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ANDI-Antragstellung 2017

Ring frei – die Antragstellung auf Agrarförderung 2017 hat begonnen! Bis zum 15. Mai dieses Jahres können wieder Anträge auf Agrarförderung und Agrarumweltmaßnahmen gestellt werden. Wir stellen Ihnen die Neuerungen vor.

Seit dem 17. März kann die Antragssoftware ANDI 2017 von der Homepage des SLA und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen geladen werden, zum 31. März werden die Antrags-DVDs, nebst den auf der DVD gespeicherten individuellen Antragsdaten aus dem Vorjahr, den niedersächsischen Antragsstellern per Post zugestellt. Die Antragsfrist für die Einreichung des Sammelantrages auf Agrarförderung und Agrarumweltmaßnahmen 2017 endet in diesem Jahr am Montag, den 15. Mai 2017. Ebenfalls müssen bis zu diesem Tag die unterschriebenen Datenbegleitscheine und den gegebenenfalls in Papierform einzureichenden Anlagen, sowie etwaiger einzureichender Erst-, Folge- oder Neuanträge für Agrarumweltmaßnahmen und Tierwohl bei der zuständigen Bewilligungsstelle vorliegen.

 

ANDI 2017

Die geobasierte Antragsstellung erfolgte erstmals im vergangenen Antragsjahr. Die Größe der zu beantragenden Fläche wird wie im letzten Jahr mittels einer exakten Zeichnung ermittelt und automatisch als Antragsgröße festgesetzt. Die aus dem Vorjahr geprüften Geometrien der einzelnen Antragsteller werden wie gehabt mit der DVD ausgeliefert. Die Vorjahresdaten aller Antragsteller werden mit der Installation der ANDI-Software zur Verfügung gestellt und lokal abgespeichert. Zum Einbinden dieser Daten bei Bearbeitung eines Antrages, z.B. wenn in Rahmen des Flächentausches andere Flächen als im Vorjahr bewirtschaftet werden oder aber neue Flächen hinzugepachtet wurden, kann das neue Tool Externe-Shape Datei einbinden verwendet werden. (Beachten Sie bitte, dass das importierte Shapefile vom Feature-Typ „Polygon" sein muss, um diese Flächen später auch übernehmen zu können. Alle in ANDI extern eingebundenen Dateien müssen im Bezugssystem ETRS 1989 UTM Zone 32N mit dem EPSG Code 25832 vorliegen, damit eine Lagegenauigkeit gewährleistet werden kann.)

Neu im Jahr 2017 sind weitere Spalten im tabellarischen ANDI-Flächennachweis eingefügt worden. Was hat es damit auf sich?

  1. Wenn die Größe (ha) Vorjahr und die beantragte Fläche (ha) übereinstimmen, entspricht die jetzt beantragte Fläche der von der Bewilligungsstelle im Vorjahr festgestellten bzw. bewilligten Fläche. Ist zusätzlich in der Spalte Geometrieabweichung Vorjahr kein Häkchen gesetzt, könnte die Geometrie ohne weitere Prüfung übernommen werden.
  2. Ist die Spalte Geometrieabweichung Vorjahr angehakt, bedeutet dies, dass die  zuletzt vom Antragssteller abgegebene Geometrie verändert wurde, z.B. durch das Ausschneiden von Überlappungsflächen. In einem solchen Fall kann die Richtigkeit der Geometrie überprüft werden.
  3. In den Fällen, wo sich eine Differenz zwischen Größe Vorjahr und der beantragten Fläche ergibt, wurde von Seiten der Bewilligungsstelle eine rein nummerische Anpassung vorgenommen. In diesen Fällen ist die Geometrie unbedingt zu überprüfen.

Um die Antragsbearbeitung zu beschleunigen bzw. zu stabilisieren, wurden die Serverkapazitäten durch das Land Niedersachsen erheblich erweitert und die Web-Dienste optimiert, sodass eine verbesserte und schnellere Nutzung der Luftbilder etc. erwartet werden kann. Das ANDI-Programm wurde überarbeitet und bietet u. a. die folgenden neuen Funktionen:

  • Im Bereich der Flächenbearbeitung gibt es eine eigene Themenkarte „Flurstücke“, so dass die Flurstücksgrenzen nun ergänzend zu den Schlag- und Feldblockgrenzen sowie den Luftbildern angezeigt werden können.
  • Im Fall von Flurbereinigungen können die neuen Grenzen nach der vorläufigen Besitzeinweisung ebenfalls über eine eigene Themenkarte angezeigt werden.
  • Bei den Zeichenwerkzeugen können Schlaggeometrien an den Flurstücks- sowie Flurbereinigungsgrenzen ausgerichtet werden („Fangfunktion“). Des Weiteren ist dieses auch möglich, sobald die Schlaggeometrien anderer Antragsteller im System und für den Antragsteller sichtbar sind.
  • Im Bereich der Grafikfunktionen gibt es eine Funktion zum Auffüllen eines Feldblocks, so dass nach der Zeichnung eines oder mehrerer Schläge der restliche Feldblock mit einer neuen Geometrie komplett ausgefüllt werden kann.
  • Findet in der Anlage 2 (Agrarumweltmaßnahmen (AUM), ökologische Vorrangflächen (öVf)) eine Schlagteilung statt, lässt sich nach Zeichnung des ersten Teilschlages der zweite Teilschlag durch „Auffüllen“ der Restfläche erfassen. Dadurch ist sichergestellt, dass sich keine Flächendifferenzen ergeben.
  • Schlaggeometrien aus einer externen „Shape-Datei“ (s.o., z.B. auch aus Ackerschlagkarteiprogrammen) können in ANDI übernommen werden.
  • Schlaggeometrien können innerhalb eines Feldblockes verschoben werden.

