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Ergebnisse Landessortenversuche Blaue und Gelbe Lupinen 2015 im Ökolandbau

Neben den bekannten Körnerleguminosen Ackerbohne und Erbse gehört auch die Süßlupine zu der Gruppe der Hülsenfrüchte. Unterschieden wird zwischen der Gelben, Weißen und Blauen Lupine. Gegenüber Ackerbohne und Erbse erreichen sie höhere Rohproteingehalte und besitzen zudem eine ausgesprochen hohe Eiweißwertigkeit. Für den Einsatz in der Fütterung sind sie demnach sehr interessant. Daneben finden die Süßlupinen zunehmend auch den Weg in die menschliche Ernährung. Insbesondere die Weiße und die Blaue Lupine werden für die Verarbeitung nachgefragt. Von Lupinenmehl über Lupinenmilch bis hin zum Lupineneis lassen sich zahlreiche Produkte aus diesen Süßlupinen herstellen.

 

Zwischen den Gelben, Weißen und Blauen Lupine sind die variierenden Standortansprüche zu beachten. Die Gelbe Lupine gedeiht auf sehr leichten sandigen Böden. Die Blaue Süßlupine wächst auf leichten bis mittleren Standorten und die Weiße Lupine benötigt lehmigere Böden mit guter Wasserführung und höheren pH-Werten.

Im Jahr 2015 wurden zwei Öko-Sortenversuche mit Blauen Lupinen angelegt. Im westlichen Niedersachsen fand die Prüfung auf dem Versuchsstandort Waldhof der Hochschule Osnabrück statt und im östlichen Niedersachsen auf dem Bauck-Hof in Klein Süstedt bei Uelzen. Hier ist auch ein zusätzlicher Sortenversuch mit Gelben Lupinen angelegt worden. Die diesjährigen Durchschnittserträge der Sortenversuche liegen mit rund 28 dt/ha auf beiden Standorten für Blaue Lupinen auf einem ausgesprochen hohen Niveau. In der Praxis werden solche Erträge unter ökologischen Anbaubedingungen nicht sehr häufig erreicht. Dagegen fällt das Ertragsniveau bei den Gelben Lupinen mit rund 16 dt/ha vergleichsweise schwach aus.

Die Ergebnisse der Öko-Landessortenversuche Lupinen 2015 finden Sie am Ende dieser Seite zum herunterladen.

Saatgut aus ökologischer Erzeugung
Laut der EG-Verordnung Ökologischer Landbau gilt , dass grundsätzlich nur Bio-Saat- und Pflanzgut zu verwenden ist. Einen guten Überblick über das bundesdeutsche Gesamtangebot erhält man schnell und tagesaktuell im Internet. Unter www.organicxseeds.de sind alle ökologisch erzeugten, vertriebsberechtigten Saatgutpartien sortenspezifisch aufgelistet. Ist dort kein Saatgut der gewünschten Sorte gelistet, darf nach Antrag bei der Kontrollstelle auch konventionell erzeugte, ungebeizte Ware zum Einsatz kommen.

 

 


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Stand: 27.01.2016