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Förderung Ökolandbau 2016

Der europäische Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) wird durch die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für Niedersächsische und Bremer Agrarumweltmaßnahmen (NIB-AUM) verwaltet. Der ERLER-Fond besteht aus Geldern der europäischen Union kofinanziert durch Länder, Kommunen oder öffentliche Stellen. Die Agrarumweltmaßnahmen sind Teil des Programms zur Förderung der Entwicklung im ländlichen Raum (PFEIL) für Niedersachsen und Bremen.

Das PFEIL Programm wurde durch die EU-Kommission im Mai 2015 genehmigt. Damit einhergehend wurden die Prämien für die Antragssteller, die in 2016 eine neue Verpflichtung beantragen, angehoben. Die neuen, höheren Fördersätze für die Umstellung auf den Ökolandbau und dessen Beibehaltung (BV1) gelten bisher für 2016 vorbehaltlich der Genehmigung durch die EU-Kommission!

 

Wesentliche Auflagen

Gefördert wird die Einführung oder Beibehaltung eines ökologischen Anbauverfahrens im gesamten Betrieb, was den Vorschriften der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 und des dazu gehörigen EG-Folgerechts in der jeweils geltenden Fassung entspricht.

 

Verpflichtungszeitraum

Mit der Antragstellung verpflichtet sich der Betriebsleiter, fünf Jahre entsprechend den Regeln des Ökolandbaus zu wirtschaften. Auf diesen Zeitraum bezieht sich auch der Bewilligungsbescheid.  Für den Fall, dass vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit die ökologische Bewirtschaftung aufgegeben wird, sind, wenn keine besonderen Bedingungen vorliegen oder der künftige Bewirtschafter die Verpflichtung übernimmt, die gezahlten Prämien zurückzuzahlen.

 

Bewilligung

Alle Betriebe, die sich noch in der Entscheidungsphase befinden und unsicher sind, ob eine Umstellung für Sie in Frage kommt, können diesen Antrag schadlos bis zur Bewilligung zurückziehen.

Spätestens einen Monat nach Beginn des Verpflichtungszeitraumes ist der Betrieb verpflichtet, einen Kontrollvertrag mit einer Öko-Kontrollstelle seiner Wahl abzuschließen. Es ist empfehlenswert, sich schon deutlich früher (z.B. direkt nach der AUM-BV1 Antragstellung) mit einer Kontrollstelle in Verbindung zu setzen, um mit ihr den optimalen Umstellungsbeginn festzulegen.

 

Die Zuwendung für Flächen in Niedersachsen und Bremen beträgt im 1. und 2. Jahr:

  • 403,- € je ha Acker und Grünland
  • 900,- € je ha Gemüsebau
  • 1.275,- € je ha Dauer- u. Baumschulkulturen

 

 Im 3. bis 5. Jahr der Verpflichtung sowie für Beibehalter betragen die Fördersätze:

  • 273,- € je ha Acker und Grünland
  • 390,- € je ha Gemüsebau
  • 750,- € je ha Dauer- u. Baumschulkulturen

Zusätzlich wird auch ein Kontrollkostenzuschuss von  50,- €/ha,  bis max. 600,- €/Betrieb gezahlt.

 

Zu Dauerkulturen zählen: Kern-, Stein- und Beerenobst. Erdbeeren und Spargel sind keine Dauerkulturen. Sie sind den Gemüsekulturen gleichgestellt.

Zum Gemüsebau zählen die mit Erdbeeren, Spargel, Kohl-, Wurzel-, Frucht-, Zwiebel-, Knollen- und Blattgemüse, Hülsenfrüchten, Pilzen oder Küchenkräutern bebaute Flächen ohne Kartoffeln.

Mindestförderbetrag bei Neuantrag: > 250 €/Betrieb (Bagatellgrenze)      

Mindestförderbetrag bei Erweiterungsantrag: > 150 €/Betrieb (Bagatellgrenze)

 

Wichtiges zur Antragsstellung

  • Der Sammelantrag Agrarförderung und Agrarumweltmaßnahmen ist jeweils Bestandteil des NAU/BAU-Antrages Sammelantrages.
  • Bezüglich der Antragsfrist gilt bei BV1 eine Ausnahmeregelung: die Antragsstellung ist bis 30.09.2016 möglich! (gilt nur für Neuantragssteller)
  • Antragsannehmende Stellen sind die Bezirks- und Außenstellen der  Landwirtschaftskammer Niedersachsen

 

Weitere Auskünfte erhalten Sie beim Fachbereich 3.10 Ökologischer Landbau der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, oder bei den zuständigen Außen- oder Bewilligungsstellen der Landwirtschaftskammer.

Informationen sind auch auf dem Internetauftritt des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erhältlich.

 

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Kontakt:
Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
E-Mail:
Julia Blome-Helberg
Beraterin Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4294
Telefax: 0511 3665-994378
E-Mail:


Stand: 19.09.2016