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Sicherheitscheck beim Kreiselmähwerk

Zur Gewinnung von gutem Grundfutter ist eine funktionierende Erntekette das Wichtigste. Um dies zu erreichen, sind Fachwissen und eine gute Organisation notwendig. Nicht vernachlässigt werden darf die regelmäßige Kontrolle der eingesetzten Geräte, wie zum Beispiel des Kreiselmähwerkes. Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat die wichtigsten Punkte zusammengestellt.

 Messer & Befestigungsbolzen

 

Neben der üblichen Routine-Überprüfung vor jedem Einsatz gilt beim Mähwerk sicher der erste Blick den Messern und deren Befestigungsbolzen. Hier muss regelmäßig erneuert werden, was durch Abnutzung unbrauchbar geworden ist. Nur wer mit dem speziell für sein Mähwerk passenden Werkzeug arbeitet, und dieses Spezialwerkzeug auch gemäß der Betriebsanleitung einsetzt, vermeidet zuverlässig schmerzhafte Quetschverletzungen der Finger. Vor dem Einsatz des Mähwerkes auf der Wiese ist zu prüfen, ob die Messerhalterungen noch fest verschraubt im Drehteller befestigt sind, oder ob eventuell Schrauben nachgezogen werden müssen, um zu verhindern, dass sich die Messer beim Einsatz lösen und verloren gehen.

 

 

 

 

 

 

Hydraulik-Schläuche

 Beim Blick auf die Hydraulik-Schläuche ist auf Alter und Beschaffenheit zu achten. Schläuche, deren Material bereits brüchig geworden ist, müssen gewechselt werden. Das gleiche gilt natürlich für Schläuche, die durch den Betriebseinsatz schadhaft geworden sind. Schäden, die durch das Aneinanderreiben der Schläuche auftreten, können verhindert werden, indem die Hydraulik-Schläuche durch zusätzliche Schutzschläuche ummantelt werden. Ferner ist auf die vorgeschriebenen Biegegrade zu achten, damit die Schläuche nicht knicken, und dadurch Schaden erleiden. Zu straff geführte Schläuche müssen ebenfalls als potentielle Gefahrenquelle gesehen werden, da die Gefahr, dass sie durch die Zugbelastung aus der Befestigung springen, gegeben ist.

 Beim Kauf eines neuen Schlauches ist darauf zu achten, dass er den geltenden DIN-Normen entspricht. Das aufgedruckte Herstelldatum gibt Auskunft, wie lange dieses Verschleißteil bereits auf Lager gehalten wurde. Hier ist immer dem neuesten passenden Schlauch der Vorzug zu geben. Der Aufdruck am Schlauch gibt ebenfalls Auskunft darüber, für welchen maximalen Druck er zulässig ist. Beim Transport muss dafür gesorgt werden, dass die Schläuche gut befestigt werden, und nicht frei schwingen.

 

Transportsicherungen

Sind die vorgeschriebenen mechanischen Transportsicherungen intakt? Sie verhindern, dass sich das Mähwerk bei einem Druckabfall im Hydraulik-Schlauch beim Transport absenken und ausklappen kann, was in der Vergangenheit bereits zu tragischen Unfällen geführt hat.

 

 

 

 

 Gelenkwelle

 

Ein weiterer Blick gilt der Gelenkwelle, die regelmäßig geschmiert werden muss. Gut beraten ist, wer bereits beim Kauf darauf achtet, ein Gerät mit möglichst wenigen, gut zugänglichen Schmierstellen zu erwerben. Am sinnvollsten sind dabei Gelenkwellen, die über ein Fettdepot verfügen, so dass ein regelmäßiges Nachschmieren entfällt. Um Unfälle zu vermeiden, muss darauf geachtet werden, dass der vorgeschriebene Gelenkwellen-Schutz, der das Kreuzgelenk verdeckt, intakt und angebracht ist. Antriebsriemen müssen mit dem vorgesehenen Schutz verkleidet sein.

