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Tipps für's Schülerpraktikum

Immer mehr Firmen entwickeln ganz bewusst Angebote für das Schülerpraktikum, die für die Schülerinnen und Schüler richtig attraktiv sind. Ziel ist es, ihnen genau das zu geben, wonach sie in ihrer Berufsfindungsphase suchen.  "Mitlaufen lassen" war einmal. Und das Motto im Betrieb lautet: Wer sich wohlfühlt, kommt vielleicht zu uns. Das Praktikum als Eintrittskarte in die Ausbildung.


Wonach suchen die Schülerinnen und Schüler denn?

Viele Schüler wissen weder wo ihre Stärken liegen, noch was sie beruflich wollen. Sie haben jede Menge Potenzial, aber auch davon ahnen sie selber nichts. In diesem Alter suchen sie nach Selbstbestätigung, Anerkennung, nach den eigenen Stärken und einem beruflichen Ziel, das dies alles miteinander verbindet.

 

  • Orientierung

Es lohnt sich, das Schülerpraktikum gut vorzubereiten. Ein einfacher Wochenplan gibt Ihrem Schüler eine Orientierung über das, was auf ihn zukommt. Halten Sie auch Informationen zum Beruf und zu den Entwicklungsmöglichkeiten bereit. 

Checkliste Praktikum (PDF, 87 KB)

 

  • Selbstbestätigung

Wer im Praktikum merkt, das er was kann und kleinere Herausforderungen meistert, erfährt Selbstbestätigung. 

Hier geht es um Erfolgserlebnisse. Aufgaben sollten möglichst so sein, dass ein erkennbares Ergebnis dabei herauskommen kann. Eine Erfolg, über den man sprechen kann.

Wer für den Betrieb im Tagesgeschäft etwas Verwertbares leistet, fühlt sich gut. Lassen Sie Ihren Praktikanten mitarbeiten, binden Sie ihn in betriebliche Abläufe ein. "Praktikantenaufgaben", die auch noch monatelang hätte liegen bleiben können (Abheften alter terlagen, Sortieren des Topflagers, ... ) bringen den Schülern wenig.

 

  • Interessen und Stärken

Wer über die ihm gestellten Aufgaben unterschiedliche Fähigkeiten entdecken kann, findet etwas über die eigenen Stärken heraus. 

Braucht man hier handwerkliches Geschick? Dort räumliches Vorstellungsvermögen? Ist es wichtig, Kraft zu haben oder Ausdauer? Liegt es mir, besonders sorgfältig zu arbeiten? Ist hier Feinmotorik gefragt und bin ich ein Typ dafür? Wählen Sie Aufgaben so aus, dass man solche Erfahrungen manchen und hinterher darüber sprechen kann. 

 

  • Anerkennung/Wertschätzung

Wer sich gemocht und geschätzt fühlt, bekommt schnell das Bedürfnis "Wir" zu sagen. Lassen Sie Ihren Praktikanten "einer von uns" sein. Wenn alle ein Firmen-T-shirt tragen, dann auch der Praktikant.

 

  • Feedback

Das all-abendliche kurze Feedback ist Chefsache: Konstruktiv zurückmelden, Positives hervorheben. 

Am Ende des 10tägigen Praktikums sollte es ein Abschlussgespräch geben. Und ein gegenseitiges Feedback. Die Schüler, die vor dem Praktikum weder wussten, wo ihre Stärken liegen, noch was sie beruflich wollen haben  hinterher wertvolle erste Antworten. Sie haben gesucht und auf jeden Fall etwas (heraus-)gefunden.

Zufriedene Schülerpraktikanten machen erfahrungsgemäß in jedem Fall die beste Werbung für die nächsten Schülerinnen und Schüler, die einen Praktikumsplatz suchen.

Feedback-Bogen Praktikum Betrieb (PDF, 43 KB)

Feedback-Bogen Praktikum Schüler/in (PDF, 84 KB)

 


Kontakt:
Dr. Mona Wunder
Beraterin Berufsbildung im Gartenbau
Telefon: 0511 4005-2401
Telefax: 0511 4005-2400
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