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Beim Putzen auch an den PC denken

Im Laufe der Zeit sammelt sich allerlei „Müll“ auf der Festplatte an, etwa überflüssige Dateien oder unnötige Programme. Folge: Der PC wird langsamer. Es lohnt sich, regelmäßig aufzuräumen, denn dann wird er flotter und die Arbeit macht mehr Spaß. 

Es gibt dafür spezielle Anwendungen. Der Klassiker ist der CCleaner (Crap-Cleaner). Er untersucht Programme auf spezielle Rückstände (etwa Verlauf oder Cookies im Browser) und löscht Objekte per Mausklick. So werden sämtliche Dateirückstände und doppelte Dateien gelöscht.

Festplatte defragmentieren

Man kann auch selbstständig den virtuellen Putzlappen schwingen. Zum Beispiel durch defragmentieren. Hintergrund: Eine Festplatte ist in viele Datenblöcke unterteilt, die etwa 512 Byte klein sind. Wird etwa eine 1 MB große Datei auf die Festplatte kopiert, wird sie auf über 2000 der 512-Byte-Datenblöcke aufgeteilt. Der freie Speicherplatz der Festplatte ist durch Schreib- und Löschoperationen ständig in Bewegung. Deshalb speichert die Festplatte die Datenblöcke einer neuen Datei meist nicht hintereinander ab, sondern verstreut sie auf dem Datenträger. Diese verstreuten Datenfragmente erhöhen jedoch die Zugriffszeit und verlangsamen den Lesevorgang. Beim Defragmentieren werden diese verstreuten Daten neu angeordnet. Windows räumt also auf, allerdings nur nach Aufforderung: Man klickt mit der rechten Maustaste auf die gewünschte Festplatte und wählt "Eigenschaften". Nun "Extras" und "Jetzt defragmentieren" auswählen, danach "Überprüfen" und "Defragmentieren". Je nach Nutzung sollte man diesen Vorgang alle ein bis zwei Monate wiederholen. Windows erinnert allerdings nicht daran und man kann den Vorgang auch nicht automatisieren.

Autostart-Liste anpassen
Dass Computer mit der Zeit langsamer werden, kann außerdem mit dem Autostart zusammen hängen. Einige Programme installieren sich so, dass sie automatisch beim Hochfahren des Rechners gestartet werden. Sie sind dann zwar im Hintergrund, benötigen aber Arbeitsspeicher. Das Problem lässt sich beheben, indem man unter "Start/Ausführen" "msconfig" eingibt. Damit wird das gleichnamige Programm aufgerufen. Unter dem Reiter "Dienste" versteckt sich die Liste der ohne Nachfrage gestarteten Programme und hier lässt sich der Autostart auch deaktivieren. Es ist aber nicht ratsam, wahllos alle aufgeführten Programme aus der Autostart-Liste zu nehmen. Von Virenscannern und anderen Sicherheitsprogrammen sollte man besser die Finger lassen. Denn diese haben natürlich aus Sicherheitsgründen ihre Berechtigung, automatisch zu starten.

Alte Tools und temporäre Dateien entsorgen
Alte Programme, die nicht mehr verwendet werden, sollten Sie konsequent deinstallieren. Sie kosten nur unnötigen Speicherplatz. Installiert und Deinstalliert man Programme, hinterlässt das immer Spuren. Denn bei jeder Installation werden Fragmente in die Registrierungsdatei eingetragen. Und diese wird wiederum bei jedem PC-Start abgefragt. Vereinfacht gesagt: Je länger die Liste, desto länger dauert das Abfragen. Allerdings sollten Otto-Normal-Anwender die Registrierungsdatei besser in Ruhe lassen. Aufräumen kann man jedoch die sog. temporären Dateien, die als Datenreste zurück bleiben. Mithilfe der Datenträgerbereinigung werden diese reduziert und neuer Speicherplatz wird frei. Man findet sie im Verzeichnis C:\WINDOWS\TEMP. Entfernen kann man sie mit einem Rechtsklick auf das jeweilige Laufwerksymbol. Unter "Eigenschaften" wird die Funktion "Bereinigen" angeboten.

PC auch von außen reinigen
Zu einem konsequenten Frühjahrsputz gehört natürlich auch die Reinigung des PCs von außen! Pinsel, Wattestäbchen und Fön helfen, Krümel und Fussel aus der Tastatur zu bekommen und die Lüfter vom Staub zu befreien. Zum Schluss wird die Hardware mit Mikrofasertuch und einem geeigneten Reinigungsmittel vorsichtig gereinigt, so dass auch Bakterien keine Chance mehr haben.


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Anne Dirking
Allgemeine Weiterbildung, Agrarbüro und EDV
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Stand: 24.08.2017