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Wasserschutz Feldbegänge 2015

Auch in 2015 wurden den Landwirten in den ostfriesischen Wasserschutzgebieten wieder zahlreiche Möglichkeiten geboten sich über neue Trends zur grundwasserschutzorientierten Landbewirtschaftung zu informieren.

Im Januar fand die traditionelle Infoveranstaltung in Hesel statt. Hierzu konnte die Wasserschutzberatung 41 Teilnehmer begrüßen. Es wurden Themen wie die neue Düngeverordnung, Nmin-Ergebnisse vom Herbst 2014, Anbau von Untersaaten in Silomais und neue Aspekte zum Thema Bodenuntersuchungen angesprochen und rege diskutiert. Im März wurden im WSG Collinghorst auf einem Grünlandfeldbegang die verschiedenen Strategien zur Grünlanddüngung im WSG beleuchtet. 31 Teilnehmer konnten sich mit den verschiedenen Referenten austauschen und viele Ratschläge für die kommende Saison einholen. Auch die verschiedenen Techniken zur Grünlandpflege wurden diskutiert. Im Juni wurde ein Feldbegang

für die ökologisch wirtschaftenden Betriebe im WSG Weener angeboten. Zu diesem Termin kamen auch viele Landwirte (38 Teilnehmer), die über die Umstellung ihrer Betriebe nachdenken. Vorgestellt wurde ein ökologischer Milchviehbetrieb mit AMS und automatischer Fütterung. Anschließend wurde eine Demofläche zur Schwefeldüngung im Grünland besichtigt. Auch im Juni konnte im WSG Hesel-Hasselt eine Demofläche zu der Thematik Gülleunterfußdüngung im Mais begutachtet werden. Im Herbst 2014 wurde auf einer Praxisfläche verschiedene ZF (Senf, Ölrettich, Raps und eine ZF-Mischung) angebaut. Im Frühjahr und im Sommer konnte dann beobachtet werden, wie sich die unterschiedlichen Parzellen entwickelten.

Im September wurde ein Feldtag veranstaltet. Die ca. 100 Teilnehmer konnten am Vormittag verschiedene Vorträge zu den Themen Silierung von Leguminosen, Vermeidung von Punkteinträgen bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM), Wirkstoffe und Metabolite von PSM im Grundwasser hören. Die verschiedenen Vorträge, vor allem die Themen rund um den Pflanzenschutz, wurden rege diskutiert. Am Nachmittag wurden auf dem Feld verschiedene Themen zum grundwasserschutzorientierten Pflanzenbau und eine umfangreiche Maschinenvorführung geboten. Gezeigt wurden unter anderem Untersaaten in Getreide. Es wurde anschaulich dargestellt wie unterschiedlich sich Untersaaten bei verschiedenen Aussaatzeitpunkten (Frühjahr/Herbst) entwickeln. Auch wurde gezeigt wie sich die Untersaaten nach verschiedenen Erntezeitpunkten (GPS oder Drusch) entwickeln. Auf einer weiteren Fläche konnten verschiedene Maissorten und unterschiedliche

Zwischenfruchtmischungen besichtigt werden. Zum Thema Grünland konnte eine Grünlanddemonstration gezeigt werden. Verschiedenen Gräsermischungen wurden gezeigt und es konnten ausführlich deren Vor- und Nachteile diskutiert werden. An einer weiteren Station wurde anhand einer Profilaufnahme dargestellt wie die Ackerfähigkeit von Böden beurteilt wird. Ebenfalls im September fand im WSG Aurich Egels ein Feldbegang statt. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit dem Spezialberatungsring für Rinderhaltung und Futterbau e.V. durchgeführt. Themen waren neben einer Maisdemo, von 43 Maissorten: Untersaaten im Mais, Einsatz von Ersatz- Pflanzenschutzmitteln im Maisanbau (Verzicht auf Terbuthylazin und S-Metolachlor) und Maislegetechnik in Dammkultur. Auf einer weiteren Fläche gab es die Möglichkeit, sich über verschiedene Zwischenfrüchte (Wasserschutz- und Greeningfähig) zu informieren. Auch Technik durfte nicht fehlen. Es wurden Ausbringungsmethoden für Untersaaten sowie für Zwischenfrüchte vorgestellt. 73 Landwirte und

Schüler ließen den sehr interessanten Vormittag bei einem kleinen Mittagsimbiss ausklingen.

 

Ende September war die Wasserschutzberatung mit einem Stand auf dem Erntedankfest in Wittmund vertreten. Hier wurde unter dem Motto „Stadt – Land – Wasser“ die Arbeit der Wasserschutzberater vorgestellt. Die Besucher hatten die Möglichkeit, sich rund um Landwirtschaft und Ernährung zu informieren. Neben vielen Darbietungen auf zwei Bühnen gab es eine Podiumsdiskussion, bei der Vertreter des Wasserversorgers (OOWV), des NLWKN, der

Landwirtschaftskammer sowie der Kreislandwirt aus Wittmund vertreten waren.

Im Oktober fand das sogenannte „Klönfrühstück“ im WSG Hesel-Hasselt statt. Hier wurden die Ergebnisse der Demoanlage zum Thema Strip-Tillage dargestellt. Anschließend wurden Ergebnisse zum Thema Gülleunterfußdüngung aus dem WSG Collinghorst aus den vergangenen beiden Jahren vorgestellt. Hier lag der Schwerpunkt bei verschiedenen Ablagetiefen des Güllebandes sowie dem Einsatz von Nitrifikationshemmern. Abschließend konnten die 20 Teilnehmer auf dem Feld verschiedene Zwischenfrüchte sowie Untersaaten in Mais besichtigen.

Der letzte Feldbegang fand im Dezember im WSG Marienhafe-Siegelsum statt, 16 Teilnehmer konnten zu diesem Termin von der Wasserschutzberatung begrüßt werden. Los ging es mit der Besichtigung des Wasserwerkes Siegelsum. Herr Claassen (Leiter des Wasserwerks) referierte über die Entstehung des Werkes, die Wege des Grundwassers und die Weiterleitung zum Verbraucher. Im Anschluss ging es aufs Feld, wo Herr Stroman uns Zwischenfrüchte präsentierte, die Ende September teils mit und teils ohne Bodenbearbeitung eingebracht wurden. Die Besonderheit auf dieser Fläche war, dass der Mais auf der Demofläche eine Woche vor dem Rest der Fläche ausgesät und auch eine Woche eher geerntet wurde. Auf der Fläche wurden über das Jahr verteilt regelmäßig Ertragsermittlungen durchgeführt. Die Haupterkenntnis war hier, dass es durchaus möglich ist, trotz des nicht so optimalen Maisjahres, Greeningmaßnahmen nach der Ernte durchzuführen.

 

 


Kontakt:
Clara Penon
Beraterin Wasserschutz
Telefon: 0491 9797-24
Telefax: 0491 9797-16
E-Mail:
Denny Faß
Berater Wasserschutzberatung
Telefon: 04941 921-143
Telefax: 04941 921-151
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Stand: 19.01.2016