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Landwirtschaftskammer Niedersachsen besteht zehn Jahre

Seit 2006 erfolgreich im Dienst von Agrarwirtschaft, Politik und Gesellschaft

Pressemitteilung vom 29.01.2016

Oldenburg – Mit Beginn dieses Jahres gibt es die Landwirtschaftskammer Niedersachsen zehn Jahre. Sie entstand 2006 im Rahmen der Niedersächsischen Verwaltungsreform durch die Fusion der beiden Kammern Hannover und Weser-Ems. „Das Ziel lautete damals, die Agrarverwaltung noch schlagkräftiger zu machen und gleichzeitig zu verschlanken“, erinnert sich der heutige Kammerdirektor Hans-Joachim Harms. Und er zieht eine positive Bilanz: „Im Rückblick kann man sagen, dass uns das gelungen ist.“

Selbständige und Auszubildende in den Berufen Landwirt, Gärtner, Forstwirt und Fischer schätzen nach Aussage des Kammerdirektors die kompetente und neutrale Beratung der Kammer und ihre Arbeit in der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Und für die zuverlässige Erledigung von Kontroll- und Prüfaufgaben setze das Land Niedersachsen ebenso auf die Kammer wie als Fachbehörde. In dieser Funktion stehe sie der Politik zum Beispiel bei der Erarbeitung von Verordnungen und Gesetzen mit ihrem Fachverstand zur Seite. „Wir haben uns als verlässlicher Partner für Praxis und Politik bewährt“, folgert Harms.

Und Kammerpräsident Gerhard Schwetje ergänzt: „In den zurückliegenden zehn Jahren hat die Kammer stets schnell auf aktuelle Entwicklungen reagiert und bei Problemen maßgebliche Impulse zur Lösung gesetzt.“ Zugute gekommen sei ihr dabei die gute Vernetzung mit allen wichtigen Akteuren im Agrarbereich: der Politik, den Verbänden und Institutionen im ländlichen Raum und der landwirtschaftlichen Praxis.

Als Beispiel nannte Schwetje die Diskussion um die Nährstoffüberschüsse im Nordwesten Niedersachsens. Mit dem von der Landwirtschaftskammer erarbeiteten Nährstoffbericht sei der Grundstein für umweltfreundliche und praxisnahe Problemlösungen gelegt worden. „Jetzt arbeiten wir daran, die Transporte von Naturdüngern aus den Zentren der Tierhaltung in die Bedarfsregionen des Ackerbaus weiter zu optimieren“, so Schwetje.

Die Kammer versteht sich nach Aussagen ihres Präsidenten in besonderer Weise als „Vermittler zwischen landwirtschaftlicher Praxis und kritischer Gesellschaft“. In den zurückliegenden zehn Jahren hätten sich die öffentliche Wahrnehmung von Landwirtschaft und die daraus abgeleiteten politischen Forderungen stark verändert. „Wir sehen eine unserer zentralen Aufgaben darin, die berechtigten Forderungen von Gesellschaft und Landwirtschaft in Einklang zu bringen“, präzisiert Schwetje das Selbstverständnis der Kammer.

Das gelte auch für die Debatte um das Tierwohl. „Durch den Neubau des Landwirtschaftlichen Bildungszentrums (LBZ) in Echem können neue wissenschaftliche Kenntnisse schnell in die landwirtschaftliche Praxis transportiert werden“, so Präsident Schwetje. Außerdem würde der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit geboten, sich anschaulich über moderne Tierhaltung zu informieren. Der gesellschaftliche und politische Zuspruch für dieses Projekt, das im September letzten Jahres feierlich eröffnet wurde, sei immens.

Aus Anlass ihres zehnjährigen Bestehens will die Kammer mit zehn größeren Veranstaltungen auf ihr breites Aufgabenspektrum hinweisen. Den Anfang macht die Landwirtschaftsmesse „RegioAgrar Weser-Ems“, die vom 24. bis 26. Februar in der Weser-Ems-Halle in Oldenburg ihre Premiere feiern wird. Darin integriert werden drei Dialogforen der Landwirtschaftskammer stattfinden, in denen die Themen Nährstoffkreislauf, Bildung und Eutergesundheit von Fachleuten und Praktikern diskutiert werden. Den Abschluss des Veranstaltungsreigens bildet die Kammerversammlung am 29. November, zu der Ministerpräsident Stephan Weil erwartet wird.

Ihren runden Geburtstag hat die Kammer auch zum Anlass genommen, einen Slogan zu kreieren, der ihren Servicegedanken kurz und prägnant wiedergibt: „Wir bieten Lösungen – regional und praxisnah“. „Damit dokumentieren wir, dass der Fokus unserer Arbeit auf das Land Niedersachsen und seine Betriebe aus Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau und Fischerei gerichtet ist“, erklärt Direktor Harms.


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Stand: 01.02.2016