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800 Teilnehmer informierten sich über pflanzenbauliches Versuchswesen

DLG und Landwirtschaftskammer veranstalteten Technikertagung in Hannover

Pressemitteilung vom 02.02.2016

Mit mehr als 800 Teilnehmern aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus den Nachbarländern war die 47. DLG-Technikertagung am 26. und 27. Januar 2016 in Hannover erneut das Veranstaltungshighlight aller am Versuchswesen in der Pflanzenproduktion interessierten Fachleute. Die Veranstaltung bot ihnen Referate zu den verschiedensten Themen des Feldversuchswesens, Erfahrungsberichte aus dem praktischen Einsatz und nicht zuletzt eine breite Kommunikationsplattform. Darüber hinaus zeigten mehr als 35 hoch spezialisierte Herstellerfirmen aus Deutschland, Dänemark, Schweden, Österreich, der Schweiz, Frankreich, den Niederlanden und Belgien in der Eilenriedehalle „High-Tech“–Lösungen für das Feldversuchswesen von der Aussaat über die Ernte bis hin zur Aufbereitung des Ernteguts. Veranstalter der jährlich zu Jahresbeginn stattfindenden Technikertagung ist der Ausschuss Versuchswesen in der Pflanzenproduktion der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Feldversuche: Grundlage für die Beratung der Landwirte

„Generell sind Feldversuche die Basis der landwirtschaftlichen Forschung in der Pflanzenproduktion und schaffen die Grundlagen für die Beratung der praktischen Landwirte“, hob Kammerdirektor Hans Joachim Harms in seinem Grußwort hervor. Er freue sich deshalb über den gelungenen Standortwechsel nach Hannover und ein neues Feld in der Zusammenarbeit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit der DLG.

Im Bereich der Pflanzenzüchtung, der Düngung, des Pflanzenschutzes etc. werden neue Sorten bzw. Produkte geprüft. Die aus den Versuchen gewonnenen Daten dienen der amtlichen Zulassung der Produkte und deren Empfehlung in der Praxis. In komplexen Systemversuchen werden die genannten Faktoren miteinander verknüpft, oftmals vor dem Hintergrund eines zwar ertragreichen, aber dennoch umweltgerechten Anbaus. Jährlich wird von der Agro-Industrie, Beratungsorganisationen, Hochschulen und auch von selbstständigen Dienstleistern eine Vielzahl von Fragestellungen in Freilandversuchen bearbeitet. In zahlreichen Kulturarten müssen viele Tausend kleine Mikroparzellen (ca. 10 m2) separat ausgesät, behandelt, bewertet und geerntet werden. Die Versuchstechniker sind mit der Durchführung und Betreuung dieser Versuche betraut und setzen dazu spezielle, teils hochkomplizierte Maschinen und Gerätetechnik ein. Eine extrem hohe Präzision der Arbeiten ist gefordert, eine umfangreiche Dokumentation aller Maßnahmen und Arbeiten ist heute unverzichtbar.

GPS-Anwendungen ein Schwerpunkt

Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Anwendung der Satellitenortung (hochpräzise GPS-Signale). Diese dient zur Steuerung von Aussaat- und Erntemaschinen bis hin zur völlig autonomen (selbstständigen) Betriebsweise, wobei sich der Mensch auf Überwachungsfunktionen beschränken kann und nur noch im Notfall eingreifen muss. Aufwändige Software-Lösungen ermöglichen es, die Technik bereits bei der vorbereitenden Planung bis hin zur Datenerfassung zu nutzen. Zielsetzung ist die Verbesserung der Präzision, der Dokumentation und die Effizienzsteigerung im gesamten Arbeitsprozess. Diese Technologie ist darüber hinaus die Grundlage für einen weiteren Quantensprung: Zukünftig soll mit Hilfe drohnengetragener Sensorsysteme das Pflanzenwachstum auf den Versuchsfeldern kontinuierlich beobachtet und exakt vermessen werden. Mit Hilfe dieser Daten können Reaktionen der Pflanzen auf Wetter- oder Stressbedingungen und anbautechnische Maßnahmen (Düngung, Pflanzenschutzmaßnahmen, etc.) besser verfolgt, beschrieben und bewertet werden. Dadurch können sich die Aussagefähigkeit bzw. der Informationsgehalt aufwändiger Feldversuche erheblich verbessern. Zur exakten Steuerung der Flugbahn der Drohnen sowie zur Erfassung, Filterung und Auswertung der Datenflut sind leistungsfähige Softwarepakete notwendig, die umfassendes Expertenwissen voraussetzen.

Die nächste DLG-Technikertagung findet am 31. Januar und 1. Februar 2017 wieder in Hannover statt.

Interessenten erhalten weitere Informationen zur 47. DLG-Technikertagung beim Vorsitzenden des DLG-Ausschusses für Versuchswesen in der Pflanzenproduktion, Dr. Jürgen Kauke (Landwirtschaftskammer Niedersachsen), Tel.: 0511/3665-4381 bzw. E-Mail: juergen.kauke@lwk-niedersachsen.de oder beim DLG-Fachzentrum Landwirtschaft. Ansprechpartner ist Dr. Alexander von Chappuis, Tel.: 069/24788-313 oder E-Mail: a.chappuis@dlg.org. (DLG)


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Stand: 02.02.2016