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Trotz Anhebung der Erfassungsschwelle bei der aktuellen Viehzählung und dem dadurch bedingten Wegfall von Kleinbeständen aus der Statistik hat der Sauenbestand in Niedersachsen erstmals wieder zugelegt. Gleichzeitig ist der gesamte Schweinebestand etwa im Umfang der nicht mehr erfassten Tiere zurückgegangen, so dass der tatsächliche Gesamtbestand gegenüber der letzten Zählung konstant geblieben sein könnte.
Stand: 22.07.2010
Seit dem drastischen Absturz der in 2007/08 plötzlich in die Höhe geschossenen Agrarpreise ist der bislang nur wenig bekannte Begriff Volatilität bei Landwirten heute in aller Munde. Volatilität findet in der Wirtschaftswissenschaft als Maß für die Intensität der Schwankung von Parametern wie Preisen, Aktienkursen oder Zinsen Anwendung und drückt das damit verbundene Risiko aus. Je höher die Volatilität, um- so stärker schlägt der Kurs nach oben und unten aus und desto riskanter aber auch chancenreicher ist das betreffende Produkt. Zur Analyse der Volatilität der Agrarpreise wie z.B. für Getreide oder Milch sind die jeweiligen Preisindizes geeignet.
Stand: 23.03.2010
Wie teuer landwirtschaftliche Flächen sind, liegt weniger an der Bonität der Böden als vielmehr am Flächenbedarf. Nach der gerade veröffentlichten Kaufwertestatistik des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) für das Jahr 2008 haben die Kaufpreise für Ackerland im eher schlecht bonitierten Weser-Ems Gebiet zugelegt und sind hier auch weiterhin am höchsten, obwohl die besten niedersächsischen Böden im südöstlichen Landesteil, insbesondere in den dortigen Bördelandschaften vorkommen.
In der niedersächsischen Schweinehaltung vollzieht sich ein gravierender Umbruch. Nach dem kürzlich veröffentlichten -vorläufigen- Ergebnis der Viehzählung zum 3. Mai 2009 konzentriert sich ein weiterhin hoher Schweinebestand von derzeit 8,155 Mio Tieren gegenüber dem Höchststand von 8,202 Mio im Mai 2007 auf immer weniger Betriebe. Insbesondere bei der Sauenhaltung hat sich der Trend zur Aufgabe der Schweinehaltung deutlich verstärkt. Gleichzeitig ist mit dieser Entwicklung eine Umschichtung einhergegangen, wonach die Zuchtsauen und Ferkel abgenommen und die Mastschweine zugenommen haben.
Stand: 22.01.2010
Immer mehr Fläche geht durch die Inanspruchnahme als Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) verloren. Allein in Niedersachsen werden Jahr für Jahr etwa 5.000 ha der freien Fläche verbaut. Das entspricht mindestens der LF einer niedersächsischen Durchschnittsgemeinde. Deutschlandweit sind es sogar über 40.000 ha, die der zunehmenden Besiedlung alljährlich zum Opfer fallen. Inzwischen sind bereits über 13% der Gesamtfläche verbraucht bzw. in SuV umgewandelt worden.
Stand: 03.09.2009