Politik erkannt und sich der verstärkten Förderung des heimischen Leguminosenanbaus verschrieben. Diverse Forschungsprojekte sind dazu angelaufen, die dem Anbau von Ackerbohnen und Erbsen sicherlich neue Impulse geben werden.

Es muss aber nicht erst auf die neuen Erkenntnisse gewartet werden. Auch aktuelle Sorten haben durchaus Potential, wie die nachfolgend beschriebenen Versuchergebnisse deutlich machen. Wichtig ist nur, dass Nährstoffversorgung und vor allem Fruchtfolge passen.

Auch bei den Körnerleguminosen können erstmalig die Ergebnisse aus den Nachbarbundesländern mit dargestellt werden. Mehr Ergebnisse bedeuten sicherere Bewertungen. Sortimentabsprachen mit den Nachbarländern Hessen und Schleswig-Holstein haben dies möglich gemacht. Leider standen nicht in jedem Jahr auf den dargestellten Standorten auswertbare Versuche zur Verfügung.

Die Ergebnisse der Versuche 2011 Ackerbohne, Körnererbsen und Blaue Lupine finden Sie am Ende dieser Seite zum herunterladen.

Ergebnisse zu weiteren Versuchen im Ökologischen Landbau finden Sie auch unter: Öko-Versuche

Saatgut aus ökologischer Erzeugung

Laut der EG-Verordnung Ökologischer Landbau gilt , dass grundsätzlich nur Bio-Saat- und Pflanzgut zu verwenden ist. Einen guten Überblick über das bundesdeutsche Gesamtangebot erhält man schnell und tagesaktuell im Internet. Unter http://www.organicxseeds.de/ sind alle ökologisch erzeugten, vertriebsberechtigten Saatgutpartien sortenspezifisch aufgelistet. Ist dort kein Saatgut der gewünschten Sorte gelistet, darf nach Antrag bei der Kontrollstelle auch konventionell erzeugte, ungebeizte Ware zum Einsatz kommen.


Bild: Versuchsanlage LSV Blaue Süßlupine


Kontakt:
Markus Mücke
Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-1378
Telefax: 0511 3665-991378
E-Mail:
Armin Meyercordt
Leiter Fachbereich Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-1394
Telefax: 0511 3665-991394
E-Mail:


Stand: 20.01.2012



PDF: 346/FA3D6462-E1FA-6D1F-837EB385058FDBD9.pdf - 192.047851562 KB   Sortenwahl Blaue Lupine 2011   - 192 KB