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Vorträge und Fotoalbum vom 14. Unternehmertag der Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Mit den Worten: „Große Betriebe, große Auflagen! Kleine Betriebe, kleine Auflagen!“ betonte Christian Meyer, Niedersächsischer Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, seine Vorstellung zur weiteren Entwicklung landwirtschaftlicher Betriebe. Er unterstütze den bäuerlichen Familienbetrieb, der inhabergeführt, sozial integriert und auf eigener Futtergrundlage Landwirtschaft betreibe. Ein durch politische Rahmenbedingungen beschleunigter Strukturwandel sei nicht akzeptabel. „Ziel ist eine gesunde Entwicklung unserer Betriebe durch ein qualitatives Wachstum!“

 

Mit ordnungsrechtlichen Maßnahmen und zielgerichteter Förderung wird die Landesregierung bäuerliche Strukturen stärken, so Herr Minister Christian Meyer. Ein Beispiel hierfür sei die angestrebte Umsetzung der Agrarreform in Deutschland. Die Direktzahlungen begünstigen bisher vor allem flächenstarke Betriebe. Hier will der Mnister zugunsten kleinerer und mittlerer Betriebe umsteuern und dabei den EU-rechtlichen Förderrahmen für eine Zusatzprämie für die ersten Hektare eines jeden Betriebes nutzen. Das würde in Niedersachsen 86 % der landwirtschaftlichen Betriebe stärken und auch die deutlichen Verluste Niedersachsens im Konzept der Bundesregierung zur Angleichung der Prämien abmildern. 

 


Die in der Diskussion an Herrn Minister Meyer gestellten Fragen waren so umfangreich, so dass nur eine kleine Auswahl behandelt werden konnte. Freundlicherweise hat Herr Minister Meyer sich dazu bereit erklärt, die Fragen im Nachgang zum Unternehmertag zu beantworten. Die Datei mit den Antworten finden Sie im Dateianhang.

 



 

 Prof. Dr. Enno Bahrs, Professor für Landwirtschaftliche Betriebslehre an der Universität Hohenheim, betonte: „Größere Betriebe sind weder schlechter noch besser als kleinere Betriebe. Aber größere Betriebe können den technischen Fortschritt besser nutzen und distanzieren sich somit weiter von den kleinen Betrieben.“ Der technische Fortschritt und Strukturwandel sei, auch durch politische Maßnahmen, nicht aufzuhalten. „Es liegt in der Natur des Menschen besser zu werden!“. Außerdem sei der Fortschritt eine Grundlage, um die landwirtschaftliche Branche attraktiv zu halten, insbesondere für die nachfolgende Generation.

 

"Man wird sich auch nicht der Illusion hingeben dürfen, den Strukturwandel aufzuhalten", so Hubertus Berges, Landwirt sowie Kreislandwirt und Vorsitzender des Kreislandvolkverbandes Cloppenburg,  . Außerdem würden zukünftige staatliche Regulierungen doch eher das Gegenteil erreichen, denn durch steigende Auflagen würde der Strukturwandel beschleunigt.  Hubertus Berges zeigte mögliche Szenarien auf. „Unsere Betriebe können zwischen vier Wegen wählen: 1. Intensives betriebliches Wachstum, 2. Verhaltenes betriebliches Wachstum, 3. Abwartendes Verhalten, 4. Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Produktion.“ Welcher Weg eingeschlagen würde, hinge maßgeblich von der Betriebsleiterpersönlichkeit und der betrieblichen Ausganssituation ab.

 

Annegret Dallmann, Landwirtin und stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung der Norddeutschen Direktvermarkter, verdeutlichte wie wichtig die Öffentlichkeitsarbeit und der direkte Kontakt der Landwirtschaft zu den Verbrauchern sei. „Nach dem Bio-Boom besinnen sich die Kunden wieder auf regional erzeugte Produkte!“

 

 

Mehr über den Unternehmertag 2013 lesen Sie in der  Pressemitteilung Welche Größe ist groß genug?

 

Die Kurzfassungen der Vorträge und ein Fotoalbum des Unternehmertages 2013 finden Sie als Anlage.

 


Kontakt:
Ruth Beverborg
Fachreferentin Betriebswirtschaft, Wirtschaftsberatung
Telefon: 0441 801-304
Telefax: 0441 801-313
E-Mail:


Stand: 12.06.2014



PDF: 19216 - 108.2734375 KB   Vortrag Prof. Dr. Enno Bahrs   - 108 KB  
PDF: 19212 - 18.779296875 KB   Vortrag Hubertus Berges   - 19 KB  
PDF: 19213 - 15.2158203125 KB   Vortrag Annegret Dallmann   - 15 KB  
PDF: 20754 - 36573.7109375 KB   Fotoalbum Unternehmertag 2013   - 36574 KB