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Sojabohnenanbau in Niedersachsen voran bringen

Soja-Netzwerk

Der Bedarf an gentechnikfreien Sojabohnen steigt und die erzielbaren Preise machen den Sojaanbau für Landwirte in Deutschland zunehmend attraktiver. Besonders für regional und ökologisch erzeugte Sojabohnen sind die Marktchancen sowohl im Lebensmittel- als auch im Futtermittelbereich vielversprechend. Seit Anfang September 2013 läuft ein bundesweites modellhaftes Demonstrationsnetzwerk zur Ausweitung und Verbesserung des Anbaus und der Verwertung von Sojabohnen in Deutschland. An dem Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren sind mehrere Projektpartner beteiligt. In Niedersachsen ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit dem Fachbereich Ökolandbau an dem Soja-Netzwerk beteiligt.

Für die Gesamtkoordination und das Datenmanagement im Projekt ist die Bayrische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) zuständig. Diese betreut außerdem die konventionellen Soja-Betriebe in Bayern. Die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e. V. (LVÖ) betreut die ökologischen Betriebe und arbeitet an der Konzeption einer modellhaften Wertschöpfungskette für Öko-Futtersoja. Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) ist neben der Betreuung von Betrieben für das Erarbeiten einer Wertschöpfungskette für konventionelle Futtersoja zuständig. Die Life Food GmbH recherchiert zum Sojaanbau, kümmert sich um die Projektwebsite (www.sojafoerderring.de) und arbeitet an einer Wertschöpfungskette für Lebensmittel-Soja. Darüber hinaus gibt es 13 weitere Institutionen, die sich um die 117 landwirtschaftlichen Betriebe in den 11 teilnehmenden Bundesländern kümmern.

Sojaanbauberatung

In Niedersachsen ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit dem Fachbereich Ökolandbau an dem Soja-Netzwerk beteiligt. Der Sojaanbau ist für das Öko-Team der LWK kein neues Betätigungsfeld. Seit nunmehr sechs Jahren werden schon Sojabohnenanbauversuche unter ökologischen Anbaubedingungen durchgeführt. Die Versuchsergebnisse sind überwiegend sehr vielversprechend ausgefallen und haben gezeigt, dass ein Sojaanbau in Niedersachsen mit kältetoleranten Sorten durchaus möglich ist. Resultierend aus den Erfahrungen der mehrjährigen Anbauversuche bietet die LWK auch eine umfassende Soja-Anbauberatung zu Sortenwahl, Anbautechnik und Unkrautregulierung an. Eine Auswertung der Versuche finden Sie hier.

Soja-Demonstrationsparzellen

Das Soja-Netzwerk bietet eine ideale Plattform, um den Sojaanbau in Niedersachen in der Praxis weiter voran zu bringen. Dazu sind vier Leuchtturm- und vier Datenerfassungsbetriebe –sowohl konventionell als auch ökologisch- ausgewählt worden. Für die Betreuung dieser acht Soja-Netzwerkbetriebe ist Christian Kreikenbohm vom Fachbereich Ökologischer Landbau der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zuständig. Weiterhin gehören die Organisation und Durchführung von Feldtagen, die Soja-Anbauberatung sowie die Anlage von Soja-Demonstrationsparzellen auf den Leuchtturm-Betrieben zu seinen Aufgaben. Verglichen werden dabei verschiedene mechanische und chemische Unkrautregulierungsverfahren, unterschiedliche Saattechniken und Aussaattermine sowie die Wirkungen von Saatgutimpfungen. Auf Feldbegehungen und Feldtagen werden die neuesten Erkenntnisse über den Sojaanbau an interessierte Landwirte und Berater weitergegeben. Neben dem Demonstrationsanbau auf den Leuchtturmbetrieben werden von den vier Datenerfassungsbetrieben umfangreiche Daten und Informationen zum Sojaanbau erhoben und ausgewertet.

Feldtage

Mitte Juni fand bereits ein Feldtag auf zwei Flächen im Raum Uelzen/ Celle und Anfang Juli ein Feldtag in Belm bei Osnabrück statt. Beide Veranstaltungen sind von interessierten Landwirten, Beratern und Händlern angesteuert worden, um sich über den Sojaanbau in Niedersachsen -ökologisch wie auch konventionell- zu informieren und auszutauschen. Eine weitere Sojabohnen-Besichtigung findet am 28. August 2014 um 13 Uhr auf der Sojafläche des Bauckhofs in 29525 Klein Süstedt und um 15.30 Uhr auf der Sojafläche von Heiner Drögemüller in 29351 Eldingen, Hohnhorst statt. Hierzu lädt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen alle Interessierten recht herzlich ein!

Interessierte Betriebe können sich melden

Interessierte konventionell oder ökologisch wirtschaftende Betriebe können während der Projektlaufzeit jederzeit in das Netzwerk einsteigen. Neben einer praxisorientierten Beratung profitieren Sie als Mitglied vom intensiven Wissensaustausch innerhalb des Soja-Netzwerkes. Interessenten können sich gerne bei Herrn Kreikenbohm melden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kontakt:
Christian Kreikenbohm
Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4194
Telefax: 0511 3665-4525
E-Mail:
Markus Mücke
Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
E-Mail:


Stand: 01.08.2014