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Die Sache mit dem Passwort

Wer im Internet unterwegs ist, braucht ein gutes Gedächtnis. Denn fast alle Anwendungen wollen ein Passwort und das immer wieder neu. Doch wie sieht ein sicheres Passwort aus? Und wie kann man es sich merken?

Ideal ist eine Kombination aus Buchstaben und Ziffern. Es sollten Groß- und Kleinbuchstaben vorkommen und - falls zulässig – Sonderzeichen, etwa das Ausrufezeichen! Leider sind nicht immer alle Sonderzeichen für Passwörter erlaubt. Nicht geeignet sind Umlaute (Ä, Ö, Ü).

Sie können es mit Hilfe eines Merksatzes auswendig lernen. Von diesem Satz kommen die ersten Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zum Einsatz. Das lässt sich leicht merken.
Ein Beispiel: Aus dem Satz „Jeden Tag bin ich eine Stunde im Büro!“ wird das Passwort „JTbi1SiB!“.

Das Institut für Standards und Technologie (NIST) geht sogar noch weiter: Seine Devise: Das Passwort soll mindestens 20 Zeichen haben, denn die Technologie zum Knacken der Passwörter wird immer besser. Erlaubt sind auch echte Wörter, die einen Satz bilden, der keinen Sinn ergibt und mit Sonderzeichen und Zahlen gemischt ist. Ein Beispiel: „Computer am Montag * jede Woche 1 Stunde“.

Ein Passwort für mehrere Anwendungen zu nehmen ist tabu!
Eine Möglichkeit ist, zusätzlich zum Hauptpasswort für jede Anwendung die ersten beiden Buchstaben der Internetseite an den Anfang zu stellen, etwa HI für www.hi-tier.de.
Wichtig ist, sich an das System zu halten, es also immer gleich zu machen. Sonst klappt es nicht!

Egal, für welche Methode man sich entscheidet: Hauptsache weg von den Standardpasswörtern. In Deutschland ist man nämlich nicht gerade kreativ, was die Erfindung von Passwörtern betrifft. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) ermittelt jedes Jahr die beliebtesten Passwörter. Und die Top Ten wird angeführt von hallo, passwort und hallo123. Und weltweit führt 123456.

Für mehr Sicherheit sorgen Passwortmanager. Sie erzeugen schwer zu knackende Passwörter und speichern sie in einer verschlüsselten Datei auf dem Computer. Man muss sich nur noch ein Passwort merken, nämlich das Masterpasswort.

Wer testen möchte, wie sicher sein Passwort ist, kann das unter www.wiesicheristmeinpasswort.de tun. Hier wird die Passwortstärke (0-4) angezeigt und ein grober Hinweis, wie lange es dauern würde, das Passwort zu knacken. Es bietet allerdings nur einen Anhaltspunkt und keinen hundertprozentigen Schutz gegen Angreifer.


Kontakt:
Anne Dirking
Allgemeine Weiterbildung, Agrarbüro und EDV
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Stand: 20.10.2017