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Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Sommergetreide 2009

In den Fruchtfolgen von Biobetrieben, namentlich bei Marktfruchtbetrieben, stellen Sommerungen das Gros der angebauten Kulturen. Das liegt vor allem an den Hackfrüchten, mit ihren in der Regel hohen Deckungsbeiträgen, die ausschließlich Sommerungen sind. 

Vor diesem Hintergrund wird deshalb beim Getreide, soweit zwischen Sommer- und Winterformen gewählt werden kann, den Winterformen in der Regel der Vorzug gegeben. Aus diesem Grund haben Sommerweizen, regional aber auch Sommergerste, in der Anbauplanung vieler ökologisch bewirtschafteter Betriebe nur eine geringe Bedeutung. Eine Ausnahme in dieser Hinsicht stellt der Hafer dar. Solange Winterhafer die Frosttage  in unseren Breiten nach wie vor nicht sicher übersteht, muss weiterhin auf die Sommerform zurückgegriffen werden. Hinzu kommen Qualitätsparameter wie Hektolitergewicht und Rohkernausbeute, von denen nicht bekannt ist, inwieweit die Winterformen diesen Kriterien genügen. Sommerweizen kommt eher dann zum Einsatz, wenn der Hackfruchtanteil an der Fruchtfolge gering ist oder wenn die Einsaat von Winterweizen nicht mehr zeitgerecht möglich ist. Die Erträge bleiben im Schnitt der Jahre hinter denen des Winterweizens zurück.  

Die Getreidearten Sommerweizen, Sommergerste und Hafer wurden in Niedersachsen auf jeweils zwei langjährig ökologisch bewirtschafteten Standorten geprüft. Der Sortenbericht 2009 kann am Ende dieses Beitrages heruntergeladen werden. 

Die Verwendung von Bio-Saat- und Pflanzgut ist im Ökologischen Landbau verbindlich vorgeschrieben!

Grundlage dafür ist die Öko-Kennzeichnungsverordnung (EWG) 2092/91. Einen guten Überblick über das bundesdeutsche Gesamtangebot an Bio-Saat- und Pflanzgut erhält man schnell in der speziell für den deutschen Markt entwickelten Datenbank www.organicXseeds.de

Befindet sich in dieser Datenbank kein Saatgut der gewünschten Art und Sorte im Angebot, darf konventionell erzeugte Ware zum Einsatz kommen. Es muss aber betont werden, dass die Kontrollstelle dann rechtzeitig zu beteiligen ist! Andernfalls handelt es sich um einen Verstoß, der Sanktionen nach sich ziehen kann.

Ergebnisse zu weiteren Versuchen im Ökologischen Landbau finden Sie auch unter: Öko-Versuche

Praktiker Besichtigen die Öko-Landessortenversuche


Bild: Praktiker Besichtigen die Öko-Landessortenversuche


Kontakt:
Markus Mücke
Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-1378
Telefax: 0511 3665-991378
E-Mail:
Armin Meyercordt
Leiter Fachbereich Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-1394
Telefax: 0511 3665-991394
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Stand: 17.12.2009