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Mehr Toleranz und Verständnis in der Lebensmittelbranche gefragt!

Bei der Tagung „Unser täglich Brot! Wo ist die Wertschätzung geblieben?“ wurde eines deutlich, - ein Zusammenschluss aller Akteure stellt die Grundlage für die Zukunft dar.

Ca. 60 Teilnehmer haben sich gestern versammelt, um die Wertschätzung von Lebensmittel zu diskutieren. Rund 82 Kilogramm Lebensmittel schmeißen wir alle in Deutschland jährlich auf den Müll. Sind sie einfach zu billig, um eine ausreichende Wertschätzung zu erfahren? Machen wir uns beim Einkauf bewusst, wieviel Arbeit in unseren landwirtschaftlichen Betrieben geleistet werden muss, um unsere Teller auf eine sehr vielfältige Weise zu füllen?

Unter Ihnen fand sich ein bunt gemischter Personenkreis wieder. Neben Professoren, Politikern, Slow-Food-Mitgliedern, Direktvermarktern und Studenten gab es auch zahlreiche Landfrauen, Handelsvertreter, Landwirte  und Priestern, die sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten.

In einem schönen Ambiente des WABE-Zentrums, welches als Versuchsbetrieb der Hochschule Osnabrück fungiert, wurde diese Tagung durch das Europäische Informations-Zentrum und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ermöglicht.

Die Vorträge wurden anschaulich und informativ vorgetragen. Die Teilnehmer erfuhren aus erster Hand, wie viel Geld die Verbraucher heute in der EU ausgeben für Nahrungsmittel, wie hoch das Einkommen von Landwirten ist. Interessant ist, dass  Kartoffeln z. B. keinen Beliebtheitsgrad haben, weil sie geschält werden müssen, das ist bei Pommes und Chips anders.

Für jeden der Beteiligten war etwas Interessantes dabei. Neu ist das seit Januar auf dem Markt befindliche Portal Regionalvermarktung Niedersachsen.

Stille war im Raum bei den Vorträgen der beiden engagierten Bäuerinnen Johanna Eyting und Biobäuerin Anne Meyer zu Belm. Beide Betriebsleiterinnen stellten eindrucksvoll die Entwicklung ihrer Betriebe  vor, die ein Erfolgmodell ist, wenn die Betriebsleiter offen für Entwicklung und Innovationen sind. Dies hat sich dann später auch in den emotional geprägten Diskussionsrunden gezeigt. Hier wurde vor allem auf jeder Seite die eigene Betroffenheit deutlich.

Am Ende des Tages konnte zwar keine konkrete Lösung für eine verstärkte Wertschätzung von Lebensmitteln gefunden werden, jedoch ist Jedermann mit dem Gefühl aus der Veranstaltung gegangen, dass er einen Schritt auf sein Gegenüber zugehen konnte. Die Kommunikation der Beteiligten untereinander und das Verständnis für die jeweilige Situation des anderen haben dazu beigetragen, dass sich am gestrigen Tage viele Wege und Möglichkeiten verbinden konnten.


Kontakt:
Lydia Vaske
Akquise von Projekten und fachliches Projektmanagement, EU-Beauftragte
Telefon: 0441 801-239
Telefax: 0441 801-506
E-Mail:


Stand: 04.05.2016



PDF: 25506 - 1080.91210938 KB   2016-04-27 Vortrag Vinzenz Bauer   - 1081 KB