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Veredelung: "Vergessenes, Verdrängtes, Unbekanntes?

Den landwirtschaftlichen Betrieben geht es wirtschaftlich schlecht, so die allgemeine Aussage. Aber ist das wirklich so? Tatsache ist, dass im letzten Jahr die Preise für fast alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse nach unten gegangen sind und von daher fast automatisch negative Einkommensentwicklungen für die Betriebe festzustellen waren. Dabei war das Ausgangsniveau in den Vorjahren zum Teil aber auch überdurchschnittlich hoch.

Wirtschaftlich schlecht geht es - und das ist nichts Neues - den Landwirten, die zu kleine Produktionseinheiten bewirtschaften und aufgrund zu hoher Stückkosten letztlich keine ausreichenden landwirtschaftlichen Einkommen erwirtschaften können. Wirtschaftlich schlecht geht es generell auch allen Betrieben unabhängig von der Ausrichtung, wenn an sich ausreichende Einkommenspotenziale nicht genutzt werden können, weil zu viele Fehler in der Produktion, sowie im Ein- und Verkauf gemacht werden. Bei allen anderen Betrieben muss man dagegen sehr differenziert und genau hinschauen, weil diese Betriebe durchaus unterschiedliche Produktionsschwerpunkte haben, unterschiedliche Märkte bedienen und entsprechend unterschiedlich betroffen sind.

Abgesehen von reinen Ackerbaubetrieben mit individuellen Schwerpunkten im Kartoffelbau, Zuckerrübenbau, Gemüsebau oder Getreidebau erwirtschaften die meisten landwirtschaftlichen Betriebe ihr Haupteinkommen über die Tierproduktion. Markttechnisch gesehen werden immer nur Rohstoffe produziert. Entweder sind dies Vorprodukte wie z. B. Bruteier oder Ferkel (Kunde ist hier der Landwirt als Berufskollege) oder die Erzeugnisse (Schlachtvieh, Milch), werden erst durch die Verarbeitung in der Molkerei oder dem Schlachthof und gegebenenfalls in weiteren Verarbeitungsstufen konsumfähig gemacht. Ausnahme sind hier nur die Eier, die aber auch mittlerweile schon überwiegend in verarbeiteter Form (Eipulver, Flüssigei etc.) bei der handwerklichen oder industriellen Lebensmittelherstellung Verwendung finden.

Milch, Schlachtrinder, Schlachtschweine, Schlachtgeflügel und Eier sind als Rohstoffe weitgehend homogen und austauschbar. Ihr Einkauf durch das Verarbeitungsunternehmen erfolgt fast ausschließlich nach rationalen Gesichtspunkten. Zum Teil wird der Rohstoff wie z.B. die Milch nach der Erfassung noch in größerem Umfang zwischen den Molkereien in unverarbeiteter Form gehandelt.

Den vielen landwirtschaftlichen Rohstoffproduzenten stehen nur wenige, in manchen Regionen auch nur ein einziger Abnehmer gegenüber. Dies ist dann der einzige Kunde des Landwirts; einen Wettbewerb um den Rohstoff des Landwirts gibt es praktisch nicht. Zumindest in dieser Hinsicht geht es den Landwirten in den Veredelungshochburgen im Nordwesten Deutschland besser. In großem Umfang werden im Emsland gemästete Hähnchen in den Niederlanden verarbeitet, auch für dortige Markenfleischprogramme wie „Beter Leven“. Das gleiche gilt auch für im Emsland erzeugte Milch, die bei der jetzt mit der deutschen DMK fusionierten DOC in Hoogeveen zu Käse verarbeitet wird. Ironie der Geschichte: Viele Landwirte waren vor Jahren von der damaligen, ungenügend auszahlenden Nordmilch zu den Niederländern gewechselt.

Der positive Wettbewerb um einen landwirtschaftlichen Rohstoff kann jedoch mangelnde Leistungsfähigkeit eines Verarbeitungsunternehmens nicht ausgleichen. Die Milchwirtschaft bietet dafür genügend Beispiele in Deutschland.

