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Fit für den Klimawandel - ein neues Seminarangebot für Landwirte

Die Landwirtschaftskammer hat mit finanzieller Unterstützung des Bundesumweltministeriums ein Seminarangebot „Fit für den Klimawandel“ erstellt. Die Teilnehmer werden dabei unterstützt, die zu erwartenden Klimaveränderungen und den betrieblichen Anpassungsbedarf einzuschätzen. Zielgruppe sind Unternehmer/innen und Beschäftigte in der Landwirtschaft. 

Auslöser für die Entwicklung des Seminarangebotes ist die besondere Betroffenheit der Landwirtschaft vom Klimawandel. Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig sind Landwirte vom Wettergeschehen abhängig. Sie messen dem Klimawandel deshalb auch eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung für ihren zukünftigen Unternehmenserfolg bei, wie Unternehmensbefragungen zeigen.

In dem Seminar werden folgende Fragen bearbeitet:

  1. Welche Klimaveränderungen sind zu erwarten?
  2. Welcher Anpassungsbedarf besteht?
  3. Welche konkreten Anpassungsmaßnahmen sind in meinem Betrieb sinnvoll?

Welche Klimaveränderungen sind zu erwarten?

Bei Landwirten herrscht eine erhebliche Skepsis über Veröffentlichungen zum Klimawandel. Von Horrorszenarien bis zu totaler Verharmlosung ist bekanntlich alles dabei. In dem Seminar werden die gemessenen Veränderungen landwirtschaftlich relevanter Klimaparameter mit den praktischen Erfahrungen der Teilnehmer verknüpft. Anschließend werden die für Niedersachsen bis Mitte und Ende dieses Jahrhunderts projizierten Veränderungen  untersucht. Im Fokus stehen dabei die landwirtschaftlich besonders bedeutsamen Klimaparameter wie zum Beispiel die Dauer der Vegetationsperiode, die Niederschlagsverteilung auf Sommer und Wintermonate, die Anzahl von Starkregentagen, die Dauer von Hitzewellen- und Trockenperioden.

Die Klimaprojektionen sind in die Zukunft gerichtet. Sie sind mit Unsicherheiten behaftet. Das gilt in erster Linie für das Ausmaß der zu erwartenden Veränderungen. Über die Richtung, in die sich die Klimaparameter verändern werden, gibt es dagegen eine recht große Übereinstimmung bei den verschiedenen Klimaprojektionsmodellen.

Welcher betriebliche Anpassungsbedarf besteht?

Die erwarteten Klimaveränderungen bieten für die Landwirtschaft gleichzeitig Risiken und Chancen. Anpassungsbedarf zur Risikominderung besteht zum Beispiel durch zunehmenden Hitzestress bei Nutztieren oder durch größere Ertragsausfälle bei längeren Trockenperioden. Ein Beispiel für eine Chance aus dem Klimawandel ist die längere Vegetationsdauer. Sie erfordert Anpassungsmaßnahmen, die die längere Wachstumszeit in Ertrag umsetzt. In dem Seminar wird der Anpassungsbedarf für die Tier- und Pflanzenproduktion aufgezeigt.

Welche konkreten Anpassungsmaßnahmen sind sinnvoll?   

Es gibt zahlreiche Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Für den Landwirt stellt sich die Frage, welche Maßnahmen passen zu seinem Betrieb? Der Anpassungsbedarf ist je nach betrieblichen Verhältnissen und nach persönlicher Risikoeinschätzung des Betriebsleiters unterschiedlich. Die Seminarunterlage enthält einen Leitfaden, mit dem die Teilnehmer den Anpassungsbedarf an die Klimaveränderungen nach der Eintrittswahrscheinlichkeit und dem Schadensausmaß beurteilen. Auf dieser Grundlage werden gezielt sinnvolle Anpassungsmaßnahmen für die jeweiligen Produktionsverfahren ausgewählt.

Wie wird die Seminarunterlage genutzt?

Die Seminarunterlage wird vielfältig genutzt. Sie dient als Grundlage für ein ganztägiges Seminar. In gestraffter Form wird sie darüber hinaus für Halbtagsseminare und Vorträge eingesetzt.

Landwirte, die sich über das Thema zuerst einmal informieren möchten ohne an einem Seminar teilzunehmen, können die Unterlagen auch direkt beziehen. Sie sind leicht verständlich und enthalten

  • anschauliche Grafiken über die Veränderungen landwirtschaftlich relevanter Klimaparameter
  • Übersichten mit dem Anpassungsbedarf und geeigneten Anpassungsmaßnahmen in der Tier- und Pflanzenproduktion
  • Vordrucke, um sinnvolle Anpassungsmaßnahmen für die  Produktionsverfahren des eigenen Betriebes auszuwählen 

Das Seminarheft kostet 25 € einschließlich Mehrwertsteuer und Versandkosten.

Wo gibt es weitere Informationen?

Für weitere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf:


Kontakt:
Ansgar Lasar
Klimabeauftragter
Telefon: 0441 801-208
Telefax: 0441 801-315
E-Mail:


Stand: 24.10.2013