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Politikum Mindestlohn und mögliche Auswirkungen für die Landwirtschaft

Im Vorfeld der letzten Bundestagswahl wurde über kaum ein Thema so kontrovers diskutiert, wie über die Einführung eines Mindestlohns bzw. einer Lohnuntergrenze. Ein allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn existiert in 21 von 28 EU-Staaten. Gemäß der  zwischen Unionsparteien und SPD getroffenen Vereinbarung zur großen Koalition soll im kommenden Jahr Deutschland hinzukommen.  Mit den vorgesehenen 8,50 Euro würde man im EU-Vergleich auf einem mittleren Niveau einsteigen. Dennoch sorgt das Vorhaben der Bundesregierung bereits im Vorfeld für hitzige Diskussionen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden. Auch Landwirte, die Saisonarbeitskräfte und Geringverdiener beschäftigen, könnten vom Mindestlohn betroffen sein, sollte das Gesetz in Kraft treten.

Die Kritiker fordern eine Reihe von Ausnahmen vom geplanten Mindestlohn, u.a. für Saisonarbeitskräfte bzw. Erntehelfer. Derzeit wird geprüft, ob für die Saisonarbeit Ausnahmen vom gesetzlichen Mindestlohn zugelassen werden sollen. Einen besonderen Status "Saisonarbeiter" gibt es nicht mehr. Saisonarbeiter sind Beschäftigte, die befristet in einer Saison arbeiten, arbeitsrechtlich werden sie nicht anders behandelt als andere befristet Beschäftigte. Daher sieht der aktuelle Tarifvertrag den Status "Saisonbeschäftigter" ebenfalls nicht mehr vor und auch in der Arbeitslosenversicherung sind die Sonderregelungen für Saisonbeschäftigte beseitigt worden.

Einen umfassenden Überblick zur aktuellen Situation in der Landwirtschaft gibt der anhängende Beitrag. Dort werden insbesondere die Auswirkungen des geplanten Mindestlohns auf betroffene Betriebe aber auch auf die Motivation von Mitarbeitern durchleuchtet. Außerdem finden Sie im Anhang die Argumente der Tarifpartner Pro und Contra Mindestlohn in der Landwirtschaft.
(Quelle: dlz agrarmagazin, März 2014)


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Stand: 10.03.2014



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