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Ökologischer Landbau: Ergebnisse LSV Körnererbsen und Ackerbohnen 2015

Ackerbohnen und Futtererbsen sind in vielen Ökobetrieben ein unverzichtbarer Bestandteil in der Fruchtfolge. Als Stickstoff fixierende Kulturen tragen sie nicht unerheblich zur N-Versorgung in der Fruchtfolge bei. Zudem hat die kontinuierliche Nachfrage für die Fütterung auch zu vergleichsweise stabilen Erzeugerpreisen geführt. Allerdings ist der Anbau auch von Unsicherheiten begleitet. Besonders phytosanitäre Ursachen, aber auch Schädlinge wie beispielsweise Blattläuse oder Blattrandkäfer erschweren den ökologischen Erbsen- und Ackerbohnenanbau. Daraus resultieren schwankende Erträge und betriebswirtschaftliche Risiken.


 

In diesem Jahr waren die Wachstumsbedingungen für Körnererbsen nicht schlecht. Gute Bedingungen zur Aussaat und zur mechanischen Unkrautregulierung sowie ein geringer Schädlingsdruck durch Blattläuse führten zu überwiegend guten Erträgen in der Praxis und in den Sortenversuchen.

Bei Ackerbohnen sah es anders aus. Die Wachstumsbedingungen waren zumindest auf leichteren Standorten nicht ideal, da witterungsbedingt das Wasser zur Blüte und Hülsenbildung knapp wurde. Flankierend kam teilweise sehr starker Blattlausbefall auf Praxisflächen dazu. Besonders in Beständen die unter Trockenstress litten, war der Befall sehr hoch, wodurch die Erträge zusätzlich negativ beeinflusst wurden. Betroffen waren auch die meisten Öko-Landessortenversuche die mit unbefriedigenden Erträgen reagierten.

Die Ergebnisse der Öko-Landessortenversuche Körnererbsen und Ackerbohnen 2015 finden Sie am Ende dieser Seite zum herunterladen.

Ergebnisse zu weiteren Versuchen im Ökologischen Landbau, bzw. Sortenversuche der zurückliegenden Jahre finden Sie unter: Öko-Versuche

Saatgut aus ökologischer Erzeugung

Laut der EG-Verordnung Ökologischer Landbau gilt , dass grundsätzlich nur Bio-Saat- und Pflanzgut zu verwenden ist. Einen guten Überblick über das bundesdeutsche Gesamtangebot erhält man schnell und tagesaktuell im Internet. Unter www.organicxseeds.de sind alle ökologisch erzeugten, vertriebsberechtigten Saatgutpartien sortenspezifisch aufgelistet. Ist dort kein Saatgut der gewünschten Sorte gelistet, darf nach Antrag bei der Kontrollstelle auch konventionell erzeugte, ungebeizte Ware zum Einsatz kommen.

 

 


Kontakt:
Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
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Stand: 21.01.2016