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Klimawandel in der Landwirtschaft angekommen

Jedes dritte Unternehmen misst dem Klimawandel schon jetzt eine große Bedeutung für den Firmenerfolg bei. Das zeigt das Ergebnis einer Befragung der Universität Oldenburg bei Unternehmen der Metropolregion Oldenburg – Bremen im Nordwesten.

Landwirte sehen sich vom Klimawandel am stärksten betroffen. Laut Umfrageergebnis geben circa zwei Drittel der Landwirte an, in ihren Unternehmen bereits jetzt die Folgen des Klimawandels spüren zu können. Überdurchschnittlich stark betroffen sind außerdem das Gastgewerbe, die Bau- und die Immobilienbranche.

Etwa drei Viertel der Unternehmen geben an, dass sie den Informationsquellen zum Klimawandel nicht vertrauen.

Nach Ansicht der Universität Oldenburg sind ihre Befragungsergebnisse statistisch abgesichert. Die Unternehmen, die an der Befragung teilgenommen haben, setzen sich hinsichtlich Branchenzugehörigkeit und Größe weitgehend so zusammen wie die Grundgesamtheit aller Unternehmen in der Metropolregion. Von 45.000 Unternehmen im Nordwesten sind 4.000 ausgewählt worden, von denen 267 einen auswertbaren Fragebogen zurückgeschickt haben.

Die überwiegende Zahl der Wissenschaftler ist sich einig, dass der Klimawandel nicht mehr zu stoppen ist. Die bereits in die Luft geblasenen Treibhausgasemissionen werden noch über Jahre wirken. Um die Folgen des Klimawandels in beherrschbaren Grenzen zu behalten, sollen diese Emissionen reduziert werden. Hierzu gibt es verschiedene internationale Vereinbarungen.

Jetzt schon als unvermeidbar vorhergesehene Folgen des Klimawandels sind vermehrt auftretende Extremwetterereignisse wie Trockenheit, Starkregenfälle, Hitzetage und Stürme. Der Klimawandel geht aber auch einher mit einer verlängerten Vegetationsperiode und einer höheren Durchschnittstemperatur. Er bringt naturgemäß Risiken mit sich, aber bietet auch Chancen, die es zu nutzen gilt. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Der Unternehmer selbst ist gefordert, sich rechtzeitig mit dieser Herausforderung zu befassen. Von ihnen kommen häufig die praxistauglichsten Ideen. Die Beratung ist gefordert, um als Bindeglied zwischen Forschung und Praxis bei der Entwicklung geeigneter Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel und zum Klimaschutz zu helfen.


Kontakt:
Ansgar Lasar
Klimabeauftragter
Telefon: 0441 801-208
Telefax: 0441 801-315
E-Mail:


Stand: 06.07.2011