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Meldeprogramm Wirtschaftsdünger Niedersachsen

Nach der Niedersächsischen Verordnung über Meldepflichten in Bezug auf Wirtschaftsdünger sind die seit dem 1. Juli 2012 in den Verkehr gebrachten Mengen an Wirtschaftsdüngern sowie von Stoffen, die als Ausgangsstoff oder Bestandteil Wirtschaftsdünger enthalten (sonstige Stoffe) in die von der Landwirtschaftskammer bereitgestellte Datenbank zu melden.

Die Meldepflicht eines Betriebes besteht ab Überschreitung einer Abgabemenge von 200 t im Kalenderjahr und zwar für alle Abgaben und Aufnahmen des Betriebes. Sofern Abgeber und Aufnehmer einer Lieferung der Meldepflicht unterliegen sind zwei Meldungen zu erstellen: Eine Abgabemeldung vom meldepflichtigen Abgeber und eine Aufnahmemeldung vom meldepflichtigen Empfänger. Die Angaben in den Meldungen müssen mit den Angaben der Lieferscheine gemäß § 3 Bundesverbringensverordnung übereinstimmen: d. h. keine weitere Zusammenfassung von Einzellieferungen beim Melden!

Die Meldefristen sind jeweils der 31. Juli für Lieferungen aus dem ersten Halbjahr eines Kalenderjahres und der 31. Januar für die Lieferungen aus dem zweiten Halbjahr. Die Meldepflicht besteht auch über den Meldetermin hinaus und verfristete Meldungen müssen in jedem Fall umgehend nachgeholt werden.

Eine Meldung kann nur in elektronischer Form via Internet über das Meldeprogramm Wirtschaftsdünger erfolgen. Größere Datenmengen können über eine Schnittstelle in das Meldeprogramm eingelesen werden. Die Schnittstellenbeschreibung kann bei der Landwirtschaftskammer angefordert werden.

Für die Anmeldung zum Meldeprogramm ist eine gültige Registrier- oder Betriebsnummer sowie ein persönliches Passwort erforderlich. Betriebe mit Zugangsdaten aus HI-Tier / ZI-Daten können sich mit ihrer Betriebsnummer und vorhandenen PIN sofort anmelden. Sofern keine Betriebsnummer oder eine PIN vorliegt ist diese bei der Landwirtschaftskammer über den Vordruck zur Vergabe einer Betriebsnummer / PIN zu beantragen.

Aufruf des Meldeprogramms Wirtschaftsdünger Niedersachsen:
Meldeprogramm-Niedersachsen.de


01.09.2016 Das Meldeprogramm steht Ihnen heute bis 12 Uhr wegen dringender Wartungsarbeiten nicht zur Verfügung.

15.09.2016 Vergessene Meldungen noch nachholen! Die Meldungen für das erste Lieferhalbjahr 2016 mussten bereits bis spätestens 31. Juli erfolgen. Verfristete Meldungen müssen in jedem Fall noch nachgeholt werden. Je zeitnaher dies erfolgt, desto besser! Bei behördlichen Kontrollen wird eine zu späte Meldung milder bewertet als eine fehlende Meldung.

 04.05.2016 Mitteilungspflicht als Inverkehrbringer von Wirtschaftsdünger gemäß § 5 Bundesverbringensverordnung beachten! Die Meldungen erfolgter Einzellieferungen im niedersächsischen Meldeprogramm nach Landesverordnung ersetzt nicht die Mitteilungspflicht nach der Bundesverordnung von 2010. Nicht erfolgte Mitteilungen (einmalige Registrierung eines Betriebes als Inverkehrbringer) sind in jedem Fall nachzuholen. >> zumVordruck

03.05.2016 Hinweisblätter: Meldepflichten, behördliche Kontrollen, häufige Beanstandungen, Fehlersuche und -korrektur.  So können Sie Beanstandungen bei behördlichen Kontrollen vermeiden!

01.07.2013 Bitte beachten: Das Meldeprogramm steht nachts in der Zeit zwischen 01.00 Uhr bis ca. 02.00 Uhr wegen einer täglich durchlaufenden Sicherungsroutine nicht zur Verfügung.   

10.01.2013 Frage-Antwort-Katalog zur Meldepflicht in Bezug auf Wirtschaftsdünger 29.11.2012 Demo-Version steht zur Verfügung


Hotline zur Meldepflicht und zum Meldeprogramm unter der Rufnummer 0441 801 650
Die Mitarbeiter der Meldestelle geben unter der genannten Nummer umfassend Auskunft und Hilfestellung. Alternativ können Fragen und Anregungen auch an die E-Mail-Adresse meldestelle-wirtschaftsduenger@lwk-niedersachsen.de gesendet werden.


