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Wirtschaftsdünger: Meldefrist Ende Juli abgelaufen! Jetzt umgehend letzte Nachmeldungen und Korrekturen für das erste Halbjahr 2016 vornehmen!

Überprüfen Sie Ihre Wirtschaftsdüngermeldungen immer rechtzeitig auf Vollständigkeit und Richtigkeit, um behördliche Beanstandungen bei den halbjährlichen Datenbankprüfungen oder bei Vor-Ort-Kontrollen zu vermeiden.

Die nächste Überprüfung der Datenbank ist für Anfang September geplant. Vor-Ort-Kontrollen finden kontinuierlich über das ganze Jahr statt.

Die wichtigsten Meldepflichten, häufige Meldefehler und deren Korrektur fassen die anliegenden Hinweisblätter zusammen.

Im Rahmen der durchgeführten Kontrollen konnten die Prüfdienste der LWK noch regelmäßig Meldeverstöße feststellen, die als Ordnungswidrigkeit zu ahnden sind (§ 2 Niedersächsische Verordnung über Meldepflichten in Bezug auf Wirtschaftsdünger):

"Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. b des Düngegesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 1 eine Meldung nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig macht."

Die wesentlichen Inhalte der Meldepflichten in Bezug auf die am häufigsten festgestellten Verstöße werden nachfolgend noch einmal zusammenfassend erläutert.

Die Meldepflicht eines Betriebes besteht ab Überschreitung einer Abgabemenge von 200 t pro Jahr und es sind Abgabe- und Aufnahmemeldungen für alle Lieferungen zu erstellen. Die Abgabemeldung des Zulieferes ersetzt nicht die zusätzlich erforderliche Aufnahmemeldung eines meldepflichtigen Empfängers oder umgekehrt.

Ist die Abgabemeldung für eine Lieferung erfasst, kann der Aufnehmer im Programm den Empfang bestätigen (Funktion zur Datenübernahme für die eigene Aufnahmemeldung). Fehlt die Abgabemeldung des Zulieferers oder ist diese fehlerhaft, kann und muss ein Empfänger (sofern meldepflichtig) die korrekten Lieferdaten für seine Aufnahmemeldung selbst eingeben, um seiner Meldepflicht nachzukommen.

Grundlage für eine korrekte Meldung sind die Angaben lt. Aufzeichungen gemäß § 3 Bundesverbringensverordnung (Lieferscheine). Die Angaben von Zulieferer und Empfänger einer Lieferung müssen übereinstimmen und mehrere Einzellieferungen lt. Lieferschein dürfen bei der Meldung nicht weiter zusammengefasst werden.

Das Meldeprogramm bietet zur eigenen Überprüfung der Meldungen den automatisierten "Meldungsabgleich" und verschiedene vordefinierte oder individuell wählbare Meldungsübersichten.

Bei jedem Programmaufruf unter der Hauptbetriebsnummer gibt das System einen automatisierten Hinweis, sofern lt. "Meldungsabgleich" Unstimmigkeiten vorliegen. Der Hinweis ist jeweils auf dem Stand des letzten automatisierten Gesamtsystemabgleichs, der aus Kapazitätsgründen jeweils einmal wöchentlich (Sonntags Nachts) erfolgt.

Der aktuelle Stand der Meldungen nach noch erfolgten Korrekturen oder Nachmeldungen der Woche ist vom Einzelbetrieb über den aktiven Start der Programmfunktion "Meldungsabgleich" jederzeit überprüfbar.

Die Meldefristen enden jeweils Ende Juli bzw. Ende Januar für das letzte Kalenderhalbjahr. Empfohlen wird eine zeitnahe Meldung inklusive Erstellung der Lieferscheine im Meldeprogramm für Wirtschaftsdünger (innerhab vier Wochen nach der Lieferung). 

Die unten aufgeführten Hinweisblätter fassen die häufigsten Meldefehler und die wichtigsten Meldepflichten nochmals zusammen und geben Hinweise zur Überprüfung und Korrektur von Meldungen im Meldeprogramm. Speziellere Informationen enthält der umfassende Frage-Antwort-Katalog.

Auskunft erteilen auch die Berater der örtlichen Bezirks- und Außenstellen der LWK sowie die Meldestelle für Wirtschaftsdünger unter der Hotline 0441 801 650.


Kontakt:
Sabine Deking
Prüfdienste Düngerecht
Telefon: 0441 801-784
Telefax: 0441 801-778
E-Mail:
Andrea Daffner
Meldestelle Wirtschaftsdünger
Telefon: 0441 801-536
Telefax: 0441 801-166
E-Mail:


Stand: 01.08.2016