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Ältere Milchabgabeautomaten benötigen noch keinen Belegdrucker

Milchabgabeautomaten unterliegen wie alle vergleichbaren Geräte dem Mess- und Eichgesetz. Danach gilt: Nach dem Kauf der Milch müssen die Kunden einen Kassenbeleg erhalten. Dazu sind etwas ältere Geräte häufig nicht in der Lage. Für sie gilt jetzt eine befristete Ausnahmeregelung.

Um den landwirtschaftlichen Direktvermarktern teure Umrüstungen zu ersparen, hat sich die Fördergemeinschaft „Einkaufen auf dem Bauernhof“ im Vorfeld in die Diskussion um die zweite Verordnung zur Änderung der Mess- und Eichverordnung eingeschaltet. Mit Erfolg!

Der Bundesrat hat am 7. Juli 2017 die zweite Verordnung zur Änderung der Mess- und Eichverordnung beschlossen. Danach müssen Milchabgabeautomaten, die vor dem 31. Dezember 2017 rechtmäßig in Betrieb genommen wurden, erst zum Ablauf des 31. Dezember 2022 mit einem Bon-Ausdrucker nachgerüstet werden.

Die befristete Ausnahme wurde geschaffen um den Bedürfnissen der Praxis – insbesondere kleinerer Betriebe – gerecht zu werden. So können kostenaufwendige technische Nachrüstungen vermieden werden, teilt die Fördergemeinschaft „Einkaufen auf dem Bauernhof“ mit. Die Befristung orientiert sich an den üblichen Abschreibungszeiten für derartige Geräte.

Wer jetzt einen Milchabgabeautomaten kaufen will, sollte darauf achten, dass gleich ein Bondrucker vorhanden ist. Bei den aktuell auf dem Markt erhältlichen zertifizierten Milchautomaten ist inzwischen aber davon auszugehen, dass die Anforderungen des Mess- und Eichrechts eingehalten werden und die Geräte über einen Bondrucker verfügen.


Kontakt:
Sabine Hoppe
Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte, Bauernhofgastronomie
Telefon: 0441 801-809
Telefax: 0441 801-819
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Stand: 08.09.2017