Kunde des Landwirts ist immer derjenige, der ihm das Geld für die Ware auszahlt. Das ist die Molkerei, der Schlachthof und im Ferkel- und Schlachtschweinemarkt auch der Viehhändler oder die Erzeugergemeinschaft. Dass am Ende einer unterschiedlich komplexen „Wertschöpfungskette Lebensmittel“ immer ein Konsument (das sind teilweise auch die geliebten Haustiere) steht, ist „markttechnisch“ eine ganz andere Sache. Der Endverbraucher Mensch wird nur zu rund einem Drittel über den Lebensmitteleinzelhandel, zu rund einem weiteren Drittel über Großküchen , Gastronomie etc. und noch weiter entfernt über den Export in das europäische und außereuropäische Ausland erreicht. Dies sind jeweils für sich ganz unterschiedliche Märkte mit unterschiedlichen Bedingungen, nachgefragten Teilerzeugnissen (z.B. von der Rüsselscheibe bis zu fetten Bäuchen eines Schweins) und Gewinnmargen. Die aktuellen Diskussionen in der Initiative Tierwohl über den finanziellen Beitrag des Lebensmitteleinzelhandels zeigen, dass diese Verhältnisse und Zusammenhänge einigen Akteuren nicht bewusst sind.

Eine marktwirtschaftlich ausgerichtete Wirtschaftsordnung ist gekennzeichnet durch Innovationen und ständige Verbesserungsprozesse. Dabei sind in der Wertschöpfungskette Nahrungsmittel die Verarbeitungsunternehmen für die Produktinnovationen verantwortlich. Sie schaffen durch ihre Verarbeitung und Zubereitung (z.B. Convenience-Produkte) entsprechende Kaufanreize oder sorgen dafür, dass ausländische Exportmärkte erschlossen werden. Sie tragen durch Werbung und Qualität zur Marken- und Imagebildung bei und schaffen damit die Möglichkeit, höhere Endverbraucherpreise zu erzielen.

Die landwirtschaftlichen Betriebe sind in der Wertschöpfungskette nur sehr selten für Produktinnovationen (gibt’s die überhaupt? Milch bleibt doch Milch und Schwein bleibt doch Schwein) wohl aber für Prozessinnovationen verantwortlich. Diese wirken sowohl qualitäts- wie auch mengensteigernd und damit stückkostensenkend. Wie innovativ die Veredelungsbetriebe die Produktionsverfahren in den letzten 50 bis 60 Jahren gestaltet haben, lässt sich schon daran erkennen, dass für die Versorgung der Bevölkerung immer weniger Fläche, immer weniger Tiere und immer weniger Menschen benötigt werden. Der technische Fortschritt in all seinen Facetten hat den Strukturwandel beschleunigt, die arbeitswirtschaftlichen Bedingungen für die Landwirte und die Haltungsbedingungen der Tiere verbessert sowie die Lebensmittel für den Verbraucher teilweise nominal, immer aber real richtig billig gemacht.

Für das wirtschaftliche Wohlergehen der landwirtschaftlichen Erzeuger ist ganz entscheidend, ob über den Absatz im Inland und im Export insgesamt genügend Geld in der Wertschöpfungskette erwirtschaftet wird und ob ihnen ein angemessener Anteil zufließt. Schaut man sich die landwirtschaftlichen Produktmärkte im Einzelnen näher an, so sind aktuell besonders viele Klagen bei den Produzenten von Milch, Ferkeln und Schlachtschweinen zu vernehmen. Wenig Klagen und objektiv die geringsten Probleme gibt es bei den Geflügelfleischproduzenten und den Bullenmästern. Der Hauptgrund ist schnell identifiziert und benannt: Rohstoffpreise sind immer nur dann hoch genug und kostendeckend, wenn sie absolut oder relativ knapp sind. (Beispiele: Rohöl, Speisekartoffeln in bestimmten Jahren Milch 2008 nach dem Problem mit Babynahrung in China).

