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GAP Prämienrechner bis 2020 aktualisiert: Die Reform in Euro und Cent

Der Rahmen für die Umsetzung der Agrarreform ist gesteckt. Mit dem überarbeiteten Prämienrechner können Sie für Ihren niedersächsischen Betrieb die aktuelle Höhe der Betriebsprämie sowie deren zukünftige Entwicklung bis 2020 berechnen.

Mit dem anliegenden Prämienrechner haben Sie die Möglichkeit, die Betriebsprämie 2013 und deren Entwicklung durch die GAP-Reform 2014-2020 zu berechnen.

Nutzen Sie die Möglichkeit die Prämienhöhe ab 2015 bis 2020 mit dem Prämienrechner zu ermitteln. Die Basisprämie wird sich bis 2020 auf bundesweit ca. 176 €/ha verringern. Die Anpassung der Prämie auf ein bundeseinheitliches Niveau erfolgt in drei Schritten in 2017, 2018 und 2019. Neben der bereits in 2014 eingeführten Förderung der ersten 46 Hektar gibt es ab dem Jahr 2015 einen weiteren Zuschlag für Junglandwirte: Betriebsleiter bis zu 40 Jahre erhalten für bis zu 5 Jahre nach der Hofübergabe eine zusätzliche Junglandwirteförderung in Höhe von ca. 44 € je ha für maximal 90 ha LF.

Greening

Zur Basisprämie gibt es außerdem eine bereits ab 2015 bundeseinheitliche Greening-Prämie in Höhe von ca. 87 € je ha. Beim Greening gelten 3 Auflagen:

1. ein Grünlandumbruchverbot

2. die Anbaudiversifizierung (zwei Hauptkulturen ab 10 ha und 3 Hauptkulturen ab 30 ha Ackerland. Die Hauptkultur darf nicht mehr als 75 % und die beiden größten Kulturen nicht mehr als 95 % des Ackerlandes einnehmen).

3. das Vorhalten ökologischer Vorrangfläche in Höhe von 5 % der Ackerfläche für Betriebe, die mehr als 15 ha Ackerfläche bewirtschaften. Ökologische Vorrangflächen können unter anderem Stilllegungen, Zwischenfrüchte, Randsteifen oder Landschaftselemente sein. Diese Flächen werden mit unterschiedlichen Anrechnungsfaktoren gewichtet werden.

Von den Auflagen zur Anbaudiversifizierung und der ökologischen Vorrangfläche sind folgende Betriebe freigestellt:

  1. Betriebe, bei denen Gras, Grünfutterpflanzen oder brachliegende Flächen mehr als 75 % der Ackerlands ausmachen (gilt auch, wenn mehr als 75% der beihilfefähigen Fläche Dauergrünland ist), sofern das weitere Ackerland nicht mehr als 30 ha beträgt. Bei Betrieben, bei denen das weitere Ackerland mehr als 30 ha beträgt, darf die Hauptfrucht hier nur einen Anteil von 75 % ausmachen.
     
  2. Betriebe mit jährlichem Tausch der Flächen (mind. 50 %), wenn auf allen Flächen ein Wechsel der Kulturen stattfindet (gilt nur zur Befreiung von der Anbaudiversifizierung).

Bei Nichteinhalten der Auflagen des Greening wird die Greeningprämie und bei wiederholtem Verstoß auch die Basisprämie um bis zu 25 % gekürzt.

Mit dem anliegenden Prämienrechner können Sie die Auswirkungen für Ihren Betrieb berechnen.

Haben Sie Fragen zur Agrarreform und zur Berechnung ihrer Betriebsprämie, dann wenden Sie sich gern an Ihren Wirtschaftberater.


Kontakt:
Ruth Beverborg
Leiterin Sachgebiet Betriebswirtschaft, Wirtschaftsberatung
Telefon: 0441 801-304
Telefax: 0441 801-313
E-Mail:
Anna-Lena Niehoff
Betriebswirtschaft, Unternehmensberatung
Telefon: 0441 801-426
Telefax: 0441 801-313
E-Mail:


Stand: 27.04.2016



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