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Jeder Mensch hat Potential, Migranten im ländlichen Raum

Veranstaltungsrückblick: Europa und seine ländlichen Räume - Migranten – Willkommen – Perspektiven - Heimat

Die Markthalle Delmenhorst, 1919 erbaut, mit historischem Hintergrund zu Marktgeschehen und Flüchtlingskindern eignete sich hervorragend für das obengenannte Thema im Rahmen der Reihe Europa und seine ländlichen Räume zu der die  Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) und das Europäische Informationszenter (EIZ) der Staatskanzlei Niedersachsen eingeladen hatten.

 

Frau Prof. Dr. Ayça Polat von der Fachhochschule Kiel machte in ihrem Impulsreferat eindrucksvoll die Situation von Flüchtlingen und Migranten im ländlichen Raum deutlich. Die ehemalige Oldenburger Integrationsbeauftragte nannte die niedrige Geburtenrate von Frauen in Deutschland und den Anstieg der Lebenserwartung um knapp 3 Monate pro Jahr in Deutschland als wesentliche Ursachen, dass ohne Zuwanderung der demografische Wandel nicht aufzuhalten ist.

 Ländliche Räume können mit dem Standortfaktor Familienfreundlichkeit punkten. Niedrige Lebenshaltungskosten, Freizeitmöglichkeiten und Natur  und ein hohes Angebot an standortnahen Arbeitsmöglichkeiten in der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette tragen zu einer hohen Lebensqualität im ländlichen Raum bei.

Überraschend die Information, dass unter den Top 10 der aufnehmenden Länder an der Spitze Pakistan  mit ca. 1.6 Mill. Flüchtlinge in 2014 steht und dort von den EU-Staaten kein Land dabei ist.

In Deutschland sind in 2014 ca. 500.000 Menschen mehr zu- als abgewandert.

Sabine Schicke moderierte gekonnt das Dialoggespräch mit Experten der Arbeitsvermittlung und Betreuung, Dr. Matthias Heyder, LWK, Ulrich, Christ, Migrationsbeauftragter der Bundesagentur für Arbeit und Thomas Uhlen Caritasverband Osnabrück.

Akteure der unterschiedlichsten Einrichtungen beschickten einen Markt der Möglichkeiten.

In zwei Gesprächskreisen waren die Teilnehmer aufgerufen, Lösungen zur besseren Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zu entwickeln.

Gelegentlich einmal mehr Lächeln ist ein kostenloses Zauberwort. Mit mehr finanziellem Aufwand sind sprachliche Unterstützungen und berufsqualifizierende Maßnahmen verbunden.

Empathie, Zeit und Verständnis können helfen, Menschen, die mit lebensbedrohlichen Krisenerlebnissen in Deutschland ankommen, zu unterstützen.

Heinrich Grupe, stellvertretender Kammerpräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bedankte sich in seinem Schlusswort für die entwickelten interessanten Lösungsansätze. Die Landwirtschaftskammer ist bereit, den Eingliederungsprozess mit zu fördern und zu unterstützen.

Das Know-how aus der Arbeitnehmerberatung, Weiterbildung und Ausbildung soll dabei genutzt werden. Die grünen Berufe bieten viel Potential für qualifizierte Ausbildung, nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse und eine damit verbundene Lebenszufriedenheit.

 

Alle Beteiligten waren sich einig, jeder Mensch hat Potential, dieses gilt es zu fördern und zu nutzen.  

 


Kontakt:
Lydia Vaske
Akquise von Projekten und fachliches Projektmanagement
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Stand: 04.05.2015