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Welches Studienfach wählen? Eine Entscheidung für die Zukunft

Die wachsende Anzahl von Studienfächern - die richtige Auswahl - ein langer Entscheidungsprozess

Für Schülerinnen und Schüler, die kurz vor dem Abschluss an den Allgemeinbildenden Schulen stehen, beginnt eine Zeit des Dauerstresses. Sie müssen nicht nur für die vor ihnen liegenden Prüfungen lernen, sondern sich auch schon für die Zeit danach informieren und beraten lassen. Wer nach dem Abitur oder der Fachhochschulreife studieren will, steht oft ratlos vor vielen Fragen, welche Studienfächer zu ihm passen.

Das ständig wachsende Studienangebot und die starke Differenzierung innerhalb der vielen neuen Bachelor-Studiengänge machen die Entscheidung immer schwieriger. Schulabgänger sollten sich so früh als möglich mit der Wahl des Studienfaches befassen. Die Studienfachwahl ist ein Entscheidungsprozess, der nicht von heute auf morgen gelingen wird, er kann lange dauern.

Wünsche und Ziele
Im ersten Schritt müssen angehende Studentinnen und Studenten sich mit ihren Wünschen und Zielen auseinandersetzen. Ebenso empfiehlt es sich bei der Studienauswahl daran zu erinnern, was man als Kind für einen Berufswunsch hatte. Im zweiten Schritt sollten Schulabgänger mit verschiedenen Beraterinnen und Beratern der Hochschulen über die Studienauswahl sprechen. Weiterhin gehören dazu die Eltern und Lehrer, aber auch Menschen, die im eigenen Wunschberuf arbeiten. Wichtig ist, dass man ein eigenes Bild vom zukünftigen Beruf hat und dabei nicht so stark auf die Empfehlungen der Eltern zu hören. Ein erzwungenes Studium kann nicht intensiv und gut betrieben werden. Entscheidungshilfen geben die Agenturen für Arbeit und in geringerem Umfang auch Offizialberater und private Berater. Die Abiturienten können sich auch ein Lehrbuch eines Studienfaches besorgen oder eine oder mehrere Probevorlesungen besuchen, um zu erfahren, ob das Studium ihren Vorstellungen entspricht. Außerdem gibt es zahlreiche Online-Tests, die einem Auswahlverfahren gleichen. Manche Universitäten bieten Selbsttests zur Bewerbungsvoraussetzung. Daran werden unter anderem der eigene Wissenstand in einem Fach und die Konzentrationsfähigkeit beurteilt und eingeschätzt. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sollten bei der Entscheidung nicht unbedingt an erster Stelle stehen. Zum einen gibt es keine neutrale Prognose von mehr als zwei Jahren. zum anderen stellt sich immer wieder die Frage, ob ich in einem Berufsfeld, das ich nur oder hauptsächlich wegen des günstigen Marktes gewählt habe, erfolgreich und zufrieden bin.

Eine breite Ausbildung ist wichtig
Auch die Hochschule und der Studienort sind mit in die Überlegungen einzubeziehen, denn oft verbergen sich hinter dem gleichen Studienfach Bezeichnungen mit völlig unterschiedlichen Inhalten. Ein breit gefächerter Studiengang macht außerdem für viele mehr Sinn als stark spezialisierte Fächer und welches Fachwissen gefragt ist, kann sich schnell ändern. Mit einer breiten und fundierten Qualifikation haben Absolventinnen und Absolventen daher mehr Möglichkeiten. Entpuppt sich das gewählte Fach hinterher trotz allem nicht als das richtige, ist rasch über einen Studienfachwechsel nachzudenken. Der Wechsel ist dann kein Drama und wird auch nicht als Versagen aufgefasst.

Autor: Werner Bathge


Kontakt:
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Leiter Fachbereich Arbeitnehmerberatung, Weiterbildung
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Stand: 28.08.2012