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Wertvolles Wintergemüse - Petersilienwurzeln und Pastinaken

Dezent, mit gelblich-weißem Outfit präsentieren sich Petersilienwurzeln und Pastinaken. Die eher unauffälligen fast gleich aussehenden Wurzeln sind eine wahre Bereicherung der Winterküche. Sie stecken voller wertvoller Inhaltsstoffe. Das kräftig-würzige Kräuteraroma der Petersilienwurzeln sowie der leicht würzig-süßliche bis nussige Geschmack der Pastinaken inspirieren Profis wie Hobbyköche zu innovativen Rezepten.

Pastinake oder Petersilienwurzel – der kleine Unterschied

Das eindeutigste Unterscheidungsmerkmal ist die Stelle an der das Blattwerk ansetzt. Diese Stelle ist bei der Petersilienwurzel ausgestülpt und bei der Pastinake eingestülpt. Zudem ist die Pastinake meist größer und hat einen dickeren Kopf. Dieses Aussehen verdankt die Pastinake ihrer Kreuzung aus Petersilienwurzel und wilder Möhre.

Der weitere markante, deutliche Unterschied zwischen den beiden Gemüsearten ist der Geschmack. Die Pastinake hat geschmacklich etwas von ihren Eltern der Petersilienwurzel und der Möhre. Sie schmeckt leicht würzig mit nussigsüßer Note. Das Aroma der Petersilienwurzel ist, wie der Name schon verrät, ähnlich der des Würzkrautes Petersilie, intensiv würzig. Dabei allerdings nicht grob und aufdringlich, sondern eher charmant und fein.

 

Einkaufstipps für Pastinake und Petersilienwurzel

Die Hauptsaison beider Gemüse beginnt Anfang Oktober und dauert bis März. Für den Einkauf gilt: Je kleiner desto zarter und besser im Geschmack. Weiteres Qualitätsmerkmal ist eine feste und unversehrte Schale. Auch das Blattwerk ist ein Frischemerkmal und sollte grün und saftig aussehen.

Petersilienwurzel und Pastinake halten sich bei kühler Lagerung, beispielsweise im Gemüsefach des Kühlschranks in ein feuchtes Tuch eingewickelt, etwa 8 bis 10 Tage.

 

Petersilienwurzel und Pastinake sind beide kalorienarm und dabei reich an wertvollen Inhaltsstoffen

Gemeinsamkeiten: Beide Wurzelgemüse passen hervorragend in die leichte, vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung. Beide sind sie reich an ätherischen Ölen. Diese fördern die Magen-Darmtätigkeit, verbessern die Bekömmlichkeit des Essens, regen die Nierentätigkeit an und wirken außerdem antimikrobiell.

Unterschiede: Die Pastinake ist wie die Kartoffel reich an Stärke. Das macht sie zu einem guten Sattmacher und damit ein prima Gemüse für Figurbewusste. Ihr leichter Zuckergehalt sorgt für einen etwas süßlichen Geschmack. Für eine gute und leichte Verdauung sorgen neben den ätherischen Ölen Pektine. Das sind quellfähige Ballaststoffe, die reichlich Wasser binden und somit das Darmvolumen vergrößern. Zudem ist sie ausgesprochen nitratarm. Mit ihrer leichten Süße, der guten Sättigungswirkung und Bekömmlichkeit avanciert die Pastinake zur beliebten Babynahrung.

An Vitaminen und Mineralstoffen hat sie Eisen, Vitamin C, Folsäure sowie Kalium zu bieten.

Im Gegensatz zur Pastinake enthält die Petersilienwurzel wenig Stärke und kaum Zucker. Sie ist jedoch sehr Vitamin-C-haltig. Mit einer guten Portion Petersilienwurzel (200 g) kann die wünschenswerte tägliche Zufuhr von 100 mg Vitamin C zu etwa 80 % gedeckt werden. Auch mit ihrem Gehalt an ß-Carotin, der Vorstufe von Vitamin A, an B-Vitaminen, Vitamin E sowie den Mineralstoffen Calcium und Eisen kann sie punkten. Mit nur etwa 20 kcal pro 100 g sind sie sehr figurfreundlich.

 

Pastinake und Petersilienwurzel zubereiten

Stellt man sich die weißen Winterwurzeln rot gefärbt vor, könnten sie als Möhren durchgehen. Und wie Möhren lassen sich Pastinaken und Petersilienwurzel auch zubereiten: Gründlich unter fließendem Wasser waschen, putzen und dann entsprechend den Vorgaben des Rezeptes ganz, halbiert und in Scheiben geschnitten garen. Oder roh belassen, klein raspeln und in einen Salat geben. Gut schmecken beide Wurzeln im Verbund mit KK den Kartoffeln und Karotten.

Übrigens: Auch das Blattwerk oder Kraut der beiden Gemüse eignet sich zum Essen. Sie geben Brühen, Cremesuppen eine würzige Note oder als Sträußchen zu essbaren Deko eines Gerichtes oder eines Pastinakenpürres – das entsprechende Rezept ist in der Anlage enthalten.

 

Pastinake, auch Germanenwurzel genannt

Die Pastinake wurde nach langem Dornröschenschlaf wiederentdeckt und wird heute von vielen sehr geschätzt. Denn bevor die Kartoffel und Möhre im 18. Jahrhundert ihren Rang abgelaufen hatte, war die Germanenwurzel, wie die Pastinake auch genannt wird, häufig auf deutschen Tellern.

 

 


Kontakt:
Karin Nichter-Wolgast
Ernährung, Lebensmittelqualität, Verbraucher
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Stand: 09.11.2017