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Auf ein gutes Euter kommt es an

Nachwuchs-Landwirte aus Visbek und Getelo siegen im Tierbeurteilungs-Wettbewerb der Landwirtschaftskammer

Nortrup – Worauf es bei der äußeren Erscheinung einer leistungsfähigen Milchkuh ankommt, wissen in Niedersachsen Laura Busse aus Visbek (Kreis Vechta) und Marco Veltmann aus Getelo (Grafschaft Bentheim) am besten: Busse und Veltmann belegten am Donnerstag (22.06.2017) beim Landesentscheid Tierbeurteilung in Nortrup (Kreis Osnabrück) die beiden ersten Plätze. An dem Wettbewerb in zwei Altersklassen (unter und über 19 Jahre), den die Landwirtschaftskammer Niedersachsen zusammen mit der Osnabrücker Herdbuchgenossenschaft veranstaltete, nahmen rund 50 junge Frauen und Männer aus Jungzüchter-Organisationen und berufsbildenden Schulen aus ganz Niedersachsen teil. Sie hatten sich bei Kreis- und Bezirksentscheiden für diesen Wettbewerb qualifiziert.

Um die äußere Erscheinung (Exterieur) einer Milchkuh möglichst gut einzuschätzen, mussten die landwirtschaftlichen Junioren Augenmaß und Fachwissen kombinieren: In der ersten Disziplin galt es, die anatomischen Details von drei Holstein-Rindern möglichst zutreffend zu beschreiben. Die Kühe aus zwei Gruppen mit je sechs Tieren nach ihrem Exterieur zu rangieren (ihren Qualitäten nach in eine Reihenfolge zu bringen), war Aufgabe in der zweiten Disziplin. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer traten dabei nicht nur gegeneinander an. Ihre Bewertungen mussten überdies den Urteilen einer Profi-Richterkommission möglichst nahekommen: Je geringer die Abweichung, desto besser die Platzierung.

Der Wettbewerb hat einen sehr engen Bezug zur Praxis: Später im Betrieb sollen die Junglandwirtinnen und -landwirte in der Lage sein, die Tiere aus der eigenen Herde auszuwählen, die sich besonders gut zur Zucht eignen.

Damit eine Milchkuh über möglichst lange Zeit für die Milchproduktion zur Verfügung steht, bedarf es zahlreicher guter, körperlicher Eigenschaften. Als besonders wichtig stufen Fachleute dabei das Euter ein: Das Organ muss gut durchblutet, gut proportioniert und haltbar sein – schließlich kommt es bis zu drei Mal pro Tag mit dem Melker oder dem Melkroboter in Kontakt und soll über möglichst lange Zeit viel Milch geben.

Wer viel Milch produzieren soll, muss seinen Appetit stillen können: Ein breiter Körper und schräg stehende Rippen, unter denen sich der Pansen weit dehnen kann, gehören zu den Kennzeichen für ein gutes Futteraufnahmevermögen. Gute Beine und Klauen sorgen dafür, dass das Rind sich problemlos im Stall oder auf der Weide bewegen kann.

Die Beurteilung des Körperbaus von Rindern und anderen Nutztieren ist auch ein Thema in der überbetrieblichen Ausbildung zum/zur Landwirt/in, die die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in ihrem Landwirtschaftlichen Bildungszentrum (LBZ) in Echem (Kreis Lüneburg) anbietet.

Die Platzierungen des Landesentscheids Tierbeurteilung im Überblick:

Gruppe 1 (älter als 19 Jahre): 1. Platz: Marco Veltmann, 49843 Getelo, 2. Platz: Carina Nölker, 49328 Melle, 3. Platz: Carsten Langenhorst, 49770 Herzlake

Gruppe 2 (jünger als 19 Jahre): 1. Platz: Laura Busse, 49429 Visbek, 2. Platz: Sophie Altevogt, 49170 Hagen, 3. Platz: Oliver Krüger, 49179 Hilter


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Stand: 23.06.2017