 

 

 

Leuchten & Warntafeln

 

Vor Fahrtbeginn prüfen, ob die erforderlichen Leuchten und Warntafeln für die Beförderung auf der Straße ordnungsgemäß angebracht und funktionstüchtig sind! Die Verantwortung hierfür liegt beim Halter wie beim Fahrer gleichermaßen. Grundsätzlich gilt: Immer dann, wenn die Beleuchtungseinrichtungen des Schleppers durch angebaute Maschinen verdeckt sind, müssen sie am Gerät wiederholt werden. Wenn das Mähwerk mehr als einen Meter über die Schlussleuchte des Traktors hinausragt, dann sind am Mähwerk eigene Schlussleuchten, Rückstrahler und natürlich Warntafeln anzubringen. Das Selbe gilt natürlich auch für das Nummernschild. Warntafeln und Aufklebefolien müssen den gültigen DIN-Normen entsprechen. Besondere Vorschriften gelten für den Transport von Frontgeräten.

 

Gefahrenbereich

 Wird das Mähwerk aus der Transport- in die Arbeitsstellung gebracht, besteht die Gefahr, dass Personen, die zwischen dem Schlepper und dem Gerät stehen, zwischen Hinterrad und Mähwerk eingeklemmt werden, und sich dabei gefährlich verletzen. Je nach Bauart kann die Schwenkgeschwindigkeit durch die Neigung des Geländes erheblich beeinflusst werden. Achten Sie deshalb darauf, dass sich keine Personen im Gefahrenbereich aufhalten.

 

 

 

Schutztuch

 Das Hauptrisiko bei der Erntearbeit auf der Wiese liegt darin, dass herumliegende Steine oder andere Gegenstände vom Mähwerk herausgeschleudert werden. Es wäre nicht der erste Stein, der bei seinem Steilflug nur knapp den Kopf des Schlepperfahrers verpasst. Dem am Mähwerk angebrachten Schutztuch kommt in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung zu, hält es doch Steine und andere Gegenstände davon ab, wegzuschleudern. Entsprechend seiner Bedeutung sollte es regelmäßig auf Risse oder andere Defekte überprüft werden. Als zusätzliche Sicherheit sollte immer die Fahrerkabine, soweit vorhanden, beim Mähen geschlossen bleiben. Bereits vor dem Mähen ist es sinnvoll, das Gelände auf herumliegende Gegenstände oder auch im Gras versteckte Tiere abzugehen. Bei Frontmähwerken müssen die seitlichen Schutztücher, die beim Transport hochgeklappt werden, in Arbeitsstellung gebracht werden.

 

 

Nachlaufzeit

 Rund zwei Minuten laufen Mähwerke nach, nachdem sie abgestellt wurden. Die genaue Nachlaufzeit ist auf dem Mähwerk vermerkt. Während dieser Zeitspanne rotieren die Messer mit dem gleichen Schwung, den sie beim Mähen der Wiese haben. Wer für Arbeiten am Mähwerk diese wenigen Minuten nicht abwartet, bevor er sich dem Mähwerk nähert, lebt gefährlich!

Mähwerke sind nicht nur für den Landwirt sondern auch für Passanten eine Gefahr. Deshalb ist darauf zu achten, dass sich niemand im Gefahrenbereich des laufenden oder nachlaufenden Mähwerks aufhält.

 

Betriebsanleitung

 Genaue Sicherheitshinweise erhält der Landwirt aus seiner mitgelieferten Betriebsanleitung. Diesen Ausführungen sollte schon aus Haftungsgründen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Hinweise auf die besonderen Eigenheiten und Gefahrstellen des Gerätes bieten auch die angebrachten Aufkleber. Sollten sich diese im Laufe der Zeit lösen, gibt es beim Landmaschinenhändler Ersatz.

 

 

 

Für Landwirte, die beim Neukauf eines Mähwerks auf „Nummer Sicher“ gehen wollen, hält die SVLFG eine Verpflichtungserklärung bereit. Mit der Unterschrift auf dieser Verpflichtungserklärung versichert der gewissenhafte Landhändler, dass die von ihm verkauften Maschinen den Vorschriften an Sicherheit und Gesundheitsschutz der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft genügen. Die Verpflichtungserklärung steht zum kostenlosen Download bereit unter www.svlfg.de > Prävention > Fachinformationen > Landwirtschaft/Jagd > Bei Landmaschinen – Sicherheit selbstverständlich?

Quelle: Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)

 


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Stand: 02.09.2014