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Prüfung von Kartoffelsorten auf deren besondere Eignung für den Ökologischen Landbau

Im Rahmen eines vierjährig bundesweit auf insgesamt sieben Standorten durchgeführten Versuchsvorhabens wurde ein orthogonales Sortiment von 18 Kartoffelsorten unterschiedlicher Reifegruppen und Kocheigenschaften umfassend auf deren Produktions- und Lagereigenschaften geprüft. 

Gearbeitet wurde nach einem einheitlichen Versuchsplan, der neben mehreren vorzeitigen Ernten (Zeiternten) umfangreiche Bonituren an Pflanzgut, Bestandesentwicklung und Erntegut vorsah. Mit Hilfe der Zeiternten sollte u. a. der Ertragsaufbau der einzelnen Sorten abgebildet und bewertet werden. Die Zeiternten wurden jeweils 70, 80 und 90 Tage nach dem Pflanzen durchgeführt. Bereits zur ersten Zeiternte lag der mittlere Ertrag bei 200 dt/ha und steigerte sich bis zur dritten Zeiternte auf 343 dt/ha.
Von der anschließenden zentralen Lagerung der Ernteproben in der Versuchsstation Dethlingen wurden wichtige Erkenntnisse über das Lagerverhalten einzelner Sorten und daraus ableitbarer Standorteinflüsse gewonnen. Die Lagerung erfolgte unter praxisnahen Bedingungen. Neben den Lagerungsverlusten wurde das Auftreten von Helminthosporium solani und Colletotrichum coccodes auf den Knollen bonitiert. Es zeigten sich sowohl Sorten- als auch Standort- und Jahresunterschiede.
Viele der vorgesehenen Bonituren, Ertragsermittlungen sowie die gesamte Prüfung der Lagerung und daraus entstehender Verluste gelten nicht als Standardmaßnahmen in der Kartoffelsortenprüfung, sondern wurden in dieser Ausführlichkeit erstmals im Rahmen dieses Forschungs- und Entwicklungsvorhabens umgesetzt.
 


Kontakt:
Andreas Scholvin
Berater Bauleitplanung, Öko-Versuch
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Stand: 19.02.2015