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Smartphones: Digitale Alleskönner richtig schützen

Smartphones sind digitale Alleskönner. Ihre Internetfähigkeit, die Nutzung als Kamera, digitales Adressbuch, Terminkalender und Notizblock, die Ausstattung mit GPS und die Möglichkeit der Erweiterung um passende Zusatzfunktionen, sog. Apps (von application = Anwendung), machen sie auch für einen Einsatz in der Landwirtschaft interessant. Doch wie steht es mit ihrer Sicherheit?

Aufgrund ihrer Funktionsvielfalt, sind auf Smartphones viele sensible Informationen u

nd private Daten zu finden. Gespeicherte Dokumente, Fotos oder E-Mail-Adressen haben nichts in den Händen fremder Personen verloren. Doch Datendiebstahl, die Infektion des Smartphones mit Schadprogrammen oder Fernzugriffe sind nicht unwahrscheinlich. Die digitalen Alleskönner benötigen deshalb unbedingt dieselben Schutzmaßnahmen wie ein PC. Nutzer können sich gezielt schützen, indem sie das Smartphone-Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand halten. Auch die regelmäßige Installation der vom Hersteller empfohlenen Abwendungs-Updates sollte regelmäßig erfolgen.

Mehr und mehr Apps für die Landwirtschaft
Hunderttausende Apps sollen dem Smartphone-Nutzer in nahezu jedem Bereich seines Lebens behilflich sein und können teils kostenpflichtig, teils kostenlos herunter geladen werden. Selbst für die Landwirtschaft gibt es mittlerweile eine ganze Reihe von Apps, die den betrieblichen Alltag und die Arbeit im Agrarbüro erleichtern sollen. Apps zur Bestimmung von Pflanzenkrankheiten, Wachstumsstadien oder zur Wettervorhersage, Ackerschlagkartei-Apps, Apps für Infos über Warenterminbörsen oder für die Umkreissuche nach Gebrauchtmaschinen, Apps als Tankmischungsrechner für Pflanzenschutzmittel oder für die Flächenvermessung.
Für alle gilt: Sie sollten nur dann auf das Smartphone gespielt werden, wenn sie aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen. Ist eine App manipuliert, kann sie hohe Kosten verursachen. Ohne dass es vom Nutzer  bemerkt wird, können teure SMS verschickt oder noch teurere Telefonverbindungen angewählt werden. Andere schadhafte Apps zielen darauf ab, Passwörter aufzuzeichnen und weiterzuleiten.

Vor dem Download über Zugriffsrechte der App informieren
Empfehlenswert ist, sich vor ihrer Installation über die Zugriffsrechte der jeweiligen App zu informieren. Denn i.d.R. wollen Apps mehr Daten erfassen, als für ihre Anwendung notwendig wären. Mitunter wird verlangt, auf Kontaktdaten zugreifen zu können oder Telefonnummern weiterzugeben. Auch das Auslesen, wann welche anderen Apps genutzt wurden oder die Feststellung des genauen Standortes via GPS kann gefordert werden. Hier gilt es, abzuwägen, ob die Zugriffsrechte eingeräumt werden sollen oder lieber auf die App verzichtet wird.

Auch App-Update birgt Gefahren
Nicht nur die Installation von Apps, auch ihr Update birgt Gefahren. Hersteller würden Updates nutzen, um eine App mit zusätzlichen Rechten auszustatten, heißt es aus dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Auf automatische Updates solle deshalb nach Möglichkeit verzichtet werden, so das BSI.  Sinnvoll sei es immer, sich die Rechte nach jedem Update neu anzeigen zu lassen und gegebenenfalls anzupassen.

Auch beim Smartphone regelmäßig das Passwort wechseln
Sollte das Smartphone gestohlen werden oder verloren gehen, gibt es Möglichkeiten, die Daten vor fremdem Zugriff zu schützen. So ist es machbar, das Gerät orten und sperren zu lassen oder die darauf befindlichen Daten aus der Ferne zu löschen. Je nach Hersteller und Betriebssystem variieren die Möglichkeiten.
Zur Sicherheit gehört es natürlich auch, die Zugangsdaten des Smartphones unter Verschluss zu halten, die PIN nur unter Sichtschutz einzugeben und regelmäßig das Passwort zu wechseln. Außerdem sollten drahtlose Schnittstellen (z.B. WLAN oder Bluetooth) deaktiviert werden, wenn diese nicht benötigt werden. Die Gefahr ist dann geringer, dass sensible Daten mitgelesen werden.


Kontakt:
Iris Kracke
Beraterin Hauswirtschaft
Telefon: 0511 3665-4432
E-Mail:


Stand: 12.10.2012