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Effiziente Wassernutzung im Ackerbau Nord-Ost-Niedersachsens: Möglichkeiten zur Anpassung an den prognostizierten Klimawandel

Eine Literaturstudie im Rahmen des Verbundprojekts KLIMZUG-NORD.

 Auf den überwiegend sandigen Böden Nord-Ost-Niedersachsens ist Wasser schon jetzt ein begrenzender Produktionsfaktor in der Landwirtschaft. Auf Grund des prognostizierten Klimawandels wird dieser Faktor in seiner Bedeutung noch steigen. Zukünftig wird es daher noch wichtiger, Wasser effizient und sparsam einzusetzen und die Qualität der Ressource Grundwasser zu sichern.

In anderen Regionen der Erde stellt Wasser in noch stärkerem Ausmaß den begrenzenden Faktor für den Ackerbau dar. Daher gibt es weltweit eine Vielzahl von Forschungsarbeiten, die sich mit Möglichkeiten zur  Steigerung der Effizienz der Wassernutzung befassen. Eine Literaturstudie sollte einen Überblick über diese Arbeiten schaffen.

In der erfassten Literatur wird eine Vielzahl von Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz der Wassernutzung aufgeführt. Diese betreffen schwerpunktmäßig die Bereiche Bodenbedeckung, Bodenbearbeitung, Humusgehalt, intensive und tiefe Durchwurzelung, Sortenwahl/Züchtung sowie Nährstoffversorgung und Anpassung des zeitlichen Wasserbedarfs der Pflanzen an die Niederschläge. Vielfach wird darauf hingewiesen, dass die Effizienz der Was

sernutzung in erster Linie vom erzielten Ertrag abhängt. Somit sind alle ertragssteigernden Bewirtschaftungsmaßnahmen, wie beispielsweise Düngung und Pflanzenschutz, auch hierfür von entscheidender Bedeutung.

Die Wirkung der beschriebenen Maßnahmen auf die Effizienz der Wassernutzung wird in der Literaturstudie bewertet. Die sandigen Böden Nord-Ost-Niedersachsens haben nur ein sehr geringes Wasserspeichervermögen, das für den Pflanzenbedarf nicht ausreicht. Zur Versorgung der Pflanzen sind daher -selbst bei Vermeidung aller Verlustgrößen- regelmäßige Niederschläge oder eine Zusatzbewässerung in der Vegetationsperiode erforderlich.

Insgesamt ergaben sich kaum Ansätze, die unter den besonderen Bedingungen des Projektgebietes zu einer gravierenden Steigerung der Effizienz der Wassernutzung beitragen können. Dies liegt insbesondere an der geringen Wasserspeicherkapazität dieser Böden, die eine Beregnung unabdingbar macht. Dennoch können verschiedene Maßnahmen zumindest einen Beitrag zur Effizienzsteigerung leisten. Für genauere Aussagen fehlt allerdings bisher vielfach die Datengrundlage.

Weitere Informationen zum Verbundvorhaben KLIMZUG-NORD finden Sie unter diesem Link.


Kontakt:
Dr. Jürgen Grocholl
Leiter Bezirksstelle Uelzen
Telefon: 0581 8073-124
Telefax: 0581 807399-124
E-Mail:


Stand: 09.01.2014