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Treffpunkt "Familientisch"

Drei Familien und ein Garten- kann das gutgehen? Auf dem ehemaligen Hof Meyer zu Nahne in Osnabrück hat Familie Horstmann diese Herausforderung angenommen. Mit Erfolg! Ganz in Stadtnähe und in Nachbarschaft mit Löwen, Elefanten und Antilopen des Osnabrücker Zoos liegt die bezaubernde Gartenoase von Familie Horstmann.

Von dem geschäftigen Treiben rundum ist hier inmitten von Rosen, Stauden und seltenen Gehölzen allerdings wenig zu spüren. Eichen, Linden und meterhohe Eiben-Kegel vermitteln rund um den 200 Jahre alten ehemaligen Hof Meyer zu Nahne eher eine beschaulich, dörfliche Gartenwelt.

Der Garten verbindet die drei Familien

Johanna Horstmann  ist hier seit 1971 zu Hause. Schon immer bereitete ihr das Pflanzen und Gestalten in und mit der Natur Freude. Diese Liebe zum Gärtnern hat sie von ihrer Mutter in die Wiege gelegt bekommen und selber inzwischen an Sohn Martin weitergegeben.

Seit sechs Jahren wohnt er mit seiner Familie in einem umgebauten Teil des ehemaligen Bauernhauses und betreibt hier ein eigenes Garten- und Landschaftsbau - Unternehmen.

Das ca. 4500 qm große leicht hängige Grundstück gab genügend Fläche her, sodass auch Sohn Thomas und Frau sich hier mit einem eigenen Haus sesshaft machen konnten.

Alle drei Wohneinheiten teilen sich nun einen großen Garten. Es ist nach wir vor eine Herausforderung allen Ansprüchen gerecht zu werden.

Horstmanns sind diese Herausforderung angegangen und bewältigen sie geschickt auf ansprechende Weise.

Ein gemeinsamer Tisch für alle

Beliebter Treffpunkt im Garten, im Schatten eines  mächtigen 70 Jahre alten Walnußbaums, ist der große schwere Eichentisch. Hier ist Platz für alle Familienmitglieder. Gerne und ungezwungen wird hier gemeinsam erzählt, gespielt und gegessen. Selbstverständlich gibt es hier auch genügend Raum für Sandkasten und Holzpferd der beiden Enkelkinder Mathilda und Malte.

Direkt daneben an sonniger Stelle hat die Schwiegertochter zwei Hochbeete mit Gemüse, Kräutern und Erdbeeren angelegt. Hier können ihre beiden Kinder selber erste gärtnerische Erfahrungen sammeln.

Ein weiterer Naschgarten mit Obstbäumen, Beerenobst und zwei Gemüsequartieren befindet sich noch anderer Stelle im Garten.

Horstmanns sind Naturliebhaber, das heißt neben einer Vielzahl von Pflanzen haben in dem großen Familiengarten auch Wachteln, Hühner, Kaninchen und ein Bienenvolk ihr Zuhause.

Jeder nach seinem Geschmack

Abseits des zentralen Familientreffpunkts besteht für jede Familie die Möglichkeit, sich in ihr eigenes kleines Gartenparadies zurückzuziehen. Durch den Anbau eines Wohnzimmers für die junge vierköpfige Familie entstand für Josefa und Georg Horstmann eine Art Innenhof, in dem sie nach ihren Vorstellungen einen Sitzplatz mit plätscherndem Quellstein gestaltet haben.

Wichtig war den beiden Altenteilern in diesem Bereich eine auch im Winter ansprechende Begrünung mit pflegeleichten bodenbedeckenden Stauden, Gräsern und Gehölzen. Gartenkeramik aus Josefa Horstmanns eigener Werkstatt setzt hier zusätzliche Akzente.

Eine weitere Rückzugsmöglichkeit bietet der sogenannte "Seniorengarten", der älteste Teil der gesamten Gartenanlage, an der vorderen Hausseite.

Martin Horstmann und seine Frau haben Ihre Terrasse mit trendigen rustikalen Holzmöbeln ausgestattet. Ergänzt werden sie durch farbenfrohe Designersessel. Ein dreieckiges gespanntes Leinensegel schützt vor der Sonne.

Diese moderne Möblierung bietet einen interessanten spannungsreichen Kontrast zu dem  historischen Hofgebäude mit seinen sandsteineingefassten Fenstern.

Trotz der kleinen Kinder wollten die beiden Gartenliebhaber nicht auf Wasser in diesem Bereich verzichten.  Eine weitausladende Wasserschale aus Edelrost wurde harmonisch integriert und  mit Baustahlgitter gesichert.

Ein Blütenhartriegel ist in diesem Bereich im Juni der absolute Hingucker. Er ist nicht nur besonders wertvoll aufgrund seiner langen Blütezeit. Neben den cremegelben  Schalenblüten bildet er rote himbeerartige Früchte und eine attraktive Herbstfärbung aus.

Im oberen Bereich des Gartengrundstücks wohnen Thomas Horstmann und seine Frau. Sie haben sich für einen modernen Materialienmix aus Kies, Beton, Edelrost und Holz im Garten entschieden

Ein langgezogener flacher Wall mit Stauden, Rosen und Gehölzen grenzt ihren Gartenteil zur großen Rasenfläche ab.

Robuste Pflanzen – weniger Pflege

Seit etwa 15 Jahren kümmert sich Josefa Horstmann federführend in der Familie um den  großen Garten. Insbesondere bei Rosen legt sie Wert auf eine pflegeleichte und robuste Pflanzenauswahl. Sie empfiehlt z.B. Rosen mit  ADR-Qualitätssiegel, da sie sich durch eine besonders gute Blattgesundheit und Wüchsigkeit auszeichnen.

Ihr derzeitiger Liebling unter den weißen bzw. cremefarbenen Beetrosen ist die Lions Rose. Dieser hitzeverträgliche Dauerblüher bildet nostalgisch anmutende Blüten in Büscheln mit angenehmen Duft.

In Gärten mit feuchten Schattenbereichen verursacht die Große Wegschnecke in massenhaftem Auftreten unschöne Fraßschäden. Darüber hat sich Josefa Horstmann auch selber schon häufig ärgern müssen. Sie rät, z.B. Ziest, Geranium und Salbei in Sorten zu pflanzen, weil Schnecken diese Pflanzen meiden.

Mit dem Rückschnitt aller Stauden wird erst im zeitigen Frühjahr begonnen. Den Winter über dienen sie Tieren als Nahrungsangebot und Unterschlupf. Gleichzeitig wird der Wurzelstock vor Kahlfrost geschützt.

Josefa Horstmann hat bei der Gestaltung ihres Gartens ein glückliches Händchen. Sie entwirft und erstellt dafür wunderschöne Kugeln, Schalen oder Naturmotive aus Keramik und Glasobjekte. Nicht nur im Garten ist ihr Motto: Ich muss nicht – ich darf!“

Für interessierte Besucher öffnet Josefa Horstmann nach telefonischer Anmeldung oder an festen Terminen im Sommer gerne ihren Garten:

Alte Bauernschaft 11
49082 Osnabrück
Tel.: 0541 999 866 33


Kontakt:
Christiane Rehkamp
Beraterin Garten, Hof- und Dorfgrün, Pflanzenbeschau
Telefon: 0541 56008-146
Telefax: 0541 56008-150
E-Mail:


Stand: 05.09.2016