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Meldeprogramm Wirtschaftsdünger Niedersachsen

Seit Juli 2012 gelten in Niedersachsen Meldepflichten beim Inverkehrbringen / der Abgabe und bei der Übernahme / der Aufnahme von Wirtschaftsdüngern und Stoffen, die als Ausgangsstoff oder Bestandteil Wirtschaftsdünger enthalten.

Seit Juli 2017 ist die Novelle der niedersächsischen Verordnung über die Meldepflichten in Kraft.

Mit der Novelle führt Niedersachsen Inhalte und Fristen der Pflichten zur Aufzeichnung und Meldung in Verkehr gebrachter Wirtschaftsdünger nach Bundes- und Landesverordnung zusammen und ergänzt einige Pflichtangaben zur Meldung.

Für Lieferungen ab Juli 2017 gilt: neue Meldepflicht für alle Aufnehmer / Aufnahmen, monatliche Meldefrist und erweiterte Angaben (Nährstoff- und Trockensubstanzgehalte, ...)

Wurde eine Meldefrist versäumt, muss die Meldung in jedem Fall noch nachgeholt werden.

Eine Meldung kann nur in elektronischer Form über das Internet direkt im Meldeprogramm Wirtschaftsdünger erfolgen. Größere Datenmengen können über eine Schnittstelle in das Meldeprogramm eingelesen werden. Eine Schnittstellenbeschreibung kann bei der Meldestelle Düngerecht der Landwirtschaftskammer angefordert werden.

Für die Anmeldung zum Meldeprogramm wird eine gültige Registrier-/Betriebsnummer und PIN (persönliches Passwort) benötigt. Betriebe mit gültigen Zugangsdaten aus der HI-Tier- oder ZI-Datenbank können sich mit der zugeteilten Betriebsnummer und PIN sofort anmelden. Gültig sind auch Registriernummern von Biogasanlagen nach der Bundesliste. Ist keine gültige Betriebsnummer oder PIN vorhanden, kann auf Anforderung eine sogenannte "LWK-Nummer" und / oder PIN für das Meldeprogramm Wirtschaftsdünger zugeteilt werden. Mehr zu gültigen Registriernummern: Siehe weiter unten.
 >> zum Formular: Antrag Vergabe einer Betriebsnummer / PIN

Informationen zur Meldepflicht (Inhalte bisher und neu): kurzer Artikel und Merkblätter, ausführlicher Artikel

Aufruf des Meldeprogramms Wirtschaftsdünger Niedersachsen:
Meldeprogramm-Niedersachsen.de


11.08.2017 Letzte halbjährliche Meldefrist Ende Juli abgelaufen! Wirtschaftsdüngerlieferungen aus dem ersten Halbjahr 2017 konnten noch fristgerecht bis zum 31. Juli 2017 gemeldet werden. Wer fehlende Meldungen jetzt noch umgehend nachholt und seine Meldungen noch einmal auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft und Fehler korrigiert, kann Beanstandungen mit Bußgeldfolge bei behördlichen Kontrollen ggf. noch zu vermeiden!

28.06.2017 Neue Meldepflicht für Aufnehmer, monatliche Meldefristen, und erweiterte Angaben (z. B. Nährstoffgehalte) ab 1. Juli 2017 (kurzer Artikel und Merkblätter) (ausführlicher Artikel)

04.05.2016 Mitteilungspflicht als Inverkehrbringer von Wirtschaftsdünger gemäß § 5 Bundesverbringensverordnung beachten! Die Meldungen erfolgter Einzellieferungen im niedersächsischen Meldeprogramm nach Landesverordnung ersetzt nicht die Mitteilungspflicht nach der Bundesverordnung von 2010. Die nicht erfolgte Mitteilung (einmalige Registrierung eines Betriebes als Inverkehrbringer) ist in jedem Fall nachzuholen. >> zum Formular: Mitteilung als Inverkehrbringer von Wirtschaftsdünger

03.05.2016 Hinweisblätter: Meldepflichten, behördliche Kontrollen, häufige Beanstandungen, Fehlersuche und -korrektur.  So können Sie Beanstandungen bei behördlichen Kontrollen vermeiden!

