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Betriebshilfe bei Pflege

Seit 2015 ist die landwirtschaftliche Pflegekasse durch ein neues Gesetz dazu aufgefordert, Betriebshelfer im Falle einer Pflege von Angehörigen für zehn Tage zu zahlen.

Durch das neue „Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf“ wurden neue Regelungen für den Bereich der Betriebshilfe geschaffen. Für den Fall, dass ein landwirtschaftlicher Unternehmer, die plötzliche Pflege eines nahen Angehörigen organisieren oder sicher stellen muss, kann eine Betriebshilfe in Anspruch genommen werden.

Haushaltshilfen unterstehen diesem Gesetz nicht. Grundsätzlich stellen die Sozialversicherungen die Ersatzkraft, nur falls der Einsatz stundenweise erfolgt, oder der Betrieb spezielles Fachwissen für beispielsweise Sonderkulturen erfordert, darf der Betriebsleiter sich selbst um eine Haushilfskraft kümmern. Der Antrag muss im Vorhinein oder am selben Tag vom Landwirt bei den landwirtschaftlichen Sozialversicherungen gestellt werden, wobei die unerwartete Pflegebedürftigkeit des nahen Angehörigen durch ein Formular und ein ärztliches Attest dokumentiert werden muss.


Links:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forst und Gartenbau: Direkt zu den Formularen und Hinweisen
 

 


Wer zählt als "naher Angehöriger"?

  • Großeltern
  • Eltern
  • Schwiegereltern
  • Stiefeltern
  • Ehegatten
  • Lebenspartner
  • Partner einer eheähnlichen oder lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaft
  • Geschwister
  • Schwägerinnen und Schwäger
  • Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder
  • Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder des  Ehegatten oder Lebenspartner
  • Schwiegerkinder
  • Enkelkinder


 


Kontakt:
Anne Dirksen
Leiterin Sachgebiet Familie und Betrieb / Sozioökonomische Beratung
Telefon: 0441 801-329
Telefax: 0441 801-819
E-Mail:
Vanessa Hoffmann
Praktikantin Tierproduktion, Sozioökonomie, Wirtschaftsberatung
Telefon: 0441 801-813
Telefax: 0441 801-819
E-Mail:


Stand: 25.05.2016