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Aufgeben? Niemals! Quereinsteiger in den Beruf Landwirt verabschiedet

Innerhalb von zwölf Wochen haben sich 19 junge Männer und Frauen in einem Vollzeitkurs der Landwirtschaftskammer Niedersachsen von November 2015 bis Februar 2016 auf die Abschlussprüfung im Beruf Landwirt vorbereitet. Die meisten von ihnen haben schon einen Beruf erlernt und haben nun als Quereinsteiger gemäß Paragraph 45 (2) Berufsbildungsgesetz die Prüfung im Ausbildungsberuf Landwirt abgelegt.

Urkunden übergeben - Quereinstieg im Beruf Landwirt erfreut sich großer Beliebtheit

 

Seit Jahren ist er ausgebucht. Der Lehrgang der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, in dem Praktiker innerhalb von zwölf Wochen auf die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Landwirt vorbereitet werden, erfreut sich großer Beliebtheit. „Das ist ein positives Signal und zeigt die Attraktivität des Berufs Landwirt“, konstatierte Heinrich Grupe, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

19 Frauen und Männer erhielten jetzt im Blattpavillon der DEULA Nienburg ihre Abschlussurkunden, nachdem sie zuvor gemäß Paragraph 45 (2) des Berufsbildungsgesetzes die Zulassung zur Prüfung im Ausbildungsberuf Landwirt durch mindestens 4,5-jährige praktische Arbeit im Beruf erlangt hatten.  Die Vorbereitung in den Bereichen Rinder- und Schweinehaltung wurde am Landwirtschaftlichen Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer in Echem (Landkreis Lüneburg) durchgeführt. Der Unterricht in der Maschinentechnik und der Pflanzenproduktion fand an der DEULA Nienburg statt. Für die praktische Prüfung stellten sich Ausbildungsbetriebe aus den Landkreisen Nienburg und Diepholz zur Verfügung.

„Dieses Bildungskonzept hat sich bestens bewährt. Das zeigen auch die guten Ergebnisse der Absolventen“, lobte Grupe.

Nienburgs Kreislandwirt Tobias Göckeritz hob in seiner Ansprache an seine neuen Berufskollegen die ständig steigenden Anforderungen hervor. Dennoch motivierte er die Absolventen, auch in den aktuell schwierigen Zeiten, positiv in die Zukunft zu blicken. Der Berufsstand sei in der Vergangenheit schon häufig durch wetterbedingte Ernteausfälle und Tierseuchen in wirtschaftliche Schieflage geraten. Von beiden seien die Landwirte durch eigene Leistung heute nicht mehr so stark betroffen. „Heute machen uns stark schwankende Marktpreise das Leben schwer“, sagte Göckeritz. Er gab den frisch gebackenen Landwirten eine alte Bauernregel mit auf den Weg, die schon etliche Generationen durch finanzielle Engpässe gebracht haben soll: „Beherzigt die Drei-Jahres-Liquiditätsregel! Habt immer eine Ernte auf dem Feld, eine auf dem Boden und eine auf der Bank.“

Die Jahrgangsbeste, Maren Redderberg aus Artlenburg (Landkreis Lüneburg), lobte in ihrer kurzen Abschlussrede die tolle Gemeinschaft der Teilnehmer und freute sich über eine Tatsache ganz besonders: „Von allen die anfingen, haben auch alle den Kurs erfolgreich beendet.“

Die drei Prüfungsbesten, Felix Lampe, Maren Redderberg und Thomas Voigt, erhielten für besonders gute Leistungen ein Buchgeschenk aus den Händen von Vizepräsident Heinrich Grupe und Kreislandwirt Tobias Göckeritz.

Die Absolventen:

Dominic Drahman (Vechta), Jan Duensing-Knop (Rodewald), Tobias Eitzmann (Rodewald), Jonathan Engelhardt (Hamburg), Alexandra Grefe (Seelze), Malte Herbst (Celle), Holger Hillmann (Warmsen), Philipp Kruse (Petershagen), Felix Lampe (Warmsen), Björn Öhlschläger-Kruse (Neustadt a.R.), Andre Öhne (Hattorf a.H.), Maik Öhne (Hattorf a.H.), Maren Redderberg (Artlenburg), Sabine Spöring (Visselhövede), Sven Schütte (Petershagen), Jan-Philipp Thom (Abbendorf), Thomas Voigt (Neustadt a.R.), Thomas Warratz (Küsten), Marcus Wiebe (Rodewald).


Kontakt:
Ralph Werfelmann
Berater Arbeitnehmerberatung, Arbeitgeberberatung
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Stand: 23.03.2017