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Zuglänge von 18,75 m ohne Ausnahmegenehmigung

Die 48. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften ist seit dem
1. August 2013 in Kraft getreten. Folgende Erleichterungen ergeben sich für die Landwirtschaft:  

Zuglänge 18,75 m
Bundesweit dürfen Zugmaschinen mit Anhängern nun eine Länge von zusammen 18,75 m haben. Bisher war die Zuglänge auf 18 m beschränkt gewesen und bei längeren Abmessungen musste für den jeweiligen Zug eine Ausnahmegenehmigung vorliegen. Überschreitet der Zug die 18,75 m, ist nach wie vor eine Ausnahmegenehmigung bei der örtlichen Straßenverkehrsbehörde einzuholen. Vorsicht: Die neue Anpassung bezieht sich ausschließlich auf Zugmaschinen
(z. B. Traktoren) und Anhänger und trifft nicht für selbstfahrende Arbeitsmaschinen zu. Beispielsweise darf ein Mähdrescher mit angehängtem Schneidwerkswagen wie bisher nur
18 m Gesamtlänge aufweisen, sonst ist eine Ausnahmegenehmigung fällig.

32 t Gesamtgewicht von Gleiskettenfahrzeugen
Das Gesamtgewicht von Rüben- oder Kartoffelrodern, Mähdreschern oder Zugmaschinen die mit Raupenfahrwerken sogenannten Gleisketten ausgestattet sind, darf nun 32 t betragen. Bisher musste bei mehr als 24 t eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden.

Breitreifen ohne Innendruckbeschränkung
An den technischen Fortschritt wurde auch die 35. Ausnahmeverordnung angepasst. Dabei geht es um die Ausstattung von land- oder forstwirtschaftlichen (lof) Zugmaschinen und ihren Anhängern mit Doppelreifen oder Breitreifen. Mit diesen Reifen darf die Breite des Fahrzeugs bis zu 3 m betragen. Bisher war der maximale Reifeninnendruck mit 1,5 bar für diese Reifen gesetzlich geregelt. In einigen Bundesländern gab es immer wieder Probleme, wenn mit höheren Reifeninnendrücken auf der Straße gefahren wurde. Durch die neue Verordnung kann mit den vom Hersteller vorgegebenen Innendruck sicher auf der Straße gefahren werden. Die Tragfähigkeit der Reifen bei höheren Geschwindigkeiten wird somit gewährleistet. Auch Zugmaschinen die mit Gleisketten (Raupenfahrwerk) ausgerüstet sind, dürfen ab dem 1. August 2013 mit einer Breite von 3 m legal auf der Straße fahren.

Warnweste auch für Zugmaschinen
Ab dem 1. Juli 2014 wird das Mitführen von Warnwesten in Personen- und Lastkraftwagen, Bussen und auch für Zugmaschinen zur Pflicht. 


Kontakt:
Martin Vaupel
Berater Landtechnik, Straßenverkehrsrecht, Schlepper- und Transporttechnik
Telefon: 0441 801-691
Telefax: 0441 801-319
E-Mail:


Stand: 06.08.2013