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Ergebnisse Landessortenversuche Öko-Hafer 2015

Hafer gilt als Gesundungsfrucht und ist wegen seiner vergleichsweise geringen Nährstoffansprüche im Ökolandbau aus pflanzenbaulicher Sicht zweifellos interessant für den Anbau. Die Erzeugerpreise bewegten sich in den Vorjahren auf unbefriedigendem Niveau. Gegenwärtig haben sich die Erlöse verbessert. Insbesondere Partien mit einem hohen Hektolitergewicht sind gefragt.

Beim Hektolitergewicht sind mindestens 54 kg/hl gefordert. Daran orientiert sich in der Regel auch die Preisbildung. Dieses Niveau wurde in den Sortenversuchen 2015 nur in Alsfeld (Hessen) erreicht. Am niedersächsischen Standort Oldendorf II konnten nur wenige Sorten dieses gewünschte Niveau erreichen.

Für die Haferflockenverarbeitung ist die Rohkernausbeute ein wichtiger Parameter.  Sie gibt Auskunft über die Menge Haferflocken, die sich aus einer Dezitonne Rohhafer gewinnen lässt. Leider schlägt sich dies bisher nicht in der Preisfindung wider. Entsprechende Untersuchungen werden zurzeit nur von den Versuchen aus Niedersachsen durchgeführt.

Der Anbau von Hafer erfolgt in erster Linie zu Konsumzwecken. Bei der Sortenwahl sollte deshalb besonders auf die von der abnehmenden Hand geforderten Qualitäten beim Hektolitergewicht und bei der Rohkernausbeute geachtet werden.

Die Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Hafer 2015 können am Ende dieses Beitrages heruntergeladen werden.

Ergebnisse zu weiteren Öko-Versuchen auch aus zurückliegenden Jahren finden Sie unter:  Öko-Versuche

Saatgut aus ökologischer Erzeugung

Laut der EG-Verordnung Ökologischer Landbau gilt , dass grundsätzlich nur Bio-Saat- und Pflanzgut zu verwenden ist. Einen guten Überblick über das bundesdeutsche Gesamtangebot erhält man schnell und tagesaktuell im Internet. Unter www.organicxseeds.de sind alle ökologisch erzeugten, vertriebsberechtigten Saatgutpartien sortenspezifisch aufgelistet. Ist dort kein Saatgut der gewünschten Sorte gelistet, darf nach Antrag bei der Kontrollstelle auch konventionell erzeugte, ungebeizte Ware zum Einsatz kommen.

 


Kontakt:
Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
E-Mail:


Stand: 02.02.2016