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Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Winterweizen 2016

  

In diesem Jahr sind die Erträge beim Öko-Winterweizen sehr unterschiedlich ausgefallen.  Von deutlich unter 30 dt/ha bis fast 70 dt/ha bewegt sich die Spannweite. Auf den Standorten Osnabrück und Wendlinghausen wo die unbefriedigenden Erträge eingefahren wurden, dürften durch Winterniederschläge verschlämmte Böden, verbunden mit einer schwachen N-Mineralisation im Frühjahr und zusätzlicher starker Verunkrautung dafür verantwortlich gewesen sein. In Hilligsfeld ist im Frühjahr neben der Praxisfläche auch der Sortenversuch mit Gärresten gedüngt worden. Mit rund 70 dt/ha fallen dort die Erträge sehr erfreulich aus. Auf den übrigen Versuchsuchsstandorten bewegen sich die Erträge zwischen 40 und 55 dt/ha.

  

Auch in diesem Jahr trat Gelbrost auf, allerdings mit regional unterschiedlichen Befallsstärken. Auch einzelne Sorten reagierten zwischen den Versuchsstandorten sehr unterschiedlich.

Die wichtigste Maßnahme ist die Auswahl von toleranten Sorten. Da sich die neuen Gelbrostrassen permanent anpassen, ist davon auszugehen, dass künftig immer wieder mit einer epidemischen Ausbreitung gerechnet werden muss und tolerante Sorten ihre Gelbrostresistenz verlieren. Zur Risikostreuung sind deshalb mindestens zwei als gesund eingestufte Sorten in den Anbau zu nehmen und jährlich die aktuellen Sortenergebnisse der Öko-LSV zu beachten.

  

Die Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Winterweizen 2016 können am Ende dieses Beitrages heruntergeladen werden.

Ergebnisse zu weiteren Öko-Versuchen auch aus zurückliegenden Jahren finden Sie unter: Öko-Versuche

Saatgut aus ökologischer Erzeugung

Laut der EG-Verordnung Ökologischer Landbau gilt , dass grundsätzlich nur Bio-Saat- und Pflanzgut zu verwenden ist. Einen guten Überblick über das bundesdeutsche Gesamtangebot erhält man schnell und tagesaktuell im Internet. Unter http://www.organicxseeds.de/sind alle ökologisch erzeugten, vertriebsberechtigten Saatgutpartien sortenspezifisch aufgelistet. Ist dort kein Saatgut der gewünschten Sorte gelistet, darf nach Antrag bei der Kontrollstelle auch konventionell erzeugte, ungebeizte Ware zum Einsatz kommen.

  


Kontakt:
Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau
Telefon: 0511 3665-4378
Telefax: 0511 3665-994378
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Stand: 07.10.2016