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Endlich - die Grillsaison ist eröffnet

Das Rösten über dem offenen Feuer ist eine der ältesten Garmethoden der Welt und immer etwas Besonderes. Denn Grillen heißt: gemütliches Beisammensein, ein bisschen mit dem Feuer spielen und den ganz besonderen Geschmack von Gegrilltem genießen.
Damit gegrillte Lebensmittel gesundheitlich unbedenklich mit vollem Genuss gegessen werden können und auch keine undurchdringlichen Rauchwolken oder Brandflecken die Stimmung trüben, hier wichtige Tipps für das gekonnte Grillen.

Verschiedenes Fleisch auf dem Grill
Die richtige Auswahl treffen
Gesundes Grillen beginnt bei der richtigen Auswahl des Grillgutes. Zwar kann fast jedes Fleisch gegrillt werden, besonders saftig sind jedoch marmorierte, also mit feinen Fettadern durchzogene Fleischstücke. Das Fett schützt vor dem Austrocknen und sorgt als Geschmacksträger für Genuss. Wer wegen der Kalorien Fett sparen möchte kann es später auf dem Teller wegschneiden.
Prima zum Grillen eignen sich auch alle Fleischstücke mit Knochen. Der Knochen schützt vor dem Austrocknen und das Fleisch um den Knochen herum ist besonders aromatisch wie bei Koteletts oder Rippchen von Schwein und Lamm.
Vom Rind eignen sich vor allem Hüft-, Rump- und Lendensteak, vom Schwein Schnitzel, Kotelett, Nacken und Filet. Geflügel wird im Ganzen oder als Teilstück gegrillt beispielsweise Hähnchenschenkel oder Putenbrust.
Doch nicht nur Fleisch kann gut gegrillt werden. Süßwasserfische mit festem Fleisch wie Aal und Forelle sowie Seefische wie Makrele, Hering und Lachs vom Grill schmecken ebenfalls lecker.
An Gemüse eignen sich Paprika, Zucchini, Champignons, Tomaten - aber auch Maiskolben, Karotten oder Fenchel zum Grillen. Je nach Größe kann das Gemüse als Ganzes auf den Rost gelegt werden oder man steckt es in Stücke geschnitten auf einen Spieß.

Gepökeltes nicht grillen
Gepökeltes Fleisch wie Kasseler, Wiener Würstchen, Bockwürstchen ist zum Grillen nicht geeignet, so die Ernährungsexpertinnen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Das enthaltene Nitritpöckelsalz verleiht dem Fleisch zwar eine schöne rötliche Färbung. Doch können bei hohen Grilltemperaturen Nitrosamine entstehen. Diese Verbindungen scheinen die Entstehung von Krebs zu begünstigen.

Erst grillen, wenn die Glut einen weißen Belag hat
Beim Grillen können weitere unerwünschte Stoffe gebildet werden. Wird beispielsweise die Kohle vor dem Grillen nicht vollständig durchgeglüht und die Lebensmittel grillen sozusagen im offenen Feuer, lagern sich vermehrt polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) auf der Oberfläche des Grillgutes ab.

Deshalb: Mit dem Grillen erst anfangen, wenn sich ein weißer Belag auf der Glut gebildet hat. Außerdem gilt: nur gepresste Holzkohle und Holzkohlenbriketts verwenden. Altholz, Kiefernzapfen oder Altpapier bescheren PAK-haltige Verbrennungsgase.

Fett nicht in die Glut tropfen lassen
Besonders aggressive PAK sind Benzypyrene. Sie entstehen, wenn Fett, Marinade oder Fleischsaft auf die Glut tropfen und dort unter Bildung von bläulichem Rauch verbrennen.

Deshalb: auf das Bespritzen des Fleisches mit Bier oder das ständige Einpinseln mit Marinade verzichten. Und um ein Abtropfen zu vermeiden, Alufolie oder Aluschalen zwischen Rost und Grillgut bringen.

Zu viel gekauft? Aufbewahrung von mariniertem Fleisch
Mariniertes Fleisch kann problemlos auch noch am nächsten Tag auf den Rost gelegt werden - vorausgesetzt, die Kühlkette wurde nicht unterbrochen. Wer jedoch sein Grillfleisch aus der Kühlung nimmt, sollte es noch am gleichen Tag durchgaren. Es empfiehlt sich also, nicht gleich die ganze Menge Fleisch aus der Kühlung zu nehmen, sondern nachzuholen, wenn die Menge nicht genau abzuschätzen ist. Einmal durchgegartes Fleisch kann ohne Bedenken auch noch am folgenden Tag gegessen werden, wenn es gleich nach dem Grillen kühl gelagert wurde. Das gleiche gilt für gegrillte Würstchen.

Der Grill
Elektro- und Gasgrills bieten zweifelsohne viele Vorteile, dennoch entscheiden sich die meisten Grillfans für den Holzkohlegrill. Das offene Feuer, der charakteristische Duft und der typische Geschmack sprechen für diesen Grill.
Beim Kauf eines Holzkohlegrills sollte darauf geachtet werden, dass er gute Standfestigkeit hat. Auch die Halterungen für das Grillrost sowie die Befestigung der Griffe sollten stabil sein. Als Brennstoffe sollten nur Holzkohle oder Holzkohlebriketts verwendet werden. Altpapier, harzreiches Holz, Verpackungen verursachen eine starke Rauchentwicklung.
Hilfsmittel wie Spiritus oder Benzin können bei sommerlichen Temperaturen gefährliche Gase bilden. Besser ist es, spezielle Grillanzünder zu benutzen.
Damit der Grill eine gute, gleichmäßige Leistung bringen kann, muss die Kohle richtig durchgebrannt sein. Dies ist der Fall, wenn die gesamte Holzkohle mit einer feinen weißen Ascheschicht überzogen ist. Der richtige Abstand zwischen Rost und Glutbett lässt sich leicht, wie folgt überprüfen: Wenn es 15 cm über der Glut so heiß ist, dass man seine Hand keine zwei Sekunden darüber halten kann, muss der Rost eine Stufe höher gehängt werden.


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Stand: 14.06.2010