Den Milch- und Schweinebauern wurden in den letzten Jahren insbesondere die Chancen auf den Weltmärkten dargestellt. Sie wurden von verschiedensten Seiten „angefeuert“ zu wachsen und mehr zu produzieren. Die Freude an zeitweise sehr guten Gewinnen hat viele Landwirte verleitet, dem auch zu folgen. Mischfutterhersteller und Verarbeitungsunternehmen konnten parallel mit wachsen, ihre Kapazitäten besser auslasten und auch auf diese Weise kostengünstiger produzieren. Die Kehrseite dieser Entwicklung war jedoch die Notwendigkeit, immer größere Anteile der verarbeiten Agrarrohstoffe im EU-Ausland und in Drittländern absetzen zu müssen. Dies ist in letzter Konsequenz immer auch eine Kostenfrage, weil die Auslandmärkte erschlossen werden müssen. Die reinen Transportkosten spielen da noch die geringste Rolle. Und man begibt sich in Konkurrenz mit anderen großen Erzeugerländern, die oft günstigere Rahmenbedingungen (klimatisch, ökologisch, wirtschaftlich, politisch) haben. Wenn die Exportmöglichkeiten durch welche Gründe auch immer preislich und mengenmäßig eingeschränkt sind, geht dies letztlich immer zu Lasten der (austauschbaren) Rohstoffproduzenten. Die Margen der Molkereien und Schlachtunternehmen verringern sich erfahrungsgemäß dagegen immer nur dann, wenn die Rohstoffe knapp sind.

Warum gibt es wenig Klagen von den Bullenmästern?

Der Rindfleischmarkt in der europäischen Gemeinschaft war vor rund 30 Jahren völlig überversorgt. Über die Preisabsicherung der Intervention wurden große Kühlhäuser gefüllt, wo das Fleisch dann teilweise verdarb, weil es auch mit hohen Erstattungszahlungen nicht absetzbar war. Nach dem Agrarpolitikwechsel Anfang der 90 Jahre, wurden ab 1993 gekoppelte, unterschiedlich ausgestaltete Tierprämien eingeführt. Mit der Agrarreform 2005 wurden diese an die Produktion gekoppelten Prämien zumindest in Deutschland wieder vollständig abgeschafft. Die historischen Prämien wurden als sogenannte betriebsindividuelle Beträge auf den Wert der individuellen Zahlungsansprüche eines Bullenmastbetriebes aufgeschlagen. Im Laufe der Jahre wurden diese sogenannten BIB’s dann nach und nach abgeschmolzen und ihr Wert auf alle Zahlungsansprüche eines Bundeslandes verteilt. Trotzdem hat sich die Rentabilität der Bullenmast in den letzten 25 Jahren nicht großartig verschlechtert oder aber verbessert. Die Bullenmäster, insbesondere mit viel Eigentumsfläche, kommen zurecht, weil die Einkommensbeiträge durch den Steuerzahler durch Kundengeld ersetzt wurden. Dabei spielen Markenfleischprogramme praktisch keine Rolle. In Deutschland und der EU ist die Gesamterzeugung an Rindfleisch rückläufig, verursacht durch immer weniger Kühe und damit auch immer weniger Kälber für die Mast. Der Rindfleischverbrauch stagniert oder steigt leicht an. Der Anteil der Gesamtproduktion, der auf Drittlandsmärkten verkauft werden muss, ist deshalb von ca. 10 bis 15 % auf unter 5 % jährlich zurückgegangen. Rindfleisch ist in der EU relativ knapp geworden. Die Importmengen sind höher als die Exportmengen, obwohl ein recht hoher Zollsatz bei den Einfuhren erhoben wird. Und wenn es bei den Bullenmästern doch einmal ökonomisch eng wird, entlastet man sich immer wieder auf dem Kälbermarkt bei den Milchviehhaltern.