Welche Angaben sind erfoderlich?
Bei jeder Abgabe und Übernahme von Wirtschaftsdünger sind, unabhängig von der Art der Verwertung, folgende Angaben erforderlich:

  1. Name, Anschrift, Registrier- oder Betriebsnummer und Betriebsart des Abgebers
  2. Datum der Abgabe bzw. Übernahme
  3. Art des Wirtschaftsdüngers
  4. Menge des Transports in Tonnen Frischmasse
  5. Name und Anschrift des Beförderers
  6. Name, Anschrift, Registrier- oder Betriebsnummer und Betriebsart des Empfängers

Eine Meldung kann nur mit allen geforderten Angaben abgeschlossen werden. Mit der Meldung kann auch der erforderliche Lieferschein gemäß § 3 Bundesverbringensverordnung im Meldeprogramm erstellt werden. Die bereits eingegebenen Lieferdaten können übernommen werden. Nur die Angaben zu den Nährstoffgehalten (Stickstoff, Phosphat und bei Gärresten der Anteil Stickstoff tierischer Herkunft) müssen noch eingegeben werden. Dabei muss die kürzere Frist für die Lieferscheine beachtet werden: spätestens einen Monat nach der Abgabe muss der Lieferschein vorliegen!

Wie erfolgt der Zugang zum Meldeprogramm?
Antragsteller des Sammelantrages Agrarförderung sowie Halter von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Pferden haben für die Antragstellung bzw. Tiermeldung in HI-Tier ein persönliches Passwort (PIN) erhalten. Diese PIN kann bei der Anmeldung eingegeben werden. Im Rahmen der Anmeldung wird die angegebene Registrier- bzw. Betriebsnummer und PIN vom Meldeprogramm über eine gesicherte Verbindung an die Zentrale InVeKoS Datenbank in München (ZI-Daten bzw. HI-Tier) übermittelt. Stimmen die Angaben mit der InVeKoS Datenbank überein, erfolgt eine positive Rückmeldung und somit die Anmeldung am Meldeprogramm. Falls die Angaben nicht übereinstimmen erfolgt eine Fehlermeldung. Die ZI-Daten-PIN wird nicht im Meldeprogramm für Wirtschaftsdünger gespeichert.

Angabe einer Registrier- oder Betriebsnummer
Eine elektronische Meldung ist nur möglich, wenn für Abgeber und Empfänger eine Betriebsnummer angegeben wird. Die Verordnung stellt dem Meldepflichtigen die Wahl einer Betriebsnummer frei. Es kann eine bereits zugeteilte Betriebsnummer nach InVeKoS (Antrag Agrarförderung), eine Registriernummer nach der Viehverkehrsverordnung oder bei Biogasanlagen, eine zugeteilte Registriernummer nach der Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsverordnung (TierNebV) verwendet werden. Die Registriernummern der niedersächsischen Biogasanlagen sind auf der Internetseite des BMELV veröffentlicht. Biogasanlagen (20 MB) (ab Seite 235 für Niedersachsen). Sofern keine dieser Registrier- oder Betriebsnummern besteht oder verwendet werden soll, kann auf Anforderung über das Formular zur Vergabe einer Betriebsnummer bzw. PIN eine Betriebsnummer von der Landwirtschaftskammer zugeteilt werden. Die zugeteilte Betriebsnummer hat zur Unterscheidung von anderen Betriebs- und Registriernummern die Kennung "LWK" und darf nur für die Aufzeichnungs- und Meldepflicht verwandt werden.

Meldegebühr
Die Kosten für das Meldeverfahren, inklusive der damit verbundenen Überprüfungen, sind gemäß Vorgabe des Landes durch Gebühren zu decken. Jeder Betrieb, der als Abgeber im Sinne der Meldeverordnung in Erscheinung tritt, wird somit einen entsprechenden Gebührenbescheid erhalten. Die Höhe der Gebühr wird jährlich auf Basis der tatsächlichen Kosten und der tatsächlich gemeldeten Wirtschaftsdüngermenge in Cent je Tonne Frischmasse berechnet und ist für alle Abgabemeldungen und Meldewege einheitlich.

Weitere Informationen zur Meldepflicht
Neben der unten angegebenen Ansprechpartnern und der genannten Hotline der Meldestelle, geben auch die Beraterinnen und Berater der Bezirks- und Außenstellen der Landwirtschaftskammer gerne unfassend Auskunft. Der umfassende Frage-Antwort-Katalog  enthält viele detaillierte Informationen zum Nachlesen.


Kontakt:
Renke Oltmanns
Meldestelle Wirtschaftsdünger
Telefon: 0441 801-332
Telefax: 0441 801-166
E-Mail:
Andrea Daffner
Verwaltung, Meldeprogramm
Telefon: 0441 801-536
Telefax: 0441 801-166
E-Mail:


Stand: 19.09.2016