Der Umgang mit den neuen Bearbeitungstools kann anhand von ANDI-Schulungsvideos nachvollzogen werden. Zudem können Sie alle Neuerungen und Hinweise, die dieses Antragsjahr betreffen, in einer Zusammenstellung als PowerPoint-Präsentation ansehen.

 

Pre-Check-Phase

Wie im Vorjahr dürfen Geometrieüberlappungen zu Nachbarschlägen nicht entstehen. Im laufenden Antragsverfahren können Sie sich die bestehenden Überlappungen ab Anfang April in ANDI über eine entsprechende Themenkarte anzeigen lassen. Dies funktioniert aber nur, wenn die entsprechenden Datenbegleitscheine bei der Bewilligungsstelle vorliegen und im System eingearbeitet sind. Des Weiteren können die Überlappungen auch auf dem LEA-Portal des SLA angeschaut werden.

Es besteht die Möglichkeit durch eine Korrektur der Geometrie und einer erneuten ANDI-Antragsabgabe (Upload) inkl. einem neuen Datenbegleitschein bis zum 15.05.2017 Überlappungen bereits zu beseitigen. Hinweis: Durch eine frühe Antragstellung können Überlappungen frühzeitig erkannt und durch ein erneutes Upload letztlich korrigiert werden. Dabei ist zu beachten, dass bei einem wiederholten Upload immer der dazugehörige Datenbegleitschein eingereicht wird.

Nach Ablauf der Antragsfrist (15.05.), werden alle vorliegenden Geometrien zusammengestellt und auf Überlappungen, wie im Vorjahr, geprüft. Sofern eine gravierende Überlappung (größer 100 m²) mit einem Nachbarschlag festgestellt wird, werden die betreffenden Antragsteller schriftlich informiert. Es besteht dann die Möglichkeit die jeweiligen Schlaggeometrien zu korrigieren (Hinweis: Ausgeschlossen ist die Vergrößerung der Antragsgeometrie). Mit oder ohne Überlappung können die folgenden Korrekturen in dieser Phase vorgenommen werden:

  • Flächenreduzierung
  • Löschen von Schlägen
  • Verschieben von Schlägen

Diese sogenannte Vorab-Gegenkontroll-Phase (Pre-Check-Verfahren) findet im Zeitraum 25.05. - 19.06.2017 statt. Erfolgt keine Korrektur der Antragsgeometrie bei Überlappungen bis zum 19.06.2017 durch den Antragsteller, wird eine erneute abschließende Überlappungsprüfung durch die Bewilligungsstelle vorgenommen. Die dann noch festgestellten Überlappungen müssen abschließend geklärt werden. Allerdings ist hier eine sanktionsfreie Rücknahme von Flächen nicht mehr möglich.

 

Wichtige Termine:

  • 17.03.2017                Beginn des Antragsverfahrens mittels ANDI als Download
  • 31.03.2017                Versand der ANDI DVD
  • 15.05.2017                Ende der Antragsfrist
  • 16.05. – 09.06.2017   Möglichkeit von Änderungsanträgen mittels BEA
  • 25.05. – 19.07.2017   Pre-Check-Verfahren – sanktionslose Rücknahme

 

BEA

Neu ist, dass Änderungsanträge - insbesondere auch Flächenvergrößerungen und die Aufnahme neuer Flächen - in diesem Jahr erstmals über das Programm BEA (Browserbasierten Erfassung von Antragsänderungen) über eine Internetseite ab dem 16.05.2017 bis zum 09.06.2017 (klassische 25-Tage-Nachfrist) unter Anmeldung mittels der Registriernummer und der PIN sowie der Abgabe eines Datenbegleitscheines gemeldet werden können. Damit entfällt die bisherige Einreichung von Änderungsanträgen in Papierform.

 

Achtung: Einzug von Zahlungsansprüchen

Erstmals in diesem Jahr werden Zahlungsansprüche eingezogen, die zwei Jahre in Folge nicht aktiviert wurden. Die Nutzung von Zahlungsansprüchen erfolgt betriebsbezogen. Es steht ein Gesamteinzugswert in der ZI-Datenbank in dem Zahlungsanspruchskonto des Antragsstellers des jeweiligen Antragsjahres. Wird dieser Wert das 2. Jahr (2017) in Folge nicht genutzt, wird diese Summe automatisch von der ZI-Datenbank eingezogen. Die Prüfung, ob eine Nutzung vorliegt, erfolgt jährlich aufgrund der bewilligten beihilfefähigen Fläche. Ein Beispiel: Im Jahr 2015, Zuteilungsjahr von Zahlungsansprüchen, werden 100 ha beantragt und somit 100 Zahlungsansprüche genutzt. 2016 stehen in der ZI-Datenbank 10 ungenutzte Zahlungsansprüche (90ha beantragt). Im Jahr 2017 werden 5 Zahlungsansprüche nicht genutzt (95ha beantragt). Somit werden 5 Zahlungsansprüche zwei Jahre in Folge nicht genutzt und somit am 15. Mai dieses Jahres eingezogen. 

 

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Franz-Josef Schoo, Anna-Lena Niehoff, LWK Niedersachsen

 


Weitere Informationen zur Umsetzung der neuen Agrarreform finden Sie in folgenden Artikeln:

 


Kontakt:
Anna-Lena Niehoff
Betriebswirtschaft, Unternehmensberatung
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Ruth Beverborg
Leiterin Sachgebiet Betriebswirtschaft, Wirtschaftsberatung
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Stand: 30.03.2017