Geflügelmäster kommen gut zurecht

Die Situation für Geflügelfleisch stellt sich wiederum ganz anders dar. Puten und Hähnchen werden in Deutschland fast ausschließlich in einer vertragsgebundenen Integration produziert. In der Wertschöpfungskette gibt es auf allen Stufen der von den Schlachthöfen gesteuerten Integrationen kostenoptimale Produktionsstrukturen. Es können immer komplette LKW’s bei Küken, Futter und Schlachttieren genutzt werden. Hier müssen nicht Kleinstmengen „eingesammelt“ werden. Die Integratoren haben deshalb am Ausscheiden bestimmter Betriebe auch nur dann Interesse, wenn dort über längere Zeit schlechte Produkte erzeugt werden und alle Bemühungen zur Verbesserung ins Leere laufen. Um wie viel anders sieht das immer noch in der Ferkelerzeugung, der Schweinemast und der Milcherzeugung aus, auch wenn dies nicht offen ausgesprochen wird.

In den landwirtschaftlichen Erzeugerbetrieben wurde und wird auch bei „durchschnittlichen“ Produktionsleistungen vollkostendeckend gearbeitet. Zumindest gilt das für die Hähnchenfleischerzeugung der letzten 10 bis 15 Jahre. Die Pute hatte zeitweise unter der Konkurrenz des billigeren Hähnchenfleisches zu leiden. Hier gab es deshalb in den letzten 10 Jahren strukturelle Anpassungen und Bereinigungen, die dann wieder zu einer angepassten Rohstoffversorgung der Schlachtereien geführt haben. Offensichtlich wird in der gesamten Kette ausreichend Geld verdient, weil sich die Schlachtereien auf die Frischfleischvermarktung konzentrieren, wohl wissend, dass die deutschen Landwirte mit den großen Produzenten wie USA und Brasilien, die 20 bzw. 30 Prozent ihrer Erzeugung exportieren, kostenmäßig nicht mithalten können. Dass die Geflügelmäster von der Wertschöpfung in der Kette vielleicht etwas mehr abbekommen möchten, ist nur zu verständlich. Von einer Ausbeutungssituation - wie vielfach behauptet- kann jedoch keine Rede sein. Er ist nach wie vor „freier Bauer auf eigener Scholle“, auch wenn mache Stallbauvorhaben nur mit viel Fremdkapital realisiert werden konnten und können. Insbesondere bei Hähnchen gibt es im Nordwesten Deutschlands auch immer die Chance, den Vermarktungspartner nach einigen Durchgängen zu wechseln.

Die Integration mit einer Vollkostendeckung auf allen Stufen ermöglich es der Branche, tatsächliche oder vermeintliche Verbraucherwünsche, formuliert durch den Einzelhandel, mit einer Reihe angeschlossener Betriebe gezielt umzusetzen und den Landwirten dabei quasi Einkommensgarantien zu geben. Das funktioniert sogar über nationale Grenzen hinweg. So produziert eine ganze Reihe von emsländischen Mästern Hähnchen für das niederländische Beter-Leven-Programm mit unterschiedlichen produktionstechnischen Anforderungen und besonderen Zuchtküken. Die dabei gemachten Erfahrungen sind im Allgemeinen sehr gut.

