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Flüchtlinge: Kammer zeigt grüne Berufe und Betriebe

„Jeder Mensch hat Potential“ - gute Chancen in Land- und Hauswirtschaft sowie im Gartenbau

Pressemitteilung vom 26.01.2016

Auf Initiative der Landwirtschaftskammer Niedersachsen besuchten am 26. Januar 50 Flüchtlinge drei landwirtschaftliche Betriebe im Raum Hannover, um sich über die vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten im grünen Sektor zu informieren. Neben Arbeitsplätzen auf Betrieben mit Milchviehhaltung, Ackerbau, Biogas und Geflügelhaltung wurden auch die Tätigkeiten im Gemüseanbau sowie in der Direktvermarktung und im Hofcafé vorgestellt.

„Die Landwirtschaftskammer stellt sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und unterstützt die Integration von Flüchtlingen“, sagte Kammervizepräsident Heinrich Grupe bei der Zusammenkunft in der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Ahlem der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Derzeit bereite die Kammer Beratungs- und Qualifizierungsangebote für die Bereiche Tierhaltung, Gartenbau und Hauswirtschaft vor, mit denen Flüchtlinge unter dem Motto „Jeder Mensch hat Potential“ fit gemacht werden sollen für Arbeiten im Agrarsektor. „Auch die grünen Berufe bieten den Flüchtlingen eine Chance, Fuß zu fassen, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren und ein neues Leben aufzubauen“, so der Vizepräsident. In der Agrarwirtschaft seien zurzeit gut 100.000 Versicherungspflichtige beschäftigt.

An den Betriebsbesichtigungen nahmen neben den Flüchtlingen im Alter von 20 bis 40 Jahren auch Schülerinnen der Berufsbildenden Schule in Hannover teil, die unter anderem im Bereich Hauswirtschaft unterrichtet werden. Zuerst wurde das Rittergut Groß Munzel in Barsinghausen besichtigt, dort zeigte Betriebsinhaber Arndt von Hugo die Hähnchenmast und gab einen Einblick in den Ackerbau. Mit dem Hof der Familie Arkenberg in Wunstorf lernten die Teilnehmer einen Milchviehbetrieb mit Biogas und Ackerbau kennen. Auf Wegeners Hof in Wunstorf stellte Ehepaar Wegener neben dem Gemüseanbau Hofladen und Hofcafé vor.

Während der gesamten Veranstaltung zeigten die Teilnehmer ein reges Interesse an den Betrieben – Fragen wurden ansatzweise in Englisch gestellt, zum größten Teil aber vom Dolmetscher übersetzt. In der abschließenden Gesprächsrunde ging es unter anderem um Aufenthaltsgenehmigung, Ausbildung und Vergütung in der grünen Branche. An einem Betriebspraktikum zeigten sich direkt einige der Flüchtlinge, die aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Sudan sowie von der Elfenbeinküste kamen, sehr interessiert.

Auch online wird Flüchtlingen und potentiellen Arbeitgebern geholfen. Auf der Homepage der Agrarjobbörse (www.agrarjobboerse.de) wird unter anderem über die Themen Arbeitserlaubnis, Duldungserlaubnis, Meldepflichten und Ausbildungsmöglichkeiten informiert.

Bereits Ende November 2015 hatte die Landwirtschaftskammer eine ähnliche Veranstaltung mit großem Erfolg im Raum Vechta/Osnabrück durchgeführt.

 

 


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Stand: 26.01.2016