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Rüben-Anbau vor großen Herausforderungen

Rund 600 Besucher auf Zuckerrübenfeldtag der Landwirtschaftskammer Niedersachsen im Kreis Hildesheim

Pressemitteilung vom 08.06.2017

Rössing – Die Neuorganisation der Zuckermärkte und des Rübenanbaus standen am Donnerstag (08.06.2017) im Mittelpunkt des 21. Niedersächsischen Zuckerrübentags in Rössing (Gemeinde Nordstemmen/Kreis Hildesheim). „Fortlaufende Änderungen im Bereich der Pflanzenschutz-Gesetzgebung sowie der Zulassungssituation von Pflanzenschutzmitteln, Änderungen bei den Umweltauflagen und insbesondere die jüngst verabschiedete neue Düngeverordnung stellen höchste Anforderungen an das Know-how der Rübenproduzenten“, sagte Heinrich Grupe, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen, bei der Eröffnung des Fachtreffens mit rund 600 Besuchern. Veranstalter waren die LWK, die regionalen Zuckerrübenanbauer-Verbände, die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Zuckerrübenanbaus in Norddeutschland sowie die Nordzucker AG.

Die Zuckerrüben-Anbaufläche in Niedersachsen ist zuletzt gewachsen. Die Landwirte nutzen die Chancen, die der Wegfall der Zuckermarktordnung mit ihren festen Preis- und Mengenregeln sowie die weltweit wachsende Nachfrage nach Rübenzucker bieten. Die wachsende Nachfrage ergibt sich unter anderem daraus, dass der in Brasilien angebaute Rohrzucker vornehmlich für die Ethanolproduktion genutzt wird. Der auf der Nordhalbkugel hergestellte Rübenzucker hingegen ist der Energieträger der Lebensmittelindustrie und in Form von Kristallzucker auch gut zu transportieren. Nach Angaben des Statistischen Landesamts in Hannover bauten im Jahr 2016 niedersachsenweit 6.160 Betriebe auf rund 86.500 Hektar Fläche Zuckerrüben an.

Überdies bietet der Anbau von Zuckerrüben in Niedersachsen Vorteile in der Fruchtfolge. Das heißt, es ist gut für den Boden, wenn zum Beispiel statt Getreide zwischendurch auch Zuckerrüben angebaut werden.

An acht Stationen auf den Rüben-Versuchsfeldern des Betriebs von Kai Rodewald in Rössing diskutierten die Gäste des Zuckerrübenfeldtags am Donnerstag unter anderem über den Anbau von Zwischenfrüchten sowie von unterschiedlichen Rüben-Sorten, über mineralische und organische Düngung, Drilltechnik und mechanische Unkrautbekämpfung. In einem eigenen Zelt standen die Fachleute der Landwirtschaftskammer zur Düngeverordnung, zur Düngeplanung sowie zur vegetationsbegleitenden Düngebedarfsermittlung – etwa durch den Nitratcheck – Rede und Antwort.

Züchterhäuser von Zuckerrüben und Zwischenfrüchten, Pflanzenschutz- und Düngemittelhersteller, Verbände und weitere Unternehmen, die sich intensiv mit der Zuckerrübe beschäftigen, boten auf einem Campus mit rund 30 Ständen zusätzliche Informations- und Diskussionsmöglichkeiten.

 


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Stand: 08.06.2017