Die schwierige Lage bei vielen Sauenhaltern und Schweinemästern führt aktuell auch dort wieder einmal zur Überlegung, ob man mit einer Integrationslösung wirtschaftlich besser da stände. Bei den jetzigen Produktions- und Vermarktungsstrukturen ist es auch fast nicht möglich, besondere Wünsche des Lebensmitteleinzelhandels umzusetzen, weil dies letztlich nur in einer starken Kette organisiert werden kann. Alle früheren Ansätze im Schweinesektor sind aus unterschiedlichsten Gründen mehr oder weniger gescheitert. Durch den Druck des Lebensmitteleinzelhandels werden jedoch immer wieder neue Anläufe gestartet. Die Firma Tönnies hat angekündigt, in den Viehhandel und damit in die Integration der Schweinefleischerzeugung einzusteigen. Die strukturellen Bedingungen für eine erfolgreiche, insbesondere auch für die Landwirte erfolgreiche Integration sind im Schweinebereich allerdings relativ ungünstig. Wie bereits erwähnt gibt es immer noch viele, relativ kleine Sauenhalter und Schweinemäster, die nur dann noch eine ökonomische Existenzberechtigung haben, wenn ihre Systeme vollständig aufeinander abgestimmt sind und die Erfassung und Transportkosten in Grenzen gehalten werden können. Das größte Problem stellt jedoch die Tatsache dar, dass große Mengen Schweinefleisch, auch wertvolle Teilstücke, ins EU- Ausland und in Drittländer exportiert werden müssen. Bei der Firma Tönnies spricht man von einem Exportanteil von rund 50 %. Unter solchen Bedingungen ist nicht klar, ob ein Integrator im Schlachtschweinebereich insgesamt ausreichende und für den Landwirt vollkostendeckende Preise zahlen kann. Mit Aufschlägen von 3-4 Cent auf die jeweils aktuellen Notierungspreise ist das ökonomische Problem der Landwirte nicht zu lösen, selbst wenn man berücksichtigt, dass bereits viele Sauen- und Mastschweineställe in zweiter oder dritter Hand betrieben werden und dementsprechend niedrigere Kapitalstückkosten anfallen. Es besteht eine große Gefahr, dass in der aktuellen Situation gut strukturierte Ferkelerzeuger- und Mastbetriebe gebunden werden, indem ihre wirtschaftliche Schwäche ausgenutzt wird. Wir könnten dann in der Schweinemast Verhältnisse wie auch in der Kälbermast bekommen, wo Landwirte ihre Ställe und ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, Tiere und Futter aber ausschließlich dem Integrator gehören.

Die ökonomischen Probleme des Schweinesektors aber auch des Milchsektors lassen sich nur lösen, wenn man sich bewusst macht, dass deutsche Landwirte in nennenswertem Umfang nicht für den Weltmarkt produzieren können. Die hiesigen Produktionskosten sind aufgrund von Auflagen und aufgrund der hohen Arbeits- und Flächenkosten im Vergleich zu den anderen großen Akteuren dieser Welt schlichtweg zu hoch. Wenn das anders wäre, müsste es z.B. den dänischen Landwirten, die bei einem Selbstversorgungsgrad von 600 Prozent bei Schweinen in hohem Maße auf Drittlandsexporte angewiesen sind, besonders gut gehen. Offensichtlich ist das aber nicht der Fall. In einzelnen Jahren kann man sicherlich von Sonderentwicklungen auf Weltmärkten partizipieren. Höhere Erlöse die auch notwendig sind, um stetig steigende Kosten abzudecken (der bisher wirksame kostensenkende technische Fortschritt verlangsamt sich eindeutig in allen Bereichen der Landwirtschaft), lassen sich nur dann im deutschen und europäischen Binnenmarkt realisieren, wenn das Angebot seitens der Landwirte die in einzelnen Bereichen leicht steigende, aber in anderen Bereichen aber auch rückläufige Nachfrage nicht übersteigt. Für die Zukunft des eigenen landwirtschaftlichen Unternehmens ist entscheidend, ob die Stückkosten (z.B. je kg Mastschwein, je kg Milch)  nachhaltig niedriger sind als die Stückerlöse, deren Niveau gar nicht oder nur sehr begrenzt beeinflusst werden kann. (Der Landwirt als Rohstoffproduzent ist „Preisnehmer“). Dabei sind auch die Einkommensansprüche Bestandteil der (individuellen) Kostenkalkulation, denn diese müssen ja letztlich durch die Erlöse abgedeckt werden. Leider haben die allerwenigsten Tierhalter entsprechende buchführungsbasierte Vollkostenrechnungen, so dass es den meisten sehr schwer fällt, eine ehrliche und realistische Einschätzung vorzunehmen. Deshalb sind auch in der jetzigen kritischen Situation wieder viele individuelle Fehlentscheidungen über den Verbleib in oder den Ausstieg aus der Landwirtschaft zu erwarten.

 


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Kontakt:
Arnold Krämer
Leiter Bezirksstelle Emsland
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Stand: 19.04.2016