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LBZ Echem: CDU-Politiker diskutieren über Zukunft der Tierhaltung

Landwirtschaftliches Bildungszentrum geschätzte Anlaufstelle für Praktiker und interessierte Laien

Echem – Hochrangiger Besuch der CDU Niedersachsen im Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) in Echem: CDU-Landesvorsitzender Bernd Althusmann, CDU-Fraktionsvorsitzender Björn Thümler sowie Mitglieder des Arbeitskreises „Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung“ unter Vorsitz von Helmut Dammann-Tamke waren nach Echem gekommen, um in den Lehrwerkstätten über Fragen der modernen Tierhaltung zu diskutieren. Gleichzeitig informierten sich die Politiker über die Entwicklung des vor eineinhalb Jahren eröffneten Bildungszentrums.

„Unser LBZ setzt Maßstäbe in der landwirtschaftlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung“, sagte Kammerpräsident Gerhard Schwetje bei der Begrüßung der Gäste. Die Zusammenführung der Rinder- und Schweinehaltung in Echem, das Nebeneinander von konventioneller und ökologischer Tierhaltung sowie das pädagogische Konzept mit ausgewogenen Praxis- und Theorieanteilen sei in dieser Art „einzigartig in Deutschland“. „Sehr wichtig“ nannte Schwetje den Ansatz, die Verbraucher über die Methoden moderner Tierhaltung direkt in den Ställen zu informieren. Damit werde nicht nur Aufklärungsarbeit geleistet, sondern auch zur Annäherung von Landwirtschaft und Gesellschaft beigetragen.

Der Kammerpräsident bezeichnete das LBZ als „Drehscheibe“ für den Wissenstransfer in die landwirtschaftliche Praxis. „Neue Erkenntnisse, die auf wissenschaftlichen Untersuchungen basieren, können über die Bildungsangebote des LBZs direkt auf die Höfe transferiert werden“, erklärte er. Dabei werde man die inhaltlichen Schwerpunkte immer wieder neu setzen.

„Das LBZ hat großen Anteil daran, die Zukunft Niedersachsens als Agrarstandort Nr. 1 zu sichern“, sagte Kammerdirektor Hans-Joachim Harms im Hinblick auf die nicht unerheblichen Projektkosten. Sie beliefen sich für den Neubau der Schweineställe sowie die Erweiterung und Modernisierung des Rinderbereichs und des Internats auf rund 30 Millionen Euro. Davon hätten das Bundesinstitut für Berufsbildung knapp 15 Millionen Euro, das Land Niedersachsen 4 Millionen Euro und die Landwirtschaftliche Rentenbank knapp 700.000 Euro getragen. Der Eigenanteil der Kammer belief sich auf etwa 10 Millionen Euro.

„Das Landwirtschaftliche Bildungszentrum ist nachgefragt wie nie zuvor“, sagte Geschäftsführerin Martina Wojahn, die Details der inhaltlichen Arbeit des LBZs vorstellte. So wurden im vergangenen Jahr 22.000 Teilnehmertage verzeichnet, ein Drittel mehr als im Eröffnungsjahr 2015.

2.200 Auszubildende hätten 2016 in einwöchigen Grundkursen die Rinder- und Schweinehaltung praktisch kennengelernt. Im Mittelpunkt stand dabei der tiergerechte und vorsichtige Umgang mit den Nutztieren. Daneben wurde eine Vielzahl unterschiedlicher Qualifikationskurse für Praktiker – von landwirtschaftlichem Mitarbeiter bis Unternehmer – durchgeführt. Das Themenspektrum reichte dabei von der professionellen Klauenpflege über die leistungsgerechte Fütterung bis hin zu alternativen Behandlungsmethoden wie Taping oder Akupunktur.

Auch nichtlandwirtschaftliche Gruppen zeigten sich an der Arbeit des LBZs sehr interessiert, so Geschäftsführerin Wojahn. Ob Führungen über den Betrieb, Informationsangebote des Lernortes Bauernhof oder ein Besuch des jährlichen Erntedankfestes, in allen Fällen sei eine interessierte und aufgeschlossene Öffentlichkeit über moderne, nachhaltige Landwirtschaft informiert worden.


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Stand: 16.03.2017