10.01.2013 Frage-Antwort-Katalog zur Meldepflicht in Bezug auf Wirtschaftsdünger 29.11.2012 Demo-Version steht zur Verfügung


Hotline zur Meldepflicht und zum Meldeprogramm unter der Rufnummer 0441 801 650
Die Mitarbeiter der Meldestelle geben unter der genannten Nummer umfassend Auskunft und Hilfestellung. Alternativ können Fragen und Anregungen auch an die E-Mail-Adresse meldestelle-wirtschaftsduenger@lwk-niedersachsen.de gesendet werden.


Mögliche Registrier-/Betriebsnummern und PIN (persönliches Passwort) für den Zugang zum Meldeprogramm

  • Betriebsnummer nach der InVeKoS-Verordnung (Antragsteller Agrarförderung)
  • Registriernumer nach der Viehverkehrsverordnung (Halter von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Pferden)
  • Registriernummern für Biogasanlagen nach der Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsverordnung. Veröffentlicht auf der Internetseite des BMELV . Biogasanlagen (20 MB) (ab Seite 235 für Niedersachsen).

Ist keine Registrier- oder Betriebsnummer vorhanden, oder soll diese nicht verwendet werden

Fehlt lediglich eine gültige PIN (gültige Nummer vorhanden, PIN vergessen) 

Bei der Anmeldung im Meldeprogramm wird die angegebene Registrier- bzw. Betriebsnummer und PIN über eine gesicherte Verbindung an die Zentrale InVeKoS Datenbank in München (ZI-Daten bzw. HI-Tier) übermittelt. Stimmen die Angaben mit der InVeKoS Datenbank überein, erfolgt eine positive Rückmeldung und die Anmeldung am Meldeprogramm erfolgt. Stimmen die Abgaben nicht überein, erfolgt eine Fehlermeldung. Die ZI-Daten-PIN wird nicht im Meldeprogramm für Wirtschaftsdünger gespeichert.

Betriebs- / Registriernummer des Abgebers und Empfängers einer Lieferung sind beim Melden anzugeben
Die Meldung einer Wirtschaftsdüngerlieferung im Meldeprogramm ist nur möglich, wenn für Abgeber und Empfänger eine gültige Betriebsnummer angegeben wird. Daher ist es wichtig, dass sich die Beteiligten rechtzeitig die korrekten Nummern mitteilen.

Auch hier gilt: gültige Nummern aus den HIT/ZID Systemen und Registriernummern von Biogasanlagen können genutzt werden. Betriebe, die über keine der genannten Registriernummern verfügen, oder diese nicht nutzen möchten, müssen die Zuteilung einer gesonderten "LWK-Nummer" beantragen (>> zum Formular: Antrag Vergabe Betriebsnummer und / oder PIN für das Meldeprogramm).

Meldegebühr
Die Kosten für das Meldeverfahren, inklusive der damit verbundenen Überprüfungen, sind gemäß Vorgabe des Landes durch Gebühren zu decken. Die Gebühren werden für die Abgabemeldungen der Inverkehrbringer erhoben. Die Meldung der Aufnahmen durch die Empfänger ist gebührenfrei. Die Höhe der Gebühr wird jährlich auf Basis der tatsächlichen Kosten und der tatsächlich gemeldeten Wirtschaftsdüngermenge (Abgaben) in Cent je Tonne Frischmasse berechnet. Werden übernommene Mengen, erneut in den Verkehr gebracht und an Dritte abgegeben, ist auch diese Abgabemedlung wieder gebührenpflichtig. Abgeber erhalten einen Gebührenbescheid entsprechend der Gesamtmenge ihrer im Abrechnungszeitraum gemeldeten Abgaben.


Kontakt:
Andrea Daffner
Meldeprogramm, Verwaltung
Telefon: 0441 801-536
Telefax: 0441 801-166
E-Mail:
Renke Oltmanns
Leiter Sachgebiet Meldestelle Düngerecht
Telefon: 0441 801-332
Telefax: 0441 801-166
E-Mail:


Stand: 08.09.2017