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Generationswechsel auf dem Hof: Loslassen und vertrauen

Hofübergabe erfolgreich meistern – Informationstage der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Oldenburg. Der Generationswechsel in einem landwirtschaftlichen Betrieb ist eine große Herausforderung: für die, die den Hof abgeben, für die, die den Hof übernehmen, für Ehegatten und für Erben, die selbst nicht auf dem Hof weitermachen. Mit einer Veranstaltungsreihe in Meppen, Bremervörde, Nienburg und Wehnen (Kreis Ammerland) wollen die sozioökonomischen Beraterinnen und Berater der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen im Januar allen Beteiligten und Interessierten Mut machen für diesen wichtigen Veränderungsprozess im Betrieb.

Die Fachleute der LWK gehen in Vorträgen und Workshops auf menschliche, erbrechtliche und finanzielle Aspekte des Generationswechsels ein und berücksichtigen auch die besonderen Fälle, in denen keine oder mehrere Hofnachfolger vorhanden sind.

Eine erfolgreiche Hofübergabe beginnt schon lange vor dem eigentlichen Rechtsakt. Zum Beispiel mit einer passenden Ausbildung für die Wunschnachfolgerin oder den Wunschnachfolger. Wer den Nachwuchs frühzeitig bei Entscheidungen mitreden lässt, ihm Verantwortung überträgt und ihn in die finanzielle Situation des Betriebs einweiht, schafft gute Voraussetzungen für den Übergang.

All das geschieht im besten Falle mit Hilfe von offener, ehrlicher Kommunikation: Über Wünsche, Erwartungen und Ängste muss sich jeder Beteiligte selbst klarwerden und die Gelegenheit bekommen, darüber zu sprechen. Denn Generationswechsel hat viel mit Loslassen und Vertrauen zu tun.

Unter anderem werden folgende weitere Aspekte zwischen 8. und 12. Januar 2018 während der Infotage der LWK zur Hofübergabe beleuchtet:

  1. Wer muss wann beteiligt werden? Wie kann der Familienfrieden erhalten werden? Wann sollte übertragen werden?
  2. Wie werden weichende Erben abgefunden – was ist gerecht – was sagt das Erbrecht dazu?
  3. Wie hoch ist das Baraltenteil anzusetzen und welche Höhe ist dauerhaft vom Betrieb zu tragen?
  4. Was soll hinsichtlich Wohnrecht und Pflege geregelt werden?
  5. Wie soll das Recht der Altenteiler abgesichert werden?
  6. Welche steuerlichen Aspekte sind zu beachten?
  7. Was wird übertragen – der Hof? Was ist mit der Biogasanlage oder Photovoltaikanlage?
  8. Sollte man Nießbrauch vereinbaren, wie ist es mit Mitbestimmung nach der Übergabe?

Die Termine (jeweils 10 bis 15 Uhr):

am Montag 08. Januar 2018 in Meppen

am Dienstag 09. Januar 2018 in Bremervörde

am Mittwoch 10. Januar 2018 in Nienburg

am Freitag 12. Januar 2018 in Wehnen


Kontakt:
Wolfgang Ehrecke
Pressereferent, Redaktion Onlinemedien
Telefon: 0441 801-172
Telefax: 0441 801-509
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Stand: 23.11.2017